soziales_kapital

soziales_kapital
wissenschaftliches journal österreichischer fachhochschul-studiengänge soziale arbeit
Nr. 2 (2009) / Editorial
Printversion: http://www.soziales-kapital.at/index.php/sozialeskapital/article/viewFile/119/160.pdf


Editorial Online-Journal "soziales_kapital" - für die 2. Ausgabe Februar 2009

Das junge Journal geht nun in die zweite Runde. Mit einiger zeitlicher Verzögerung, die unserer Unerfahrenheit mit dem Peer-Review-Verfahren geschuldet ist. Eine Konsequenz aus unseren Erfahrungen haben wir nun gezogen: In den zukünftigen Ausgaben wird es nicht mehr die Rubrik "Thema" sein, deren Beiträge automatisch einem Peer-Review-Verfahren unterzogen werden. Dadurch soll der Redaktion mehr Freiraum bei der Zusammenstellung von - auch kontrovers zu diskutierenden - Themenbeiträgen gegeben werden, und jene AutorInnen, die einen Artikel peer-reviewed veröffentlichen wollen, sollen eine größere Freiheit in der Wahl ihres Themas haben. In Zukunft werden wir jene Beiträge, die sich dem Verfahren des Peer-Reviewing unterzogen haben, deutlich kennzeichnen, und sie sind nicht mehr an die Themenvorgabe der Redaktion gebunden.

Die Nummer 2 enthält wieder ausgezeichnetes Material. Josef Bakic setzt sich in seinem Schwerpunktbeitrag mit der Qualitätssicherungsdebatte auseinander, und die forsche Selbstgewissheit der PropagandistInnen von Qualitätssicherungssystemen für die Felder der Sozialen Arbeit kommt bei seiner Analyse nicht gut weg. Bakic's Analyse arbeitet vor allem die Unangemessenheit der Prämissen von Q-Sicherungs-Systemen, die aus dem Profit-Bereich kommen, für soziale NPOs heraus.

Andrea Hollenstein beschäftigt sich damit, wie jugendliche Straftäterinnen ihren Gefängnisalltag erleben. In einem Werkstattbericht stellen Manuela Brandstetter, Bernd Dillinger, Catharina Pollak und Stefanie Schelberger einen Forschungsbericht zu Jugend in einem kleinstädtischem Setting vor. Susanne Wurm nimmt die hohe Europa-Skepsis in Österreich zum Anlass, um die ökonomische Seite der EU mit der sozialen und kulturellen zu kontrastieren. Hemma Mayrhofer versucht in ihrem Beitrag das Begriffspaar Inklusion / Exklusion unter der Bezugnahme auf die Gesellschaftstheorie Niklas Luhmanns für die Zwecke Sozialer Arbeit zu explizieren.

Wir danken all jenen, die sich in dieser Anfangsphase des Journals mit ihren Beiträgen beteiligt haben, wir danken auch den LeserInnen der ersten Stunde. Ein wissenschaftliches Journal auf hohem Niveau aufzubauen, ist kein einfaches Geschäft. Die Nummer 2 enthält aber so interessante Beiträge, dass wir für die Zukunft sehr optimistisch sind: Die Fachwissenschaft der Sozialen Arbeit ist auch in Österreich lebendig, sie schafft sich ihre Foren, und eines davon ist dieses Journal. Ich wünsche den LeserInnen Anregungen für ihre fachliche und fachwissenschaftliche Praxis und freue mich für die Redaktion auf die kommenden Ausgaben von soziales_kapital.






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