soziales_kapital

soziales_kapital
wissenschaftliches journal österreichischer fachhochschul-studiengänge soziale arbeit
Nr. 15 (2016) / Rubrik "Werkstatt" / Standort Innsbruck
Printversion: http://www.soziales-kapital.at/index.php/sozialeskapital/article/viewFile/425/769.pdf


Birgit Käsmeier, Tanja Tappeiner & Klara Unterweger:

Vorstellung der „objektiv-hermeneutischen Analyse“ am Beispiel eines Interviews mit Jugendlichen

Zuwendung zu Religion als emotionale Bewältigungsform


1. Einleitung
In der vorliegenden Arbeit wird die Forschungsmethode der objektiven Hermeneutik dargestellt. Hierbei handelt es sich um ein sehr anspruchsvolles, zeitaufwendiges Interpretationsverfahren, welches auf eine Textanalyse aufbaut. Dieses Verfahren ist durch ein tiefgründiges Hinterfragen einzelner Textfragmente bzw. einzelner Wörter begründet und lässt auf eine Sinnstruktur des Textes schließen, welche herkömmlichen Forschungsmethoden oftmals verschlossen bleibt. Die Anwendung des genannten Interpretationsverfahrens wurde im Rahmen der Lehrveranstaltung „Spezifische Forschungsmethoden – Objektive Hermeneutik“ im Masterstudium „Soziale Arbeit, Sozialpolitik und -management“ am MCI vertieft erläutert und erprobt. Die Darstellung der Methode wird anhand eines Beispiels vorgeführt. Hierzu wurde innerhalb der Lehrveranstaltung ein YouTube-Video (vgl. Die wahre Religion 2014) von der Lehrenden vorgeschlagen und eine Fragestellung erarbeitet. Zusätzlich hat sich im Laufe des Forschungsprozesses eine weitere Hypothese herausgebildet. Die Forschungsarbeit versucht, die Motivation und die Hintergründe, aufgrund derer Jugendliche während der Jugendphase einen Zugang zu Religion finden, zu beleuchten.

Das Verfahren wurde hier an einem von den teilnehmenden Studierenden der Lehrveranstaltung transkribierten Interviewtext aus dem YouTube-Video angewandt. Dieses stammt von der Internetplattform „Die wahre Religion“. In diesem Video erklären drei männliche Jugendliche bzw. junge Erwachsene in Form von Interviews bzw. Monologen, wie sie ihren Zugang zur Religion gefunden haben. Für die Analyse wurden Textstellen des ersten Interviews des Videos herangezogen.

Der Fokus der Untersuchung wurde darauf gelegt, herauszufinden, welche Motivation Jugendliche dazu bewegen könnte, religiös zu werden bzw. sich religiösen Gemeinschaften anzuschließen. Im Laufe der Textanalyse wurden auch Elemente der hegemonialen Männlichkeit gefunden, weshalb auf den Ansatz der „hegemonialen Männlichkeit“ nach Connell (2006) und auf das „Habitus-Konzept“ von Bourdieu (2005) eingegangen wird.

Die Fokussierung der vorliegenden Forschungsarbeit auf die Bewältigungsform durch die Zuwendung zu Religion ist selektiv und exemplarisch und bildet selbstverständlich nicht das gesamte Spektrum an möglichen Bewältigungsstrategien von Jugendlichen ab.


2. Aufbau
In dieser Arbeit werden zunächst das Forschungsverfahren und die theoretischen Hintergründe beleuchtet. Daraufhin wird das Verfahren anhand des Beispiels erläutert, weshalb zunächst die Fragestellung formuliert und eine Analyse des sog. Grobmaterials vorgenommen wird. Dies stellt eine Beschreibung des Kontexts der Interviewsituation anhand des Videos dar. In einem weiteren Schritt findet die sog. „sequenzielle Feinanalyse“ statt, die zusammenfassend in Kapitel 6 dargestellt wird. Hierfür werden exemplarisch zwei Textfragmente ausgewählt, anhand derer Rückschlüsse auf die gesamte Textstruktur erfolgen, die sog. „Strukturgeneralisierungen“.

Die Beantwortung der Fragestellungen wird im Anschluss mithilfe der Strukturgeneralisierungen vorgenommen. Zudem wird in diesem Kapitel auf weitere Textfragmente verwiesen, welche die Gültigkeit der erarbeiteten Strukturgeneralisierungen untermauern und somit die Forschungsergebnisse bestätigen sollten. Da in diesem Rahmen keine allzu ausführliche Untersuchung des Materials möglich war, sollen die Forschungsergebnisse lediglich als exemplarischer Auszug betrachtet werden.

Zum Abschluss folgt ein Kapitel mit Schlussfolgerungen und Implikationen, in welchem das Verfahren kritisch beleuchtet und die möglichen Ergebnisse der Forschungsarbeit zusammengetragen werden.


3. Vorstellung der Methode und theoretischer Hintergrund
Die objektive Hermeneutik stellt ein Interpretationsverfahren für die Analyse von qualitativen Daten dar und erfordert keine spezifische Erhebungsmethode (vgl. Sackmann 2013: 72). Als Datengrundlage können also Formen von geschriebenen oder gesprochenen Texten herangezogen werden. Im vorliegenden Beispiel wird ein Textauszug aus den Transkriptionen der Video-Interviews herangezogen.

Das Verfahren der objektiven Hermeneutik geht davon aus, dass soziales Handeln „regelgeleitet“ ist, also von Regeln bestimmt bzw. beschränkt wird. Diese Regeln begrenzen das Spektrum der uns zur Verfügung stehenden Handlungsmöglichkeiten bzw. Verhaltensweisen. Bedeutsam ist in der Folge, wofür sich das Individuum entscheidet und warum es sich für oder gegen eine bestimmte Verhaltensweise aus den möglichen Optionen entscheidet. Durch diese Auswahl kommt der Handlung Bedeutung zu, sie erfolgt nicht zufällig, sondern nach einem Muster, welches einer bestimmten Interaktion zugrunde liegt, der sog. „Fallstruktur“ (vgl. Oevermann 1991: 271).

Da die o. g. Regeln sich auch im sprachlichen Gebrauch, d. h. auch im Datenmaterial bzw. in den Texten widerspiegeln, ist es möglich, die Bedeutung einer Handlung anhand einer Interpretation der im Text vorhandenen Regeln zu entschlüsseln (vgl. Wernet 2009: 13f).

Die „Fallstruktur“ ist erst dann zu beachten, wenn sie wiederholt in einem Text auftritt und sich daraus eine „latente Sinnstruktur“ ergibt. Erst durch das Aufdecken einer solchen „latenten Sinnstruktur“ wird eine „Fallstruktur“ aussagekräftig und kann generalisiert werden (Fallstrukturgeneralisierung). Dies erfolgt durch die „sequenzielle Feinanalyse“. Hier werden alle Textfragmente auf die gefundenen Fallstrukturen überprüft. Falls sich solche innerhalb des Textes wiederholen, werden sie bestätigt und verfestigt und bilden eine „latente Sinnstruktur“. Das bedeutet, dass durch die Fallstrukturgeneralisierung eine Verallgemeinerung durchgeführt wird. Textfragmente oder auch Textsequenzen sind kleinere Ausschnitte aus Sätzen des Transkriptes bzw. des Textes, welche durch die „sequenzielle Feinanalyse“ Wort für Wort analysiert werden. Wiederholen sich „Fallstrukturen“ nicht in weiteren Textstellen, so werden diese widerlegt (vgl. ebd.: 270). Die „latente Sinnstruktur“ stellt also eine „Bedeutungsstruktur“ dar, welche sich im Text anhand der geltenden Regeln rekonstruieren lässt (vgl. ebd.: 18).

Während der Analyse des Textes werden zudem die Prinzipien der objektiven Hermeneutik berücksichtigt. Darunter fällt zum Beispiel das Prinzip der Kontextfreiheit, wonach zunächst eine kontextunabhängige „Bedeutungsauslegung“ des Textfragments bzw. des Wortes durchgeführt werden soll und anschließend die generierten „Fallstrukturen“ im Kontext überprüft werden. Das heißt, ein Wort oder ein Textfragment werden, unabhängig von vorherigen Textfragmenten oder Wörtern des Gesamttextes, interpretiert. Daraufhin werden die gewonnenen „Fallstrukturen“ (i. S. v. Hypothesen) in weiteren Textstellen überprüft.

Zudem wird das Prinzip der „Wörtlichkeit“ angewandt, weshalb sich die Interpretation lediglich auf sinngemäße Bedeutungsmuster bezieht (vgl. ebd.: 21ff). Das heißt, ein Ausschweifen der Interpretation wird vermieden, da abwegige Interpretationen nicht miteinbezogen werden.

Auch dem Prinzip der „Sequenzialität“ wird Beachtung geschenkt (vgl. ebd.: 28), wobei die „sequenzielle Feinanalyse“ nicht nach „brauchbaren“ Stellen sucht, sondern nach Möglichkeit Textsequenzen zufällig ausgewählt werden sollten. Jede Sequenz (bzw. jedes Textfragment) wird für sich betrachtet, also unabhängig von den anderen (vgl. ebd.: 31).

Ebenso wird das Prinzip der „Extensivität“ angewandt, was bedeutet, dass nicht der gesamte Text detailliert analysiert werden muss, sondern sich die „Fallstrukturen“ aus kurzen Textfragmenten bilden können.

In der folgenden beispielhaften Forschungsarbeit werden vom gesamten Text lediglich zwei kurze Textstellen untersucht. Diese werden dann detailliert und ausführlich auf „Fallstrukturen“ überprüft, wobei möglichst viele Lesearten miteinbezogen werden (vgl. ebd.: 32f). Zudem wird das Prinzip der „Sparsamkeit“ berücksichtigt, welches als ein begrenzendes Mittel für das Prinzip der „Extensivität“ gesehen werden kann, da eine ziellose Bedeutungssuche vermieden wird und die Analyse sich auf sinnhafte „Bedeutungsformen“ beschränken soll. Es erfolgt also keine sinnlose Interpretation, sondern es werden nur sinnhafte interpretative Bedeutungen miteinbezogen (vgl. ebd.: 35).

Für die Forschungsarbeit wird eine funktionalistische Definition von Religion bevorzugt. Dazu dient die Definition von Emile Durkheim. Religion wird hier als soziales Konstrukt gesehen, welches soziale Identifikation und Solidarität für die Mitglieder einer Gesellschaft bietet. Somit stellt Religion für dessen AnhängerInnen eine Religionsgemeinschaft dar, die einen Sinn fürs Leben und Autoritätspersonen liefert und soziale und moralische Normen innerhalb der Gesellschaft verhärtet. Religiöse Darstellungen sind kollektive Darstellungen, welche kollektive Realitäten wiedergeben. (vgl. Thompson 1982: 125)


4. Fragestellungen
In dieser Arbeit sollen mittels der objektiven Hermeneutik zwei grundlegende Fragestellungen untersucht werden. Zum einen, was Jugendliche in der heutigen Zeit motivieren könnte, religiös zu werden und zum anderen, ob Elemente der „hegemonialen Männlichkeit“ bzw. des „männlichen Habitus“ innerhalb der Sinnstrukturen des Textes bzw. der Textfragmente gefunden werden können. Die zweite Fragestellung hat sich erst im Laufe des Forschungsverfahrens ergeben, als die Forschenden während der Textanalyse auf Elemente gestoßen sind, die auf eine Objektivierung der Frau hinwiesen. Hierbei wurde es als interessant empfunden, diese „Fallstruktur“ im weiteren Text zu überprüfen und daraufhin eine Fallstrukturgeneralisierung durchzuführen.

Um die zweite Fragestellung zu verdeutlichen, wird Connells (2006: 98) Konzept der „hegemonialen Männlichkeit“ bzw. das Konzept der „männlichen Herrschaft“ von Bourdieu (2005: 8) herangezogen. Diese beiden Konzepte gehen von einer patriarchalen Gesellschaftsstruktur aus und beleuchten mit kritischem Blick die Legitimationsfrage und Ursachen der Dominanz von Männern und der Unterordnung von Frauen. Beide Konzepte gehen von einem sozial konstruierten männlichen Idealbild aus (vgl. Connell 2006: 98, Bourdieu 2005: 64). Wichtig ist hier anzumerken, dass Connell nicht lediglich von einer Differenzierungslinie der „hegemonialen Männlichkeit“ zwischen Mann und Frau spricht, sondern auch von verschiedenen „nicht-hegemonialen Männlichkeiten“, welche sich vom hegemonialen Idealbild des Mannes unterscheiden (vgl. Connell 2006: 98). In folgender Arbeit wird jedoch Bezug auf die Differenzierungslinie zwischen Männlichem und Weiblichem genommen. Das Konzept des „sozialen Habitus“ von Bourdieu ist hier von großer Relevanz. Hierbei spielen soziale Werte (Männlichkeit) eine entscheidende Rolle, welche auf unbewusster Ebene in individuellen Handlungen, Gesten und der Mimik „eingeschrieben“ sind (vgl. Bourdieu 1976: 200).

Die konkreten Fragestellungen lauten daher:

  • Was könnte Jugendliche motivieren, religiös zu werden?
  • Inwiefern könnte das Konzept der „hegemonialen Männlichkeit“ bzw. der „männlichen Herrschaft“ eine Rolle für die (bzw. im Zusammenhang mit der) Motivation spielen, religiös zu werden?


5. Analyse des Grobmaterials
Das „Grobmaterial“ stellt das verwendete Material dar, auf welches sich das Interpretationsverfahren stützt. Bei dem herangezogenen Material handelt es sich um o. g. Video, in welchem drei männliche Jugendliche bzw. junge Erwachsene über ihre Glaubensfindung bzw. ihrem Zugang zu Religion erzählen. Das Video ist in drei verschiedene Interviews gegliedert, wobei der Interviewende immer dieselbe Person zu sein scheint. Die Jugendlichen werden von einer dem/der ZuschauerIn unbekannten Person interviewt und zugleich gefilmt. Das Video wurde auf der Internetplattform „Die wahre Religion“ mit dem Titel „Allah hat mich Rechtgeleitet durch ein Video von Die wahre Religion“ aus dem Jahre 2014 veröffentlicht (vgl. Die wahre Religion 2014). „Die wahre Religion“ ist eine von Abou-Nagie betriebene Internetplattform, welche im Jahre 2010 vom deutschen Verfassungsschutz dem politischen Salafismus1 zugeordnet wurde (vgl. Klaiber 2012). Sowohl die „sequenzielle Feinanalyse“, als auch die Beschreibung der Interviewsituation und des Kontextes beziehen sich auf das erste der drei Interviews dieses Videos. Um ersteres nach dem Verfahren der objektiven Hermeneutik analysieren zu können, wurde es transkribiert.

Das Interview findet in einem öffentlichen Café oder Fastfood-Restaurant statt, welches sich dem Anschein nach in einem Einkaufszentrum befindet. Der interviewte Jugendliche könnte zwischen 17 und 20 Jahre alt sein und erweckt auf den ersten Blick ein „westlich geprägtes“ Erscheinungsbild. Er trägt eine rot-blaue Collegejacke mit der Aufschrift „United States“ und darunter einen Kapuzenpullover. Die Kapuze hat er über den Kopf gestülpt, sodass seine braunen Haare darunter sichtbar sind. Im Hintergrund sind Zivilpersonen zu sehen und zu hören, weshalb manche Textpassagen eher schlecht verständlich sind. Der Interviewte wirkt am Anfang etwas aufgeregt, wird dann aber während des Gespräches ruhiger. Sein Sprachgebrauch könnte darauf hinweisen, dass Deutsch nicht seine Muttersprache ist. Folgende Aussagen untermauern dabei diese Annahme: „Er hat frausüchtig.“, „Hab ich Allah gesagt.“ Da der Interviewer selbst das Interview filmt und das Video von durchschnittlicher Qualität ist, kann man darauf schließen, dass es sich um ein Laieninterview handelt.


6. Sequenzielle Feinanalyse
Es wurden zwei kurze Textfragmente exemplarisch durch Zufall aus dem Interviewtranskript ausgewählt, um die „sequenzielle Feinanalyse“ durchzuführen. Hierbei wurde jedes Wort für sich, unabhängig von den folgenden Wörtern, analysiert. Das erste Textfragment wurde im engeren Sinne kontextfrei behandelt, da zudem auch die zuvor genannten, bzw. bekannten Wörter des Textfragmentes in der Interpretation nicht berücksichtigt wurden. Diese absolute Kontextfreiheit wurde beim zweiten Textfragment nicht mehr vollständig angewandt. Hier wurden die „Bedeutungsmuster“ der vorangegangenen Wörter des Textfragments berücksichtigt, um sinnlose Bedeutungen und großen Zeitverlust zu vermeiden. Die Autorinnen des vorliegenden Artikels waren bestrebt, alle Prinzipien der objektiven Hermeneutik bei der Anwendung zu berücksichtigen. Im folgenden Unterkapitel werden die aus der sequenziellen Feinanalyse gewonnenen Hypothesen wiedergegeben.


6.1 Fallstrukturen aus dem ersten Textfragment
Die erste ausgewählte Sequenz, lautet:

„Aber dann, wo er angefangen hat im Koran (…).“ (Die wahre Religion 2014: min. 0:48).

Um die Methode der Bedeutungsexplikation der sequenziellen Feinanalyse besser verstehen zu können, wird zunächst die gesamten Bedeutungsexplikationen eines Wortes dargestellt. Danach werden lediglich die Fallstrukturen aus den verschiedenen Textfragmenten dargelegt. Zur Verdeutlichung wird das Wort „Aber“ herangezogen. Das Wort „Aber“ könnte verschiedene Bedeutungen haben: So kann es zum Beispiel einen Widerspruch („aber das habe ich nicht so gemeint“) zu dem was davor gesagt wurde einleiten, einen Meinungswechsel oder eine Umkehr. Das Wort „Aber“ deutet darauf hin, dass der/die Redende sich gerade im Redefluss befindet. Zudem könnte es auch eine Rechtfertigung einleiten („aber das ist so“) oder ein „Herausplatzen“. Auch eine Selbstkorrektur oder Entkräftung könnten auf das Wort „Aber“ folgen sowie zugleich auch ein Zuspruch oder eine Versicherung („aber sicher“). Eine solche Bedeutungsexplikation wurde mit jedem Wort der jeweiligen Textfragmente durchgeführt und führte zu folgenden Fallstrukturen.

Die erste Teilsequenz – „Aber dann, wo“ – könnte, aufgrund der grammatikalischen Unkorrektheit auf einen deutschsprachigen Dialekt oder einen Jugenddialekt hinweisen. Das Wort „Aber“ könnte auf einen Meinungswechsel oder eine Änderung des Diskurses hinweisen.

Die Bedeutungsexplikation der zweiten Teilsequenz – „wo er angefangen hat“ – könnte darauf hinweisen, dass die interviewte Person ein männliches Vorbild hat, da dieser “Er“ nicht namentlich genannt wird. Ebenso wäre es möglich, dass die Aussage auf eine Unsicherheit oder Orientierungslosigkeit hinweist, da die interviewte Person in ihrem Ausdruck zögernd wirkt. Die interviewte Person könnte sich einen Neuanfang wünschen, wie ihr „mögliches“ Idol.

Eine weitere Teilsequenz – „im Koran“ – lässt vermuten, dass die interviewte Person vom Neuanfang oder der Veränderung durch einen religiösen Zugang über den Koran Sicherheit erwartet. Daraus könnte geschlossen werden, dass die interviewte Person auf spiritueller Ebene nach Lösungswegen sucht, um sich aus der Unsicherheit zu befreien.


6.2 Fallstrukturen aus dem zweiten Textfragment
Bei dem zweiten Textfragment handelt es sich um folgenden Satz:

„Ich wa… war einfach… wa… wurde schon verrückt, weil ich so traurig war, weil ich sie nicht bekommen hab.“ (Die wahre Religion 2014: min. 1:28).

Aus der ersten Teilsequenz des zweiten Textfragments – „Ich wa… war einfach… wa…“ – geht erneut eine verstärkte Unsicherheit, aufgrund des stotternden Beginns des Satzes, hervor. Dies könnte damit zusammenhängen, dass eine Erzählung über sich selbst begonnen wird und nicht mehr vom möglichen Idol die Rede ist, welches Sicherheit zu geben scheint.

Die zweite Teilsequenz – „wurde schon verrückt“ – lässt vermuten, dass die/der ErzählerIn leidet, wie z. B. an Liebeskummer. Man könnte annehmen, dass es sich hierbei wahrscheinlich um eine jugendliche oder eine unsichere erwachsene Person handelt, da sie sehr starke Emotionen ausdrückt. Das Wort „verrückt“ könnte auch auf einen subjektiv gefühlten, krankheitsähnlichen Zustand der betroffenen Person hinweisen.

In der weiteren Teilsequenz – „weil ich so traurig war“ – wird die Emotionalität nochmals verstärkt dargestellt. Eine mögliche Fallstruktur wäre also, dass die interviewte Person sich von der Trauer und dem unangenehmen krankheitsähnlichen Gefühl lösen bzw. befreien will.

Diese Befreiung könnte möglicherweise durch den angesprochenen „Er“ aus dem Textfragment eins erfolgt sein. Die interviewte Person könnte also aufgrund einer emotionalen Krise Zugang zu Religion gefunden haben und da es jemanden in ihrem Umfeld gab, welcher als Orientierung diente. Das wiederum würde bedeuten, dass die Motivation religiös zu werden, stark davon abhängt, dass es Personen gibt, die als Bindeglied und Orientierung zwischen der Religion bzw. der Religionsgemeinschaft und den Jugendlichen dienen. Das Befinden der betroffenen Person könnte aufgrund der Vergangenheitsform („traurig war“) schon überwunden sein. Diese Überwindung konnte möglicherweise durch Religion und der darin gefundenen Gemeinschaft ermöglicht worden sein.

Die abschließende Teilsequenz – „weil ich sie nicht bekommen hab“ – weist auf eine Zurückweisung oder einen Misserfolg hin. Eine Fallstruktur könnte sein, dass es sich bei der interviewten Person um einen männlichen Jugendlichen handelt, der von seiner großen Liebe spricht. Jedoch handelt es sich bei dem Wort „bekommen“ eher um eine abwertende Form für eine Person, da der Begriff üblicherweise eher in Bezug auf einen Gegenstand oder eine Sache verwendet wird. Der Gebrauch dieses Wortes könnte auf eine mögliche Höherstellung des Männlichen im Hinblick auf das Weibliche hinweisen.

Hier kann das Konzept des Habitus von Bourdieu (1976) eine mögliche Erklärung liefern: Der soziale Wert der Männlichkeit ist unbewusst in den Regeln des Sprachgebrauchs verankert. Dies lässt sich daraus erkennen, dass das Weibliche im Sprachgebrauch objektiviert wird, sich also auf einer Ebene mit Objekten oder Dingen befindet. (Es könnte sich aber auch ebenso um eine Arbeitsstelle handeln, die die Person nicht bekommen hat, oder um eine andere Form von Absage; hier wurden allerdings nur die auf das gesamte Interview hin betrachteten und bestätigten Fallstrukturen herangezogen).


6.3 Fallstrukturgeneralisierungen
Nun wird die Überprüfung der zuvor aufgestellten Fallstrukturen in Bezug auf das gesamte Interview vorgenommen, um diese zu verifizieren bzw. zu falsifizieren. Das heißt, die Fallstrukturen bzw. „Sinnstrukturen“, welche sich aus dem ersten Interview ergeben haben, werden u. a. auch anhand der Aussagen der anderen Interviewpartner bzw. anhand der weiteren Abschnitte des Interviewtranskriptes überprüft.

Aus verschiedenen Textstellen des analysierten Videos könnte davon ausgegangen werden, dass es sich bei allen Interviewten um Jugendliche bzw. junge Erwachsene aus dem arabischen Sprachraum handelt, da im aufgezeichneten Gespräch arabische Begrüßungen und Ausdrücke verwendet werden. Ebenso wird an mehreren Stellen des Interviews die Unsicherheit im deutschen Sprachgebrauch bestätigt.

Des Weiteren wird die Fallstruktur eines männlichen Vorbilds durch die Erzählung des ersten Interviewten über einen Freund bestätigt. Vorbilder geben in erster Linie Orientierung und Sicherheit. Dieser half ihm auch, seinen Liebeskummer emotional zu bewältigen und wieder Sinn im Leben zu sehen. Ebenso verhärtet sich dadurch die Fallstruktur, dass es sich um eine Zurückweisung durch eine weibliche Person handelt. Im Allgemeinen verwendet der erste Interviewte eine abwertende Form in der Beschreibung/Erzählung von Frauen, wie z. B. die Verwendung des Wortes „frausüchtig“. Im Video werden Frauen von zwei der drei Interviewten als eine Art „Krankheit“ in Form von Sucht beschrieben. In allen drei Interviews ist eine Abwertung und Objektivierung der Frau erkenntlich. Dies kann mittels der zentralen Aussagen des „hegemonialen Männlichkeitsbildes“ und des Konzeptes des „männlichen Habitus“ bekräftigt und erklärt werden.

Die Wichtigkeit der Religion für die Identität der Jugendlichen kann in weiteren Textsegmenten erläutert werden:

„Wenn ich einen Tag nicht bete ist es, als ob ich einen Tag nicht existieren würde! So ist es für mich!“ (Die wahre Religion 2014: min.: 2:21)

„Er [Allah; Anm. d. A.] hat mir den Liebeskummer weggenommen (…) Ich bin jetzt glücklich wie noch nie zuvor!“ (ebd.: min 2:31)

„Er ist immer die Nummer eins für mich und wird es immer bleiben!“ (ebd.: min.: 2:51)

Auch der zweite Interviewte erzählt, wie er durch den Islam „geheilt“ wurde und wie wichtig für ihn der Islam und die Liebe zu Allah ist:

„Wir waren damals sehr kranke Menschen [vor der Bekennung zum Islam; Anm. d. A.]“ (ebd.: min. 4:18)

„alles was ich mir immer gewünscht habe, die Rechtleitung (…) alles was auf mein Herz lag, stand in der Sure drin“ (ebd.: min.: 7:20)

„Ich hab angefangen, wie ein kleiner Junge zu weinen.“ (ebd.: min. 7:40)

Im zweiten Interview kommen ebenso die „Frau als Sucht“ und andere Elemente von Krankheit vor:

„Ich sag, Allah nimm mir diese Krankheiten, diese Frauensucht und etc. Allah hat sie mir genommen und mir eine sehr, sehr gute Frau gegeben.“ (ebd.: min. 8:22)

„Sie (andere Personen die rechtgeleitet wurden) waren auch, genauso wie wir, kaputt im Kopf.“ (ebd.: min. 9:40)

Der dritte Interviewte berichtet von seinem vergangenen Leben und ordnet dabei Frauen auf eine Ebene mit Geld und anderen „Sachen“ ein, was auf eine Reduktion der Frau hindeutet:

„Es ging halt um Geld, Frauen und andere Sachen noch.“ (ebd.: min. 10:35)

Auch die Suche nach Orientierung und dem Sinn im Leben kommt im dritten Interview zum Vorschein:

„Und dann hab ich irgendwie gemerkt, dass irgendetwas fehlte, das hat gar keinen Sinn so irgendwie.“ (ebd.: min. 10:49)

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die genannten männlichen Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen zunächst keine Orientierung und Sicherheit in der Bewältigung jugendtypischer Probleme hatten und dadurch Zugang zur Religion gefunden haben, um in der Religionsgemeinschaft Orientierung und Sicherheit zu finden. Dieser Zugang zur Religionsgemeinschaft kann durch Vorbilder erleichtert werden.


7. Beantwortung der Fragestellungen mit Hilfe der Fallstrukturgeneralisierung
Die erste Fragestellung zielte auf das Ergründen der Motivation der Jugendlichen, in der Gegenwart religiös zu werden. Aus der „sequenziellen Feinanalyse“ hat sich ergeben, dass männliche Jugendliche beim Auftreten jugendtypischer Probleme, wie z. B. Liebeskummer, den Halt und die Orientierung verlieren können. Ein möglicher Weg, um diese Sicherheit (wieder) zu finden, liegt gerade in der Suche nach Orientierung und Halt. Die Entscheidung, religiös zu werden, kann auch mit dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit zu einer Gruppe und sozialer Anerkennung in Verbindung gebracht werden. Das bedeutet, dass möglicherweise nicht die Religion selbst im Vordergrund steht, sondern eher das Gemeinschaftsgefühl, die Zugehörigkeit und die daraus resultierende Orientierung und (Selbst-)Sicherheit.

Der Zugang zur Religiosität wird durch das Vorherrschen und Finden von Vorbildern erleichtert. Das Bestehen einer problematischen Ausgangslage oder persönlichen Krise und die daraus folgende Orientierungs- und Hilflosigkeit haben sich in der vorliegenden Forschungsarbeit als Voraussetzung dafür herausgestellt, dass Jugendliche durch die Orientierung an anderen Vorbildern Zugang zu Religion finden.

Die zweite Fragestellung befasst sich mit der Suche und Verortung von Elementen der „hegemonialen Männlichkeit“ und des „Habitus“ im Text. Auch diese wurden im Text wiedergefunden und könnten darauf schließen lassen, dass männliche Jugendliche, die sich in einer problematischen Lage befunden haben, durch Vorbilder und der Zugehörigkeit an einer Gemeinschaft ein hegemoniales männliches Idealbild entwickeln können, welches das Dominanzverhältnis von Männern gegenüber Frauen als gerechtfertigt erscheinen lässt.


8. Schlussfolgerungen und Implikationen
Auch wenn das Interpretationsverfahren der objektiven Hermeneutik sich als sehr zeitaufwendig erweist, konnten durch die hohe Investition von Zeit in die verschiedenen Interpretationen der Textfragmente und Wörter interessante Ergebnisse und überraschende Zusammenhänge gewonnen werden. Fraglich erscheint jedoch, inwiefern die angewandte Methode ausreicht, um aussagekräftige und allgemeingültige Forschungsergebnisse zu erzielen. Zweifelsohne reicht es nicht, lediglich zwei Stellen eines Textes auszuwählen und aufgrund der dazu entworfenen Hypothesen Fallstrukturen für den gesamten Text zu generieren. Es stellt sich auch die Frage, wie groß die analysierte Datenmenge sein sollte, um signifikante Ergebnisse daraus erwarten zu können. Nur wenn sich eine Fallstruktur wiederholt in einzelnen Textpassagen wiederfindet, kann sie Gültigkeit erreichen. Was allerdings interessant erscheint, ist, dass durch dieses Verfahren ein anderer Blickwinkel auf Sprache, Texte und deren Regeln ermöglicht und dadurch ein differenzierter Blick auf Gesagtes gewonnen wird. Verdeckte „Sinnstrukturen“, die der/m LeserIn von Texten ansonsten verschlossen bleiben, können aufgedeckt und der Blick für weitere Zusammenhänge geweitet werden. Es erscheint jedoch empfehlenswert, die Ergebnisse, welche durch die Methode gewonnen wurden, anschließend mit weiteren Verfahren zu überprüfen.

Die Ergebnisse, die sich aus dem angewandten Forschungsverfahren inhaltlich herauskristallisiert haben, können wie folgt zusammengefasst werden:

Das Finden von Vorbildern im Rahmen von Religionsgemeinschaften oder für den Zugang zu jenen kann zur emotionalen Bewältigung von jugendtypischen Krisen beitragen; Ebenso die Erfahrung von Zugehörigkeit und die mit der Religion in Verbindung stehenden Verhaltens- und Denkweisen. Damit zusammenhängend werden mitunter Abwertung und Objektivierung des anderen Geschlechts als Stärkung erlebt und die Ausprägung eines übersteigerten Ideal- und Selbstbildes von Männlichkeit gefördert.

Interessant ist hierbei das Zusammenspiel von jugendtypischen Problemen und der sich daraus ergebenden erhöhten Vulnerabilität. Aus dieser Unsicherheit heraus folgt ein Suchen nach Sinn und Halt, welche in Form einer Gemeinschaft mit Hilfe eines Vorbildes oder Ideals gefunden werden können. Dieses Vorbild stellt hier ein Bindeglied zwischen Jugendlichen mit deren typischen Problemen und der Religionsgemeinschaft dar, wobei evtl. auch das entsprechende Männlichkeitsbild vermittelt wird.

Die negativ behaftete Reduktion bzw. Objektivierung der Frau auf die Objektebene in Form einer Krankheit bzw. Sucht, durch Mechanismen des „hegemonialen Männlichkeitsbildes“ und des „männlichen Habitus“ hilft den unsicheren und orientierungslosen Jugendlichen, ihre Identität zu stärken. Männliche Jugendliche können dieses, für sie positive Männlichkeitsbild, als Schutzmechanismus ihrer Identität, vor der vom Interviewten sogenannten „Frau als Krankheit“, verwenden. Diese soziale Wertvorstellung kann sich unbewusst auch als „Habitus“ im Sprachgebrauch bemerkbar machen.

Den männlichen Jugendlichen wird durch dieses Bild ermöglicht, ihr Selbstbild zu verbessern, die eigene Identität zu schützen und Negatives auf Andere (in diesem Fall Frauen) abzuwälzen. Die Anwerbung von Mitgliedern in eine Religionsgemeinschaft kann über Propagandavideos erfolgen. Diese sind laut den Ergebnissen dieser Forschungsarbeit besonders wirksam, wenn sie mit Vorbildern arbeiten.

Abschließend ist nochmals hervorzuheben, dass diese Forschungsarbeit exemplarisch zum besseren Verständnis der Methode dient. Den Schreibenden ist wichtig, darauf aufmerksam zu machen, dass es weitere mögliche Bewältigungsstrategien gibt, die Jugendlichen zur Verfügung stehen, um verschiedene Lebenskrisen zu überwinden. Zudem bedürfen die Ergebnisse weiterer Überprüfungen und Anpassungen, um den Anspruch allgemeiner Gültigkeit nachzukommen.


Anmerkungen
In dieser Arbeit wurde – trotz der Zuordnung der Internetplattform „Die wahre Religion“ zum politischen Salafismus – die Motivation zur Religiosität erforscht und nicht der Zugang zum Extremismus bzw. Radikalisierung. Allerdings wäre es sicherlich interessant, mit dem beschrieben Verfahren Motive und Hintergründe für eine Radikalisierung bei Jugendlichen zu erforschen.

Zudem erscheint es nötig, anzumerken, dass dieser Text vor den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht 2015/16 in Köln verfasst wurde und daher keinerlei Querbezüge hergestellt wurden.


Verweise
1 Der Salafismus ist eine „ultrakonservative Strömung des Islam, die eine Rückkehr zu den Wurzeln des Islam anstrebt.“ (Duden 2013).


Literatur

Bourdieu, Pierre (2005): Die männliche Herrschaft. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag.

Bourdieu, Pierre (1976): Entwurf einer Theorie der Praxis auf der ethnologischen Grundlage der kabylischen Gesellschaft. Frankfurt a. M.: Suhrkamp Verlag.

Connell, Robert W. (2006): Der gemachte Mann. Konstruktion und Krise von Männlichkeiten, 3. Auflage, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Die wahre Religion (2014): Allah hat mich Rechtgeleitet durch ein Video von Die Wahre Religion. https://www.youtube.com/watch?v=SVkC0ajwYYE (19.04.2015).

Duden (2013): Stichwort Salafismus, der. http://www.duden.de/rechtschreibung/Salafismus (25.06.2015).

Klaiber, Susanne (2012): Verfassungsschutz: Warnung vor Missionierungsaktion. 25 Millionen Koran-Exemplare sollen gratis verteilt werden. http://www.focus.de/politik/deutschland/verfassungsschutz-warnung-vor-missionierungsaktion-25-millionen-koran-exemplare-gratis-verteilt_aid_735784.html (25.06.2015).

Oevermann, Ulrich (1991): Genetischer Strukturalismus und das sozialwissenschaftliche Problem der Erklärung der Entstehung des Neuen. In: Müller-Doohm, Stefan (Hg.): Jenseits der Utopie: Theoriekritik der Gegenwart. Wiesbaden: Springer VS Verlag, S. 267-336.

Sackmann, Reinhold (2013): Lebenslaufanalyse und Biographieforschung. Eine Einführung. 2. Auflage, Wiesbaden: Springer VS Verlag.

Thompson, Kenneth (1982): Emile Durkheim. Sussex: Ellis Horwood.

Wernet, Andreas (2009): Einführung in die Interpretationstechnik der Objektiven Hermeneutik. 3. Auflage, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.


Über die Autorinnen

Birgit Käsmeier, BA
birgit.kaesmeier@web.de

studierte von 2010 bis 2014 Soziale Arbeit an der OTH Regensburg und verließ die Hochschule mit dem Bachelor of Arts. Derzeit absolviert sie den Master Soziale Arbeit, Sozialpolitik und -management am Management Center Innsbruck.

Tanja Tappeiner, BA
tanjatappeiner@hotmail.de

studierte von 2011 bis 2014 Soziale Arbeit an der Universität Trient und verließ die Universität mit dem Bachelor of Arts. Derzeit absolviert sie den Master in Soziale Arbeit, Sozialpolitik und -management am Management Center Innsbruck.

Klara Unterweger, BA
k.unterweger@hotmail.com

studierte von 2009 bis 2014 Politikwissenschaft an der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck und schloss das Studium mit dem Bachelor of Arts ab. Derzeit absolviert sie den Master Soziale Arbeit, Sozialpolitik und -management am Management Center Innsbruck.






System hosted at Graz University of Technology