Nutzung Neuer Medien in der Sozialen Arbeit

Myriam Antinori, Judith Kerch, Charis Mrugalla, Magdalena Wilfling (Standort Innsbruck)

Abstract


Der Artikel beschäftigt sich mit Neuen Medien und ihrem Potenzial, gesellschaftliche Veränderungen anzuregen. Zugleich wird dargestellt, wie Soziale Arbeit Online-Anwendungen im Rahmen der Arbeitsweisen nach Staub-Bernasconi und den drei Ebenen Mikro, Meso und Makro nutzbar machen kann. Durch die vielfältigen Möglichkeiten, die Nutzung aller Anspruchsgruppen sowie den Einfluss auf sozialer und politischer Ebene ergibt sich aus Sicht der Autorinnen für Soziale Arbeit die Verpflichtung, Neue Medien gezielt in die Praxis einzubauen. Allerdings scheint dies bisher wenig der Fall zu sein. Soziale Organisationen scheinen wenig versiert im Umgang mit neuen Technologien, stehen ihnen sogar skeptisch gegenüber. Inwiefern dies zutrifft, wird anhand einer qualitativen und quantitativen Untersuchung eines sozialpolitischen Arbeitskreises untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Sozialeinrichtungen auf den ersten Blick eine gute Webpräsenz haben. Allerdings ist diese nur wenig klar in ihrer Zielgruppenformulierung. Sie ist statisch und in der Kommunikation unidirektional sowie top-down. Sozialeinrichtungen bleiben sehr auf der Mikroebene. Interaktive, partizipative oder mobilisierende Elemente werden nicht genutzt. Grund dafür ist Ressourcenmangel (Personal, Finanzen, Zeit), fehlende Medienkompetenz sowie eine nach wie vor technikkritische Haltung.

Schlagworte


Soziale Arbeit, Neue Medien, Internet, Social Media, Arbeitsweisen

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