soziales_kapital

soziales_kapital
wissenschaftliches journal österreichischer fachhochschul-studiengänge soziale arbeit
Nr. 17 (2017) / Rubrik "Thema" / Standort Linz
Printversion: http://www.soziales-kapital.at/index.php/sozialeskapital/article/viewFile/500/909.pdf


Elisabeth Stefanek:

Prävention und Intervention von Gewalt und Mobbing in der Schulsozialarbeit


1. Einleitung

Gewalt- und Mobbingvorfälle an Schulen lassen eine Vielzahl von Fachkräften an die Grenzen ihrer pädagogischen Kompetenzen stoßen und stellen für alle Betroffene eine große Belastung dar. Deshalb bedarf es konkreter Interventionen und präventiver Maßnahmen, bei denen die direkt Betroffenen sowie sämtliche AkteurInnen, die im Schulumfeld tätig sind, an der Auflösung der Gewaltsituation mitwirken. Im Sinne einer systemischen und multiprofessionellen Herangehensweise spielen SchulsozialarbeiterInnen dabei eine zentrale Rolle, da sie zwischen Lehrpersonal und Eltern bzw. Erziehungsberechtigten vermitteln. Als junges Handlungsfeld beschäftigt sich Schulsozialarbeit in Österreich mit der Förderung der sozialen Integration von SchülerInnen und der Kooperation zwischen Lehrenden, Eltern und Kindern. Themen wie familiäre, schulische oder persönliche Probleme stehen im Vordergrund und werden in der Beratung bearbeitet. Dabei sind SchulsozialarbeiterInnen häufig mit Gewaltvorfällen im schulischen Kontext konfrontiert. Dazu zählen körperliche, verbale und soziale Gewalt und Mobbing sowie mit Gewaltvorkommnisse in den Familien.

Davon ausgehend ist das Ziel dieses Beitrags, die Rolle der Schulsozialarbeit in Bezug auf Gewaltprävention in den oberösterreichischen Schulen zu untersuchen. Als Grundlage dafür wurde die Gewaltsituation an oberösterreichischen Schulen aus Sicht der SchulsozialarbeiterInnen analysiert. Die grundlegenden Forschungsfragen lauteten:

  • Inwieweit ist Gewalt und Mobbing ein Thema für SchulsozialarbeiterInnen?
  • Welche gewaltpräventiven Maßnahmen und Interventionen werden von SchulsozialarbeiterInnen gesetzt?
  • Wie funktioniert die Zusammenarbeit bei Prävention und Intervention zwischen SchulsozialarbeiterInnen, schulischem Personal, Eltern und SchülerInnen?
  • Wie effektiv erleben sich die SchulsozialarbeiterInnen im Umgang mit Gewaltvorfällen?


2. Gewalt und Mobbing

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Gewalt folgendermaßen:

„Gewalt ist der tatsächliche oder angedrohte absichtliche Gebrauch von physischer oder psychologischer Kraft oder Macht, die gegen die eigene oder eine andere Person, gegen eine Gruppe oder Gemeinschaft gerichtet ist, und die tatsächlich oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Verletzungen, Tod, psychischen Schäden, Fehlentwicklung oder Deprivation führt.“ (WHO 2002: 5)

Man spricht von Mobbing in der Schule, wenn ein/e SchülerIn über einen längeren Zeitraum bewusst negativen, kränkenden oder verletzenden Handlungen von einzelnen oder mehreren SchülerInnen ausgesetzt ist und zwischen Opfer und TäterIn ein Machtungleichgewicht besteht (vgl. Olweus 1995). In der Forschung wird auch der englische Begriff Bullying verwendet, welcher ein Synonym zum deutschen Wort Mobbing ist.


2.1 Ursachen von Gewalt und Mobbing

Die Ursachen von Gewalt liegen sowohl auf Ebene des Individuums, als auch in dessen Umfeld. Bezogen auf das Umfeld liegen die Ursachen für die Entstehung von Gewalt in der Familie, im Freundeskreis und im schulischen Umfeld. Mobbing kann aufgrund eines Ungleichgewichts der physischen Kräfte, des Status, den man in der Peergruppe zugeschrieben bekommt, oder aufgrund von fehlenden sozialen und kommunikativen Kompetenzen vorkommen (vgl. Scheithauer/Bull 2009).

Unbehandeltes aggressives Verhalten in Schulen hat weitgreifende negative Konsequenzen. SchülerInnen, die in einem Umfeld aufwachsen, in dem gegen aggressives Verhalten nicht konsequent und systematisch vorgegangen wird, gehen nicht gern in die Schule, sind weniger motiviert und haben auch schlechtere Noten als SchülerInnen, die in einem positiven Umfeld aufwachsen (vgl. Roland/Galloway 2002). Gewaltprävention ist somit auch eine Maßnahme zur Motivations- und Leistungsförderung bei SchülerInnen.


2.2 Prävention von Gewalt und Mobbing

Der Begriff „Prävention“ bezeichnet alle Maßnahmen zur Sicherung der körperlichen und psychosozialen Gesundheit. Das Erlernen von Konfliktlösungsstrategien und von sozial kompetentem Verhalten ist eine zentrale Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben in der Gesellschaft. Deshalb ist Prävention umso erfolgreicher, je früher eine Störung erkannt und behandelt wird.

„Das Ziel der Präventions- und Interventionsarbeit ist, die personalen und sozialen Ressourcen einer Schule zu aktivieren, um dadurch zu einer Gewaltreduktion und zu einer Verbesserung des Umgangs der Lehrer und Schüler mit Aggressionen beizutragen. Beides versteht sich dabei als Beitrag zur Schulentwicklung auf dem Weg zu einer ‚guten Schule‘.“ (Melzer/Darge 2000: 27)

Gewalt- und MobbingforscherInnen zeigen auf, dass Eltern, LehrerInnen, SchülerInnen, SozialarbeiterInnen und – falls möglich – auch außerschulische PartnerInnen an einem Strang ziehen müssen, um erfolgreich gegen Mobbing vorgehen zu können. Vor allem das Fehlen von schulweiten expliziten Verhaltensregeln für einen fairen Umgang miteinander gilt als Hindernis in dem Bemühen, Mobbing Einhalt zu gebieten. Dort, wo Verhaltensregeln bestehen, werden sie nicht konsequent umgesetzt. Es braucht eine transparente, systematische Vorgehensweise, auf deren Grundlage die LehrerInnen bei Verstößen mit abgestuften Konsequenzen, von Ermahnungen bis zu einer Art Tatausgleich, reagieren können. Der gesamte Lehrkörper muss zusammenarbeiten, gemeinsam hinschauen, sich kümmern und sofort eingreifen. Da Mobbing ein gruppendynamisches Phänomen ist, sollte auch mit der ganzen Klassengemeinschaft gearbeitet werden. Dabei bringt die Einbindung außerschulischer PartnerInnen neue Inputs und Sichtweisen. Diese PartnerInnen werden von den SchülerInnen als nicht „bewertend“ empfunden, dazu zählen auch SozialarbeiterInnen (vgl. Olweus 1991).

Im Bereich der Gewaltprävention werden im internationalen Diskurs vermehrt Evidence-based-practice-Programme gefordert. Dazu wurden Kriterienkataloge zur Beurteilung von Programmen zur Gewaltprävention entwickelt, die bei der Auswahl von einem passenden Programm hilfreich sind: das Projektkonzept soll zum Beispiel einen deutlichen Bezug zum aktuellen Forschungsgegenstand herstellen und Anleitungen zur systematischen Dokumentation und Evaluation beinhalten. Die vorhandenen Evaluationen geben Auskunft über die Effektivität (Grad der Zielerreichung) und die Effizienz (Kosten-Nutzen-Relation) des Programms (vgl. Strohmeier et al. 2007).


2.3 Gewalt und Mobbing in Schulen in Österreich

Österreich hat sich durch die Unterzeichnung der Kinderrechtskonvention dazu verpflichtet, alle Kinder und Jugendlichen vor jeder Form körperlicher oder geistiger Gewaltanwendung zu schützen (vgl. Artikel 19 der UN-Kinderrechtskonvention). Gewaltprävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die das Bildungswesen in besonderem Maße betrifft. Vor diesem Hintergrund macht es Sinn, Gewaltprävention als eine Kernaufgabe von Bildungseinrichtungen zu begreifen.

Die Situation in Österreich kann im Vergleich zu anderen Ländern als besonders dramatisch bezeichnet werden (vgl. Craig/Harel 2004). Jede/r zehnte SchülerIn ist regelmäßig in physische Auseinandersetzungen verwickelt. Verbale Attacken kommen noch häufiger vor – etwa ein Viertel der SchülerInnen ist mindestens einmal wöchentlich als TäterIn und/oder Opfer in verbale Konflikte verwickelt. Dabei sind Buben häufiger in physische Aggressionsformen involviert als Mädchen, während diese subtilere Mittel bevorzugen, wie zum Beispiel Gerüchte verbreiten, sozialen Ausschluss oder absichtliches Zerstören von Beziehungen (vgl. Atria/Strohmeier/Spiel 2007).

Gewalt kommt auch zwischen Lehrkräften und SchülerInnen vor – etwa die Hälfte aller SchülerInnen zwischen 12 und 14 Jahren gab an, dass sie von ihren LehrerInnen in irgendeiner Art und Weise ungerecht behandelt, verletzt oder geärgert wurden (vgl. Atria/Spiel 2003). Auf der anderen Seite berichtete etwa jede/r sechste SchülerIn im Alter zwischen 12 und 14 Jahren davon, LehrerInnen öfter als drei Mal im letzten Monat geärgert zu haben. Diese verbalen Auseinandersetzungen sind oftmals auch ein hoher Belastungsfaktor für Lehrpersonen (vgl. Phillip/Schüpach/Krause 2008).


3. Schulsozialarbeit in Oberösterreich

In Oberösterreich wird Schulsozialarbeit von unterschiedlichen Institutionen angeboten. Der größte Anbieter von Schulsozialarbeit ist die Kinder- und Jugendhilfe Oberösterreich, die auch Supervisionen und Teamsitzungen mit den einzelnen SchulsozialarbeiterInnen organisiert. Das Projekt wird vom Land Oberösterreich finanziert und beschäftigte unter der Leitung von Frau DSA Heidemarie Graf im Schuljahr 2012/13 52 SchulsozialarbeiterInnen.

Das Ziel von Schulsozialarbeit ist es, die soziale Integration zu fördern und den Schutz der Minderjährigen bei drohender Gefährdung zu gewährleisten. Die Zielgruppen sind vor allem SchülerInnen, die von der Familie nicht oder kaum gefördert werden oder auffälliges Sozialverhalten zeigen, wie zum Beispiel Schulverweigerung oder Gewalt. Außerdem werden durch Schulsozialarbeit Konfliktsituationen gelöst, die von den PädagogInnen nicht mehr bewältigt werden können. Schulsozialarbeit ist auch Anlaufstelle für PädagogInnen und Eltern, die Beratung und Unterstützung brauchen. Die SozialarbeiterInnen sind regelmäßig in den einzelnen Schulen anwesend, wo ihnen eigene Räumlichkeiten für Gespräche zur Verfügung stehen. Die SchulsozialarbeiterInnen kooperieren mit den SprengelsozialarbeiterInnen der Kinder- und Jugendhilfe, den Schulen, den verantwortlichen Lehrkräften und den Eltern der betroffenen SchülerInnen. Die Grundsätze der Schulsozialarbeit sind Niederschwelligkeit, Freiwilligkeit und Anonymität der SchülerInnen. Das Aufgabenprofil der SchulsozialarbeiterInnen beinhaltet (1) Einzelfallhilfe, Familienarbeit und aufsuchende Sozialarbeit, (2) zeitgerechtes Erkennen sozialer Problemfälle im Sinne einer präventiven Sozialarbeit, (3) Herstellen von Kontakten zu Lehrpersonal, Eltern und SchülerInnen sowie (4) soziale Diagnostik und Abklärung von Gefährdungsmeldungen (vgl. Amt der OÖ Landesregierung 2009).

Gewalt ist dabei ein häufiges Thema. Sie tritt nicht nur in den Schulen, sondern auch in den Familien der SchülerInnen auf. In einer im Jahr 2012 durchgeführten Studie zur Schulsozialarbeit in Oberösterreich wurden die SchulsozialarbeiterInnen zu den Problemlagen der SchülerInnen befragt. Aus den Ergebnissen dieser Befragung geht hervor, dass am häufigsten ein schwieriges familiäres Umfeld genannt wird. Am zweit- und dritthäufigsten werden verbale Gewalt und Mobbing genannt und am fünfthäufigsten körperliche Gewalt (vgl. Wagner/Kirchstettner 2013).

In der Diplomarbeit von Bernauer (2009) wird auf das Thema Gewaltprävention und -intervention von Schulsozialarbeit im Raum Niederösterreich eingegangen. Es wurden qualitative Interviews mit SchulsozialarbeiterInnen geführt und ausgewertet. Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass Schulsozialarbeit akzeptiert wird, wobei das Lehrpersonal aufgrund der Verschwiegenheitspflicht der SchulsozialarbeiterInnen nur wenig Einsicht in deren Arbeit hat. Bei Konflikten oder Mobbingvorfällen werden die SchülerInnen an die SchulsozialarbeiterInnen weitervermittelt, da diese eine Art Auffangnetz aus Sicht der LehrerInnen darstellen.

Die wichtigsten Personen in der Gewaltprävention sind die SchülerInnen, da durch sie Gewalt entsteht, aber auch verhindert wird. Mit ihrer Mithilfe können neue Sichtweisen herangetragen und eine produktive und gewaltfreie Atmosphäre geschaffen werden. Die SchülerInnen lernen durch das Angebot der Schulsozialarbeit konstruktiv streiten und bekommen mehr Kompetenzen im Umgang mit Konflikten (vgl. Guggenbühl 1996).

SchulsozialarbeiterInnen in Oberösterreich intervenieren bei Gewaltvorfällen, indem sie die Kinder, Familien und PädagogInnen direkt unterstützen oder an andere Projekte vermitteln, die Trainings und Gruppenarbeiten für Schulklassen anbieten. Es gibt aber keine konkreten Methoden und keine systematische Vorgehensweise bezüglich der Gewaltprävention in der Schulsozialarbeit. Schulsozialarbeit kann neue Sichtweisen einbringen und dadurch entlasten, unterstützen und Ressourcen erkennen. Durch die Präsenzzeiten an den Schulen können die SchulsozialarbeiterInnen Gewaltvorkommen früher erkennen und so schneller darauf reagieren.1


4. Durchführung der Studie

Mittels einer Online-Befragung wurden im November 2013 im Rahmen der Forschungswerkstatt des Bachelorstudiengangs 2012 (Gruppe 2) an der FH Oberösterreich die SchulsozialarbeiterInnen von Oberösterreich befragt. Der Fragebogen wurde als Link an DSA Graf gesendet, die diesen an die 52 SchulsozialarbeiterInnen der Kinder- und Jugendhilfe in Oberösterreich weiterleitete. Für den Rücklauf der Fragebögen war ein Zeitraum von 4 Wochen vorgesehen. Nach Ablauf von drei Wochen wurde eine Erinnerungsmail an alle SchulsozialarbeiterInnen geschickt, um eine bestmögliche Rücklaufquote zu erhalten.


4.1 Fragebogen

Der Befragungszeitraum aller Fragen bezog sich – sofern es nicht anders angegeben wurde – auf das Schuljahr 2012/13.


4.1.1 Fragen zu Gewalt- und Mobbingvorkommnissen an Schulen

Welche Formen von Gewalt und Mobbing (körperlich, verbal, sozial) werden in Beratungsgesprächen zwischen den SchulsozialarbeiterInnen und den SchülerInnen thematisiert? In welchem Ausmaß sind Gewalt und Mobbing in der Beratung zwischen SchulsozialarbeiterInnen und den SchülerInnen Thema? Wie oft wandten sich verschiedene Personengruppen (TäterInnen, Opfer, LehrerInnen, Eltern) bei Gewalt- und Mobbingvorfällen an die SchulsozialarbeiterInnen und welche Personen (LehrerInnen, SchulleiterInnen, BetreuungslehrerInnen) vermitteln von Gewalt- oder Mobbing betroffene SchülerInnen an die SchulsozialarbeiterInnen? Das 4-stufige Antwortformat reichte von „nie“ (0), „1-5 mal“ (1), „6-10 mal“ (2) bis „öfter als 10 mal“ (3).


4.1.2 Fragen zum Angebot von Gewaltpräventionsprogrammen

Die SchulsozialarbeiterInnen wurden gefragt, an wie vielen der von ihnen betreuten Schulen Gewaltpräventionsprogramme angeboten wurden, welche Programme angeboten wurden und von wem diese Programme durchgeführt wurden. Ebenso wurden sie gefragt, ob und in welchem Ausmaß die SchulsozialarbeiterInnen selbst gewaltpräventive Maßnahmen anbieten.


4.1.3 Vorgehen der SchulsozialarbeiterInnen bei Gewaltvorfällen

Dazu wurde der Fragebogen „Handling Bullying Questionaire“ (HBQ) (vgl. Bauman/Rigby/Hoppa 2008), der für Lehrkräfte entwickelt wurde, für die SchulsozialarbeiterInnen adaptiert. Der Fragebogen erfasst mit 22 Fragen, wie die SchulsozialarbeiterInnen reagieren, wenn sie ZeugInnen von Gewalt- und Mobbingvorfällen zwischen SchülerInnen werden. Mögliche Handlungsstrategien sind unter anderem die Arbeit mit den betroffenen Personen, wie TäterInnen, Opfer und MitschülerInnen sowie die Miteinbeziehung anderer erwachsener Personen, wie LehrerInnen, Eltern und externe ExpertInnen. Das 4-stufige Antwortformat reichte von „das mache ich nie“ (0), das mache ich selten (1) und das mache ich meistens (2) bis zu „das mache ich immer“ (3).


4.1.4 Wahrgenommene Effektivität und Zufriedenheit mit der Zusammenarbeit

Die Einschätzung zur Effektivität wurde mit den Fragen, ob sich Gewalt und Mobbing seit ihrer Tätigkeit als SchulsozialarbeiterIn verringert haben, und der Einschätzung des eigenen Beitrags zur Verringerung von Gewalt- und Mobbing erhoben. Die 5-stufige Antwortskala reichte von „sehr gering“ (0) bis „sehr hoch“ (4).


4.1.5 Die Einschätzung der Zufriedenheit mit der Zusammenarbeit

Die Zufriedenheit mit der Zusammenarbeit mit dem Schulpersonal und mit Eltern wurde je Schultyp mittels einer 5-stufigen Antwortskala, die von „sehr zufrieden“ (1) bis „nicht zufrieden“ (5) reichte, erhoben.


4.1.6 Angebote von Gewalt- und Mobbingprävention in Aus- und Weiterbildung

Inwieweit Angebote im Bereich Gewalt- und Mobbingprävention in Aus- und Weiterbildung vorhanden sind, wurde mit drei Aussagen, die mittels einer 5-stufigen Antwortskala von „trifft nicht zu“ (0) bis „trifft zu“ (4) beantwortet wurden, erhoben. Z. B.: „In meiner Ausbildung zur SchulsozialarbeiterIn konnte ich mich im Bereich Gewalt- und Mobbingprävention weiterbilden.“


4.2 Stichprobe

Insgesamt beantworteten 28 von 52 Schulsozialarbeitern den Fragebogen. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer für die Umfrage lag dabei bei 24 Minuten. 75 Prozent der befragten Personen sind Frauen und 25 Prozent Männer. Die befragten SchulsozialarbeiterInnen sind zwischen 24 und 59 Jahre alt, dabei beträgt das Durchschnittsalter 39 Jahre. 23 Prozent der Befragten sind weniger als zwei Jahre als SchulsozialarbeiterIn tätig. Die Hälfte der Befragten hat bereits zwei bis drei Jahre Berufserfahrung als SozialarbeiterIn gesammelt. 27 Prozent der Befragten sind seit mehr als vier Jahren im Dienst. 52 Prozent der SchulsozialarbeiterInnen arbeiten zwischen 31 und 40 Stunden pro Woche. Ein Drittel der Befragten arbeitet zwischen 21 bis 30 Stunden pro Woche. 15 Prozent arbeiten 20 oder weniger Stunden pro Woche als SchulsozialarbeiterInnen.


4.3 Betreute Schule

Insgesamt betreuten die befragten SchulsozialarbeiterInnen 135 Schulen in Oberösterreich. Aufgeschlüsselt nach Schultyp sind dies 52 Volksschulen, 35 Hauptschulen, 27 Neue Mittelschulen, 15 Polytechnische Schulen und 6 sonstige Schultypen, wie zum Beispiel Sonderschulen.

Die befragten SchulsozialarbeiterInnen waren in einer bis neun Schulen tätig. Elf SchulsozialarbeiterInnen betreuten fünf bis sechs Schulen, acht betreuten drei bis vier Schulen, fünf zwischen sieben und acht Schulen. Zwei SchulsozialarbeiterInnen betreuten eine bis zwei Schulen, ein/e betreute neun Schulen.

Die SchulsozialarbeiterInnen wurden gefragt, wie viele Stunden pro Woche sie je Schule anwesend sind. Die wöchentliche Anwesenheit je Schule betrug bei drei Viertel der Befragten zwischen einer und fünf Stunden pro Woche. Ein Viertel der Befragten war zwischen 6 und 15 Stunden je Schule in der Woche anwesend.


5. Ergebnisse

5.1 Themen der SchulsozialarbeiterInnen

Die SchulsozialarbeiterInnen wurden zu Beginn gefragt, mit welchen Themen sie im Rahmen ihrer Tätigkeit am häufigsten konfrontiert sind. Am häufigsten gaben SchulsozialarbeiterInnen an, mit familiären Problemen konfrontiert zu sein (44%), gefolgt von schulischen Problemen (33%) und psychischen Problemen (22%).

Unter familiären Problemen führten die SchulsozialarbeiterInnen Scheidung, Erziehungsprobleme, Vernachlässigung, finanzielle Probleme und Gewalt in der Familie an. Schulische Probleme umfassten Lernschwierigkeiten, Schulverweigerung, Probleme mit MitschülerInnen und LehrerInnen sowie Gewalt und Mobbing in der Schule. Unter psychische Probleme fielen selbstverletzendes Verhalten, Sucht, Aggression, Depression und psychosomatische Probleme.


5.2 Vorkommen von Gewalt und Mobbing

Zur Frage, wie häufig SchülerInnen im Beratungsgespräch mit den SchulsozialarbeiterInnen verschiedenen Gewaltformen berichteten, wurde am häufigsten verbale Gewalt genannt, gefolgt von sozialer Gewalt, physischer Gewalt und Mobbing. Kaum genannt wurde Gewalt in der Familie und Cybermobbing (siehe Abbildung 1).

Abbildung 1
Abbildung 1: Berichte über Gewaltvorkommen in Beratungsgesprächen


Auf die Frage, wie oft im Monat im Schuljahr 2012/13 Gewalt und Mobbing Themen im Beratungsgespräch zwischen SchülerInnen und SchulsozialarbeiterInnen waren, wurden Unterschiede zwischen den Schultypen festgestellt. Das höchste Ausmaß an Gewaltvorkommnissen gab es in den Neuen Mittelschulen, gefolgt von den Hauptschulen, den Polytechnischen Schulen und den Volksschulen. Mobbing kam am häufigsten in Hauptschulen und Polytechnischen Schule vor, gefolgt von den Neuen Mittelschulen und schließlich in sehr geringem Ausmaß in Volksschulen. An Neuen Mittelschulen und Volksschulen kam Gewalt häufiger vor als Mobbing. In Hauptschulen und Polytechnischen Schulen trat Mobbing häufiger auf als Gewalt (siehe Abbildung 2).

Abbildung 2
Abbildung 2: Gewalt- und Mobbingvorkommen je Schultyp


Zur Frage, welche Personen sich bei Gewaltvorkommnissen am häufigsten an die SchulsozialarbeiterInnen wandten, wurden am häufigsten LehrerInnen genannt. An zweiter Stelle wandten sich die Opfer von Gewaltvorfällen an die SchulsozialarbeiterInnen, gefolgt von den Eltern und MitschülerInnen. Die TäterInnen wandten sich am seltensten an die SchulsozialarbeiterInnen. Ein ähnliches Ergebnis zeigte sich bei Mobbingvorkommen. Auch hier wandten sich die LehrerInnen am häufigsten an die SchulsozialarbeiterInnen, gefolgt von den Eltern, den Opfern und den MitschülerInnen. An letzter Stelle wurden wieder die TäterInnen genannt. Fast alle Personengruppen wandten sich öfter bei Gewalt- als bei Mobbingvorkommnissen an die SchulsozialarbeiterInnen. Nur die Eltern wandten sich häufiger bei Mobbingvorfällen an die SchulsozialarbeiterInnen (siehe Abbildung 3).

Abbildung 3
Abbildung 3: Gesprächsaufnahme bei Gewalt und Mobbing


Die SchulsozialarbeiterInnen wurden gefragt, welche Personen am häufigsten im Schuljahr 2012/13 SchülerInnen, die von Gewalt oder Mobbing betroffen waren, an sie weitervermittelt haben. SchülerInnen, die von Gewalt betroffen waren, wurden am häufigsten von SchulleiterInnen an die SchulsozialarbeiterInnen vermittelt, knapp gefolgt von den LehrerInnen und den MitschülerInnen. Eltern und BetreuungslehrerInnen vermittelten selten von Gewalt betroffene SchülerInnen an die SchulsozialarbeiterInnen. Am wenigsten wurden die SchülerInnen von SchulärztInnen und SchulpsychologInnen vermittelt.

Von Mobbing betroffene SchülerInnen wurden am häufigsten von ihren MitschülerInnen weitervermittelt, gefolgt von LehrerInnen, SchulleiterInnen, Eltern und BetreuungslehrerInnen. SchulärztInnen und SchulpsychologInnen leiteten kaum SchülerInnen weiter. SchulleiterInnen, LehrerInnen und BetreuungslehrerInnen vermittelten häufiger von Gewalt als von Mobbing betroffene SchülerInnen weiter. MitschülerInnen und Eltern vermittelten im gleichen Ausmaß von Gewalt und Mobbing betroffene SchülerInnen weiter (siehe Abbildung 4).

Abbildung 4
Abbildung 4: Übermittlung bei Gewalt- und Mobbingvorfällen


5.3 Prävention von Gewalt und Mobbing

Nach der Erhebung zu Gewalt- und Mobbingvorkommnissen in Schulen wurden die SchulsozialarbeiterInnen zum Angebot von gewaltpräventiven Maßnahmen befragt. In 36 Prozent der Schulen (49 Schulen), die von den befragten SchulsozialarbeiterInnen betreut wurden, wurden gewaltpräventive Maßnahmen angeboten. Am häufigsten (8 Mal) wurde dabei ein Projekt, das von der Kinder- und Jugendanwaltschaft (KiJA) durchgeführt wurde, genannt (respect@school). Fünf SchulsozialarbeiterInnen gaben an, dass schuleigene Projekte angeboten werden. Das Projekt des Landeskriminalamtes Oberösterreich „Click&Check“ wurde viermal genannt und „Soziales Lernen“ wurde zweimal genannt.

Insgesamt führen 35 Prozent der SchulsozialarbeiterInnen gewaltpräventive Maßnahme und 65 Prozent führen keine gewaltpräventiven Maßnahmen durch. Bei den gewaltpräventiven Maßnahmen steht die Arbeit mit den einzelnen SchülerInnen im Vordergrund (6 Nennungen). Weiters werden jeweils dreimal Gruppenarbeit mit SchülerInnen, Kooperation mit Eltern und sonstige Angebote genannt. Nur einmal wird angegeben, dass mit dem Lehrpersonal in Bezug auf gewaltpräventive Maßnahmen kooperiert wird. Bezogen auf die Häufigkeit gaben vier SchulsozialarbeiterInnen an, seltener als alle zwei Monate ein gewaltpräventives Angebot durchzuführen, sechs SchulsozialarbeiterInnen gaben an, alle zwei Monate eines zu setzen, und jeweils drei SchulsozialarbeiterInnen geben an, die Angebote ein bis zwei Mal pro Monat beziehungsweise einmal pro Woche durchzuführen.

18 Prozent der SchulsozialarbeiterInnen sind sehr zufrieden mit dem Angebot und Ausmaß an gewaltpräventiven Maßnahmen. 55 Prozent sind zufrieden, 18 Prozent sind weniger zufrieden und 9 Prozent sind gar nicht zufrieden mit dem Angebot und dem Ausmaß an gewaltpräventiven Maßnahmen.


5.4 Intervention bei Gewalt und Mobbing

Zur Frage, welche Strategien die SchulsozialarbeiterInnen bei Gewalt- und Mobbingvorkommen einsetzten, wurden von den befragten SchulsozialarbeiterInnen folgende drei Strategien am meisten genannt: (1) ein Treffen mit allen SchülerInnen zu veranlassen, um gemeinsam Lösungsvorschläge auszuarbeiten, (2) den Vorfall mit den SchulärztInnen zu besprechen sowie (3) die Eltern an ExpertInnen weiterzuvermitteln. Am seltensten wurde angegeben, den Vorfall mit den SchulpsychologInnen oder mit BetreuungslehrerInnen zu besprechen (siehe Abbildung 5).

Abbildung 5
Abbildung 5: Interventionen bei Gewalt und Mobbing


5.5 Beurteilung der Zusammenarbeit, Entwicklung von Gewalt und Mobbing, Effektivität und Weiterbildungsmaßnahmen

Im letzten Teil der Befragung wurden die SchulsozialarbeiterInnen gebeten, ihre Zufriedenheit mit der Zusammenarbeit zwischen Schule und Schulsozialarbeit, die Entwicklung von Gewalt und Mobbing, ihre Effektivität hinsichtlich Gewalt- und Mobbingprävention sowie Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung im Bereich Mobbing- und Gewaltprävention für SchulsozialarbeiterInnen einzuschätzen. Die SchulsozialarbeiterInnen sind mit der Zusammenarbeit am zufriedensten mit den Volksschulen (M=2,97), gefolgt von Hauptschulen/Neue Mitteleschulen (M=2,78) und den Polytechnischen Schulen (M=2,62). Die Entwicklung von Gewalt- und Mobbingvorkommen wurde von den befragten SchulsozialarbeiterInnen folgendermaßen eingeschätzt: 17 Prozent der SozialarbeiterInnen gaben an, dass sich Gewalt und Mobbing seit ihrer Tätigkeit als SchulsozialarbeiterIn verringert haben. 61 Prozent sind der Meinung, dass das Aufkommen von Gewalt und Mobbing gleich geblieben ist und 22 Prozent der Befragten meinen, dass sich Mobbing- und Gewaltvorkommnisse verstärkt haben.

Insgesamt schätzten die SchulsozialarbeiterInnen ihren Beitrag zur Prävention, Intervention und Reduktion von Gewalt und Mobbing als eher gering ein. Dabei wurde der Beitrag zur Intervention noch am höchsten eingeschätzt (M=1,89), gefolgt vom Beitrag zur Gewalt- und Mobbingreduktion (M=1,79). Am geringsten wurde der Beitrag zur Prävention (M=1,44) bewertet.

Die befragten SchulsozialarbeiterInnen gaben an, dass sie sich nur in einem geringen Ausmaß in ihrer Ausbildung im Bereich der Gewalt- und Mobbingprävention weiterbilden konnten (M=1,7). Der Wunsch nach mehr Möglichkeiten, um präventive Maßnahmen zu setzen (M=2,89), und mehr Weiterbildungsangebote im Bereich Gewalt- und Mobbingprävention vom Dienstgeber (M=2,9) wurde hingegen von einem Großteil der befragten SchulsozialarbeiterInnen geäußert. Als Möglichkeiten zur Gewalt- und Mobbingreduktion schlugen sie Fortbildungsmöglichkeiten (11 Nennungen), Kooperationsgespräche (11 Nennungen) sowie Informationen zu Interventionen (6 Nennungen) vor.


6. Resümee

Gewalt und Mobbing an Schulen in Österreich sind ein ernstzunehmendes Thema, da sowohl nationale als auch internationale Studien belegen, dass diese häufig im Schulalltag auftreten. Die Implementierung von Präventionsprogrammen ist daher ein wichtiger Schritt, um diese Gewaltvorkommnisse zu verhindern bzw. zu verringern. Im schulischen Umfeld sind im Bereich Gewalt- und Mobbingprävention zahlreiche AkteurInnen aktiv und versuchen, zunehmend vernetzt zu arbeiten. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Schulsozialarbeit. Die Schulsozialarbeit der Kinder- und Jugendhilfe in Oberösterreich beschäftigte im Jahr 2013 52 SchulsozialarbeiterInnen, die in Volksschulen, Hauptschulen, Neuen Mittelschulen und Polytechnischen Schulen tätig waren. Das Ziel ist, die soziale Integration und den Minderjährigen Schutz zu gewährleisten. SchulsozialarbeiterInnen stehen SchülerInnen, PädagogInnen und Eltern vor Ort als AnsprechpartnerInnen zur Verfügung und tragen zur Problemlösung bei.

Ziel der Studie war es, festzustellen, inwieweit Gewalt und Mobbing ein Thema für die SchulsozialarbeiterInnen ist, welche Präventions- und Interventionsmaßnahmen von den SchulsozialarbeiterInnen durchgeführt werden und wie in diesen Bereichen die Kooperation mit den SchulpartnerInnen funktioniert. In Kooperation mit der Schulsozialarbeit der Kinder- und Jugendhilfe Oberösterreich, unter der Leitung von DSA Graf, wurde an die 52 SchulsozialarbeiterInnen des Landes Oberösterreichs ein Onlinefragebogen verschickt. Dieser Fragebogen wurde von 28 SchulsozialarbeiterInnen beantwortet.

Dabei zeigte sich, dass SchulsozialarbeiterInnen in einem hohen Ausmaß mit familiären Problemen gefolgt von schulischen Problemen konfrontiert sind. Diese Ergebnisse decken sich mit den Befunden der Studie von Wagner und Kirchstettner (2013). Gewalt tritt in ihrer häufigsten Form als verbale Gewalt auf, an zweiter Stelle steht soziale Gewalt, wie Ausgrenzung, und an dritter Stelle physische Gewalt. Gewalt und Mobbing treten am häufigsten in Hauptschulen und Neuen Mittelschulen auf und am geringsten in den Volksschulen. Auch diese Ergebnisse entsprechen internationalen Vergleichsstudien, wonach verbale Gewalt als häufigste Gewaltform auftritt und in der Altersstufe der 10- bis 14-Jährigen am verbreitetsten ist (vgl. Craig/Harel 2004).

Ein zentrales Ergebnis dieser Studie war, dass SchulsozialarbeiterInnen zwar bei Gewalt- und Mobbingvorkommnissen intervenieren, diese Interventionen aber oftmals unsystematisch durchgeführt werden. So werden oft nur Maßnahmen mit den einzelnen SchülerInnen durchgeführt, nicht jedoch das gesamte Schulteam (BeratungslehrerInnen, SchulpsychologInnen etc.) miteinbezogen. Eine gemeinsame Vorgehensweise im Sinne eines ganzheitlichen, schulweiten Ansatzes wurde bereits in zahlreichen internationalen Studien als wirkungsvolle und nachhaltige Verringerung und Prävention von Gewalt und Mobbing identifiziert (vgl. Spiel/Strohmeier 2011). Des Weiteren werden aufgrund der fehlenden Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich oftmals externe Personen für Präventionsmaßnahmen herangezogen, sodass die SchulsozialarbeiterInnen ihren Beitrag zur Gewalt- und Mobbingprävention nur als gering einschätzen, obwohl der Wunsch nach mehr Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in einem hohen Ausmaß vorhanden ist.

SchulsozialarbeiterInnen stellen ein wichtiges Bindeglied zwischen den unterschiedlichen AkteurInnen im schulischen Umfeld dar und hätten dadurch die Möglichkeit, systematisch gewaltpräventiv vorzugehen. Dazu bedarf es jedoch weiterführender Qualifikationen, in denen evidenzbasierte gewaltpräventive Ansätze vermittelt werden sowie einer gezielten Förderung der Kooperation zwischen den AkteurInnen auf institutioneller Ebene.


Verweise
1 Gespräch am 3.5.2013 mit Frau DSA Graf an der FH OÖ im Rahmen der Forschungswerkstatt


Literatur

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Über die Autorin

Mag. Dr. Elisabeth Stefanek, M.A.
elisabeth.stefanek@fh-linz.at

studierte Psychologie an der Universität Wien (Diplom- und Doktoratsstudium).
Seit Februar 2012 arbeitet sie als wissenschaftliche Projektmitarbeiterin an der FH Oberösterreich, Fakultät für Medizintechnik und Angewandte Sozialwissenschaften sowie seit September 2014 als Senior Lecturer an der Universität Wien, Fakultät für Psychologie. Davor arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Wirtschaftspsychologie, Bildungspsychologie und Evaluation der Fakultät für Psychologie der Universität Wien.
Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Forschung zur Akkulturation jugendlicher ImmigrantInnen, in der Gewaltpräventionsforschung sowie der Evaluation von Interventionsmaßnahmen.





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