Elternsein und Soziale Arbeit in der Wohnungslosenhilfe. Forschungsergebnisse zu Männern, die nicht mit ihren Kindern untergebracht sind

Roswitha Harner, Yann Arhant, Marc Diebäcker (Standort Wien)

Abstract


In diesem Beitrag werden Ergebnisse eines einjährigen explorativen Forschungsprojekts präsentiert, welches aus Eigenmitteln der FH Campus Wien gefördert und in den Jahren 2013/14 durchgeführt wurde. Die qualitative Studie richtete sich an wohnungslose Männer, die nicht gemeinsam mit ihren Kindern untergebracht sind, da dies die übliche Lebensrealität von Männern mit Kindern in der österreichischen Wohnungslosenhilfe repräsentiert. In soziales_kapital 13 (2015) wurden bereits Resultate zu Eltern-Kind-Beziehungen und elterlichen Funktionen von Bewohnern in Übergangswohnhäusern der Wiener Wohnungslosenhilfe veröffentlicht. Dieser Beitrag fokussiert auf Fragen, wie Elternsein in Beratungskontexten zwischen Bewohnern und Sozialarbeiter_innen thematisiert wird, und wie Übergangswohnhäuser als institutionelle Räume Elternsein mitstrukturieren. Dabei schildern wir z. B. Dynamiken in der (Nicht-)Thematisierung von Elternsein in der Beratungspraxis Sozialer Arbeit oder skizzieren, wie Sozialarbeiter_innen und Adressaten das Übergangswohnhaus als nicht-kindgerechten Abweichungsraum konstruieren.

Schlagworte


Wohnungslosigkeit; Soziale Arbeit; Elternsein; Gender; Männlichkeiten; Armut; Institution; Raum

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