soziales_kapital

soziales_kapital
wissenschaftliches journal österreichischer fachhochschul-studiengänge soziale arbeit
Nr. 11 (2014) / Rubrik "Editorial" / Redaktion soziales_kapital
Printversion: http://www.soziales-kapital.at/index.php/sozialeskapital/article/viewFile/330/563.pdf


Editorial Online-Journal „soziales_kapital“


11. Ausgabe Februar 2014


Die elfte Ausgabe von soziales_kapital hat ein Schwerpunktthema aufgegriffen, das rasant an Brisanz gewinnt, wenn wir uns die demografische Entwicklung in Österreich ansehen. Fünf Beiträge, die sich mit dem Thema „Alte Menschen / Generationen“ beschäftigen, tun dies aus unterschiedlichsten Perspektiven. Einerseits aus der Perspektive der Betroffenen – wie sie ein qualitätsvolles selbstbestimmtes Leben führen können, wie sie dabei unterstützt werden können dieses Leben auch als hochbetagte Menschen weiter führen zu wollen und wie sie sich rechtzeitig darauf vorbereiten das Leben aktiv zu gestalten und mit Sinn zu erfüllen. Andererseits aus der Sicht der Profession – wie sich Sozialarbeit in diesem Feld als Profession behaupten kann und welche Rolle ihr dabei zum Beispiel im Kontext von Wohnen, Pflege und Betreuung älterer Menschen zukommt / zukommen sollte. Viel zu sehr wurde das Feld bisher medizinisch ausgerichteten Berufsgruppen überlassen und vor allem die pflegenden Angehörigen mit ihren Bedürfnissen wenig wahrgenommen und unterstützt. Die veröffentlichten Beiträge können nur als Tropfen auf den heißen Stein und als Anregung einer weitergehenden Diskussion in Lehre, Forschung und Praxis gesehen werden.

In der Rubrik Sozialarbeitswissenschaft ist auf eine Zusammenfassung hinzuweisen, die zwar im Überblick nur rudimentär darstellt was an Sozialarbeitsforschung an den österreichischen Fachhochschulstandorten geleistet wird, darauf aber eine hilfreiche Argumentation bezüglich der Wichtigkeit dieser Forschung aufbaut.

Erfreulich ist die Vielzahl und Vielfalt der Beiträge in den Rubriken Junge Wissenschaft und Werkstatt.

Vor dem allgemeinen Ökonomisierungsdruck ist es gut und wichtig sich mit dem Konzept der Sozialwirtschaft auseinanderzusetzen. Der Beitrag in der Rubrik Nachbarschaft fördert das Begriffsverständnis und gibt einen Ausblick in die Zukunft.

Um sich gezielter fachlicher Lektüre widmen zu können, tragen die vorliegenden sieben Rezensionen bei.

Wir hoffen, dass aus interessierten LeserInnen in Hinkunft AutorInnen werden, die nicht nur Neues aufnehmen, sondern auch teilen.


Monika Vyslouzil (Standort St. Pölten)




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