Erasmus+-Projekt INCREASE – Interdisziplinäre Weiterentwicklung von Kompetenzen für BetreuerInnen in stationären Jugendhilfeeinrichtungen und Kriseninterventionszentren

Regina Enzenhofer (Standort Graz)

Abstract


Dieser Artikel informiert über das Erasmus+-Projekt INCREASE, welches im Herbst 2015 gestartet wurde und im November 2017 abgeschlossen wird. Sieben Partner aus Österreich, Rumänien, Griechenland, Italien, Großbritannien und Deutschland machten zu Beginn eine Forschungsstudie zur aktuellen Situation der Betreuung und Unterstützung von Jugendlichen in stationären Einrichtungen sowie dem Bedarf an Weiterbildung für die MitarbeiterInnen dieses Zuständigkeitsbereiches. Darauf aufbauend wurde ein Weiterbildungscurriculum entwickelt, das auf die Kompetenzentwicklung in der Zusammenarbeit sowohl intern als auch mit externen Einrichtungen und Personen sowie im interdisziplinären Handeln fokussiert. Denn Jugendliche, die besonders auffällige Verhaltensweisen „leben“, wie zum Beispiel Schulschwänzen, Drogenmissbrauch oder -sucht, Delikte etc. oder/und eine psychische/psychiatrische Störung oder Lernbehinderung haben, sind eine besonders große Herausforderung für alle zuständigen Personen und Einrichtungen. Nur ein umsichtiges und stabiles Netzwerk auf mehreren Ebenen schafft die notwendige Basis für gelingende stationäre Betreuungen und die zielführende Verselbstständigung der Jugendlichen. Ergänzend wurden Empfehlungen an verantwortliche Entscheidungsträger auf nationaler und europäischer Ebene zum Rahmen der stationären Betreuung von Jugendlichen sowie zu den Notwendigkeiten lebenslangen Lernens von MitarbeiterInnen stationärer Einrichtungen erarbeitet.

Schlagworte: Stationäre Jugendhilfe, Interdisziplinäre Kompetenzen, Weiterbildungscurriculum, Jugendliche mit komplexen Bedürfnissen, Umgang mit Krisensituationen, EU-Projekt Jugend, Empfehlungen Jugendpolitik

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This article provides information on the INCREASE Erasmus+ project, which started in autumn of 2015 and will be finished in November 2017. Initially, the seven partner organisations from Austria, Germany, Greece, Italy, Romania, and the United Kingdom conducted a research study on the current situation of care and support for young people in residential facilities and on the training needs of the employees in this field. Based on this research, the partners developed a training curriculum, which deals with the development of competences in both internal as well as external cooperation with institutions and persons and focuses on interdisciplinary ways of acting: Young people who demonstrate particularly striking behaviours, such as truancy, drug abuse, offenses etc., and/or suffer from mental/psychiatric disorders or learning disabilities are a particularly challenging task for all responsible persons and institutions. Only a far-seeing and stable network on several levels can create the necessary basis for successful residential care and for the autonomy of the young people. Finally, the partners also developed recommendations for decision-makers at national and European levels, informing them on both the situation in residential care of young people as well as the lifelong-learning needs of employees in residential facilities.

Keywords: residential youth care, interdisciplinary competences, curriculum for further training, young people with complex needs, dealing with crisis situations, EU-project youth, recommendations youth policy

Schlagworte


Stationäre Jugendhilfe, Interdisziplinäre Kompetenzen, Weiterbildungscurriculum, Jugendliche mit komplexen Bedürfnissen, Umgang mit Krisensituationen, EU-Projekt Jugend, Empfehlungen Jugendpolitik

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