Rechte statt Almosen. Armut ist und bleibt eine Menschenrechtsverletzung

Nina Eckstein (Standort Wien)

Abstract


Armut ist keine ausschließlich individuelle Problematik, sondern ein strukturelles und rechtliches Problem, denn in der Regel werden im Zusammenhang mit Armut soziale Menschen- und Grundrechte, zu deren Gewährleistung sich Österreich völkerrechtlich verpflichtet hat, nicht eingelöst. Für eine Soziale Arbeit, die sich den Menschenrechten und der Förderung von Gleichheit und sozialer Gerechtigkeit verschrieben hat, bedeutet dies einerseits, sich Wissen über und Bewusstsein für soziale Rechte anzueignen, und sich andererseits mit ihrem professionellen Mandat wieder stärker auseinanderzusetzen und die gesellschaftspolitische Dimension ihrer Arbeit herauszustreichen. Nur so können Armut und prekäre Existenzen nicht nur auf einer hauptsächlich individuellen Ebene bearbeitet werden.

Schlagworte: WSK-Rechte, Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession, völkerrechtliche Verpflichtung, sozialarbeiterisches Mandat, Armut

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Poverty is not an exclusively individual problem, but a structural and legal problem. In the context of poverty, Austria has undertaken to guarantee social human rights and fundamental rights under international law, which are not fulfilled adequately. For a social work that is committed to human rights and the promotion of equality and social justice, this means on the one hand to acquire knowledge and awareness of social rights and on the other hand to deal with their professional mandate and emphasize the socio-political dimension of their work, so poverty and precarious livelihoods are not dealt with on a mostly individual level.

Keywords: ESC rights, social work as a human rights profession, obligations under international law, social work mandate, poverty

Schlagworte


WSK-Rechte, Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession, völkerrechtliche Verpflichtung, sozialarbeiterisches Mandat, Armut

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