Sozialpädagogische Bildungsforschung im Zwischenraum von Schule und Sozialer Arbeit

Sandro Bliemetsrieder (Standort Feldkirchen)

Abstract


Der Beitrag geht der Frage nach, wie sich eine Sozialpädagogische Bildungsforschung ihres vorausgehenden Bildungsbegriffes annähern und dabei ermöglichende und/oder verunmöglichende institutionelle und gesellschaftliche Verhältnisse zentral in den Blick nehmen kann. Diese bildungstheoretische Grundlegung einer Sozialpädagogischen Bildungsforschung wird an einem konkreten Forschungsprojekt an einer Mittelschule in Kärnten diskutiert. In diesem Projekt wurde in einer 4. Klasse versucht, mit Einbezug von mehreren Partnerorganisationen, vor allem aus der Kinder- und Jugendarbeit und -hilfe, Schüler_innen in ihren jeweiligen zum Teil erschwerenden Verhältnissen, in denen sie ihr Leben bewältigen, in Workshops zu beteiligen. Die Praxisforschung erfolgte im Rahmen einer teils partizipativen mehrphasigen Datenerhebung, in welcher sowohl die inner- und außerschulischen Expert_innen als auch die Schüler_innen eingeladen waren, mittels unterschiedlicher Ausdrucksgestalten ihre Sichtweise, ihre Kritik, aber auch ihre Wünsche für eine weitere Projektentwicklung darzulegen. Bei der Auswertung mittels einer sequenzanalytischen Rekonstruktion zeigten sich verschiedenste Verständnisse von Bildung und institutionelle Rahmungen, die sich in der Vernetzung von Schule und außerschulischen Bildungspartner_innen begegnen, widersprechen und durchkreuzen können.

Schlagworte


Sozialpädagogische Bildungsforschung; Soziale Bildung; Vernetzung von Schule und Sozialer Arbeit

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