soziales_kapital

soziales_kapital
wissenschaftliches journal österreichischer fachhochschul-studiengänge soziale arbeit
Nr. 15 (2016) / Rubrik "Termine & Ankündigungen" / Standort Innsbruck
Printversion: http://www.soziales-kapital.at/index.php/sozialeskapital/article/viewFile/457/822.pdf


Wenn Müll sich nützlich macht…

Gäste aus Uganda erzählen, wie sie Abfall kreativ wiederverwerten und so die Lebensbedingungen in ihrer Heimat verbessern.


Datum: 04.04.2016
Uhrzeit: 17 Uhr
Ort: Management Center Innsbruck, Universitätsstraße 15, 6020 Innsbruck

Das Abfallsystem in Österreich ist gut organisiert. Wir können uns darauf verlassen, dass die Müllabfuhr regelmäßig den Müll wegschafft. Und davon produzieren wir täglich genug: Unzählige Plastikverpackungen, Flaschen, Dosen, Papier – und auch jede Menge Nahrungsmittel, die abgelaufen sind, übrig bleiben oder uns einfach nicht schmecken. Einiges davon wird wiederverwertet, anderes landet auf Müllhalden irgendwo auf der Welt.

Immer mehr Menschen entdecken aber wieder neu, was früher selbstverständlich war: Vieles muss nicht in der Mülltonne landen, wenn man nur ein bisschen kreativ ist: Alte Geräte werden gemeinsam repariert, Kleidung wird umgenäht, Obst und Gemüse, das nicht den Schönheitskriterien der Supermärkte entspricht, wird verkocht und schmeckt noch hervorragend.

Auch in Uganda beschäftigt der zunehmende Müll die Menschen. In den ländlichen Regionen wartet man oft vergeblich darauf, dass der Abfall abgeholt wird. In den schnell wachsenden Städten ist Müll allgegenwärtig und bedeutet auch eine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung. Aber auch hier finden Menschen darauf kreative Antworten. Der Müll in den Städten, der Mist auf dem Land ist nützlich, wenn er sinnvoll verwertet wird. So schaffen Plastikberge und Komposthaufen neue Einkommensquellen und verbessern die Ernährungssituation der Menschen.

Unsere Gäste aus Uganda, Josephine Lubyayi und Andrew Ogwal erzählen, wie sie kreative Antworten auf die wachsenden Müllberge und die Umweltzerstörung gefunden haben: Von der Mini-Biogasanlage über Maisbriketts bis zu „neuen“ Kochtöpfen aus Metallresten. Wir laden Sie zu einer spannenden Begegnung ein, um sich mit unseren Gästen auszutauschen, Gemeinsames zu entdecken und sich von ihrem Tatendrang und ihren Ideen inspirieren zu lassen.





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