soziales_kapital

soziales_kapital
wissenschaftliches journal österreichischer fachhochschul-studiengänge soziale arbeit
Nr. 21 (2019) / Rubrik "Nachbarschaft" / Standort Linz
Printversion: http://www.soziales-kapital.at/index.php/sozialeskapital/article/viewFile/617/1117.pdf


Olga V. Filatova, Charlotte Sweet, Elena A. Vinarchik & Franz Schiermayr:

Psychosoziale Beratung bei Familienkrisen

Eine Zusammenschau russischer und österreichischer Vorgehensweisen


1. Einleitung

Familiäre Übergangskrisen stellen in vielen Gesellschaften eine Herausforderung dar – sowohl für die Betroffenen, als auch bezüglich familienpolitischer Maßnahmen. Dieses Thema wurde während einer jahrelangen Kooperation des Studienganges Soziale Arbeit der FH Oberösterreich mit Kolleginnen des Studienganges für Persönlichkeitspsychologie und Sonderpädagogik der Alexandr und Nikolay Stoletov Universität Vladimir (Russland) deutlich. In der Auseinandersetzung mit den Zugängen und Angeboten zur Unterstützung von Familien in Übergangskrisen ließen sich überraschend viele Ähnlichkeiten zwischen Russland und Österreich erkennen, allerdings wurden doch auch deutliche Unterschiede in der Herangehensweise deutlich. Diese Unterschiede erscheinen in einer lediglich theoretischen Auseinandersetzung zwischen den österreichischen und russischen KollegInnen nur in einem geringen Ausmaß. Werden jedoch die theoretischen Erkenntnisse mit Feldbeobachtung in den beiden Ländern verknüpft, so manifestieren sich teils erhebliche Unterschiede bezüglich Konzeption und Auffassung im Umgang mit familiären Übergängen.

Der vorliegende Artikel befasst sich mit der Beschreibung und Darstellung der wahrgenommenen Unterschiede im Umgang mit familiären Übergangskrisen und geht der Frage nach, welche scheinbar kulturspezifischen Unterschiede die wissenschaftsbasierten Herangehensweisen prägen. Dazu wurde die „russische Herangehensweise“ und deren aktuelle familiale Realität von den beiden Autorinnen der Universität Vladimir beschrieben und von den beiden AutorInnen der FH Oberösterreich der „österreichischen Herangehensweise“ und ihrem aktuellen Familienkonzept gegenübergestellt. Möglich wurde diese kooperative Vorgehensweise durch den mittlerweile vertrauensvollen Kontakt und Austausch zwischen den KollegInnen der Universität Vladimir und dem Studiengang Soziale Arbeit der FH Oberösterreich.


2. Familienphasen und ihre Übergangsherausforderungen

Familie werden und sein ist begleitet von Veränderungen, welche sich als Gesamtprozess anhand einzelner Phasen beschreiben lassen. Diese Phasen, für den Einzelnen beginnend mit dem Eingehen einer Partnerschaft als autonomer eigenständiger Erwachsener, beschreiben typische herausfordernde Übergänge im zeitlichen Verlauf von familiären Entwicklungen. Solche Übergänge zwischen den Phasen lassen sich als Lebensveränderungskrisen bezeichnen (im Sinne von „critical life events“). Eine wesentliche Herausforderung für die Betroffenen in diesen Situationen ist dabei, sich den veränderten Situationen anzupassen und mit den damit verbundenen Aufgaben adäquat umzugehen. Abbildung 1 bietet einen zusammengefassten Überblick über die Familienphasen und ihre Herausforderungen:

Abbildung 1
Abbildung 1: Herausforderungen in familialen Übergangsphasen (eigene Darstellung).


Nicht immer stehen dabei den Betroffenen in ausreichendem Maße persönliche und soziale Ressourcen zur Verfügung, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Dies kann zu Bewältigungsversuchen führen, welche sich als wenig zielführend oder manchmal sogar als kontraproduktiv herausstellen und die Belastung in der Situation noch erhöhen.


2.1 Lebensveränderungskrisen

Wissenschaftlich betrachtet findet sich der Begriff der Krise in vielen Bereichen und Darstellungsformen wieder, weshalb im Folgenden lediglich aus psychologischer Sicht darauf eingegangen wird. Nach Caplan (1964) kann eine Krise als eine „akute Überforderung eines gewohnten Verhaltensrepertoires durch belastende äußere und innere Erlebnisse“ (Caplan: 1964, zit. n. Kunz/Scheuermann/Schürmann 2009: 181) gesehen werden. Ulich (1985) fasste den Begriff enger. Für ihn ist eine Krise

„ein belastender, temporärer, in seinem Verlauf und seinen Folgen offener Veränderungsprozess der Person, der gekennzeichnet ist durch eine Unterbrechung der Kontinuität des Erlebens und Handeln, durch eine partielle Desintegration der Handlungsorganisation und eine Destabilisierung im emotionalen Bereich mit dem zentralen Merkmal des Selbstzweifels“. (Ulich: 1985, zit. n. Kunz et al. 2009: 181)

Anhand dieser beiden Begriffsbeschreibungen kann eine Krise allgemein als eine schwierige, zeitlich begrenzte Situation beschrieben werden, welche von den betroffenen Personen als emotional belastend empfunden wird und zu verschiedensten Symptomatiken führen kann, wie z.B. erhöhtes Spannungsempfinden, Ängstlichkeit oder Hilflosigkeit. Die Merkmale zeitliche Begrenzung, hohe Emotionalisierung, (emotionale) Labilisierung und ungewisser Ausgang werden bei den Definitionen von Krise als übereinstimmend erwähnt. Weiters lässt sich zwischen einer traumatischen Krise und einer Veränderungskrise (auch klassische Krise) unterscheiden.

Veränderungskrisen entwickeln sich im Gegensatz zur traumatischen Krise langsam, ohne dass eindeutig ein spezielles auslösendes Ereignis identifiziert werden kann. Auch scheinbar positive Veränderungen wie zum Beispiel Heirat, die Geburt des ersten Kindes oder die Beendigung des Berufslebens können eine Krise einleiten. In Veränderungskrisen kumulieren häufig viele belastende Faktoren, welche nicht bewältigt werden können. Veränderungskrisen gehen im Gegensatz zu traumatischen Krisen oft mit der Vermeidung von Verhaltensänderungen der Betroffenen einher. Sonneck (2000: 36ff.) beschreibt den Verlauf der Krise in mehreren Phasen, wobei die Akutphase erst am Ende der dritten Phase eintritt (wenn bereits alle Bewältigungsversuche erschöpft sind). Vor oder in dieser Akutphase sollte idealerweise psychosoziale Unterstützung für Betroffene zur Verfügung stehen, um dem Vollbild von Krise entgegenwirken zu können und angemessene Bewältigungsstrategien zur Neuanpassung zu entwickeln.


2.2 Psychosoziale Unterstützung

Psychosoziale Unterstützungsangebote im Bereich familialer Veränderungskrisen sind aufgefordert eine breite Palette möglicher Herausforderungen zu bearbeiten und lassen sich in ihrer Absicht folgendermaßen beschreiben: „Der Zweck psychosozialer Unterstützungsmaßnahmen besteht in der Sicherstellung, Erhaltung, Wiederstellung des Wohlbefindens, der psychosozialen Gesundheit und der Funktion der Familie und ihrer Mitglieder.“ (Buchebner-Ferstl/Kapella/Rille-Pfeiffer 2016: 8)

Unterstützungsangebote für Familien erfahren in Österreich vielfach Förderung vom Bundesministerium für Frauen, Familien und Jugend. Die Zielgruppen bzw. Themen dieser Angebote reichen dabei von Partnerschaft, Familienplanung, Schwangerschaft bis hin zu Scheidung, Trennung und Extremismus (vgl. BMFFJ 2018). Dabei wird in erster Linie Beratung mit eben diesen verschiedenen Themenschwerpunkten angeboten. Psychologische bzw. sozialarbeiterische Beratung richtet sich speziell an KlientInnen, welche durch krisenhafte Ereignisse wie beispielsweise auch Heirat oder die Geburt eines Kindes überfordert oder desorientiert sind. Durch die Beratung sollen dabei sowohl präventiv wie auch intervenierend Handlungs- und Entscheidungshilfen entwickelt werden, welche zu einer Erweiterung von Optionen im KlientInnensystem führen sollen. Im Bereich Familienberatung stehen alltägliche Lebenswelten und die positive Bewältigung des Alltages im Sinne des Auftrages der KlientInnen im Vordergrund. Beteiligt in dieser psychosozialen Versorgungstruktur sind ExpertInnen aus den verschiedensten psychosozialen, medizinischen und juristischen Fachrichtungen, welche multi- und interdisziplinär mit den KlientInnen arbeiten.


3. Fragmente der Unterscheidung

Die grundsätzliche Herangehensweise, wie Unterstützung systematisch zur Verfügung gestellt wird, ist oberflächlich gesehen in der russischen Föderation und in Österreich sehr ähnlich. Es zeichnet sich ab, dass die russische Föderation als innovativer Staat auf Augenhöhe, wenn nicht sogar professionell hochwertiger als westliche Staaten agiert. Auf der abstrakten Systemebene ist es schwierig, greifbare Unterschiede herauszuarbeiten.


3.1 Die russische Familienpsychologie in der Moderne

Wie stellt sich Psychologie in der russischen akademischen Welt dar? Einerseits fällt auf, dass sehr viele Testverfahren verwendet werden, die die westliche Akademia in den 1950er- bis 1970er-Jahren entwickelt hat (z.B. der Holland Code Career Test, Polygraphentests, Biofeedback-Verfahren). Immer wieder wird beim Besuch von Einrichtungen darauf verwiesen bzw. hier in Österreich nachgefragt, ob solche Testverfahren zur Verwendung kommen. Die psychologische Terminologie, die beschreibend oder in Fragen auftaucht, weist einen stark normierenden Charakter auf (z.B. „Devianz“, „nicht-normative Krisen“). Beim Besuch einer österreichischen Psychiatrie wurde nachgefragt, welche „Diagnosen“ auf dieser Station behandelt würden und mit welchen „Programmen“ den „psychisch devianten Patienten“ geholfen würde. Auch wird deutlich, dass Krankenhausaufenthalte auf einer Psychiatrie in Russland grundsätzlich langfristig ausfallen. In Summe entsteht das Bild einer wissenschaftlichen Umgebung, in der Kategorisierungen sehr strikt ausfallen und auch ganz klar zwischen Devianz – psychiatrisch relevant – und normaler Krise – psychologisch relevant – unterschieden wird. Gleichzeitig wurde eine russische Rehabilitationseinrichtung für Kinder und Jugendliche mit psychischen Auffälligkeiten besucht, in der erlebnispädagogische Förderung praktiziert wird. Diese Förderung orientiert sich tatsächlich nicht an einer erlebnispädagogischen Lernform im Sinne der westlichen Akademia, sondern bettet das Konzept „Erlebnis“ in die Normvorstellungen von Verhalten ein, die von TrainerInnen angeleitet umgesetzt werden. Inhaltlich-wissenschaftlich scheint es sich also um eine Mischung von Erkenntnissen und Ansätzen zu handeln, die für die westliche Wissenschaft zwar veraltet anmuten, aber gekonnt mit neueren Einsichten und in zeitgemäße Systeme eingebettet präsentiert werden, sodass eine scheinbar vergleichbare Oberfläche entsteht.

Bezogen auf das Thema dieses Artikels bedeutet dies, dass das Konzept Familie in der russischen Psychologie einen sehr klaren Inhalt hat und ihr Funktionieren das Ziel der psychologischen Unterstützung ist. Familie bedeutet Mann, Frau und Kinder, die in einer traditionellen Arbeitsteilung, basierend auf einem binären Genderverständnis miteinander in einem Haushalt leben. Erwerbstätigkeit scheint bei Frauen unproblematisch zu sein, entbindet sie aber nicht von der hauptsächlichen Verantwortung für den Haushalt. Insofern folgt hier die wissenschaftliche Ebene den kulturell vorherrschenden Vorstellungen. Gleichzeitig gibt es Angebote für Paarberatung in Privatpraxen, Beratungsstellen und flächendeckende Schulsozialarbeit bzw. psychologische Beratung für SchülerInnen und Eltern – d.h. ein starkes Unterstützungsnetzwerk mit einem individualpsychologischen Zugang.

Die Ehescheidung ist ebenfalls ein weit verbreitetes Phänomen. Der wissenschaftliche Umgang damit weist allerdings kulturell anders geprägte Züge auf:

„Currently, the number of divorces in Russian society has increased. This is facilitated by such factors as strengthening economic independence and social equality of women; liberalization of views on divorce; liberation from class, religious and national prejudices; increase in life expectancy; reducing the influence of parents on the choice of spouse“. (Vinarchik 2016: 156)

Diese Beschreibung des gesellschaftlichen Phänomens Ehescheidung im Zusammenhang mit psychologischen Krisen erinnert an kulturell-gesellschaftliche Veränderungen, die die westliche wissenschaftliche Literatur bereits vor einigen Jahrzehnten konstatiert hat. Insofern bestätigt sich hier die Beobachtung, dass neuere wissenschaftliche Erkenntnisse und innovative Systeme an eine Gesellschaft angepasst werden, die im Vergleich zu westlichen Staaten wesentlich traditioneller und eindeutiger wirkt.

Um diesen Gedanken näher auszuführen, ist es hilfreich, sich kulturtheoretischer Terminologie zu bedienen. In vieler Hinsicht scheint die russische Kultur moderner als die der westlichen Staaten, die sich nach eigener Beschreibung in einem postmodernen (Lyotard 1979) oder sogar post-postmodernen Zustand (Turner 1995) befinden. Gemeint ist damit, dass der Anspruch auf eindeutige Bedeutungswahrheit massiv hinter einer Vielfalt von akzeptierten Narrativen zurücktritt. In der russischen psychologischen Praxis hingegen wird versucht, den Anspruch auf Eindeutigkeit zu bewahren und ihn auch in der alltäglichen Beratungsrealität zu pflegen. Die Familie bietet dabei die Möglichkeit der Beschreibung von klar identifizierbaren Rollen und Aufgaben. So finden beispielsweise dazu auch in den Sommermonaten in Vladimir Kurse in Parks statt, die das Ziel haben, richtiges Rollenverhalten in der Ehe und in der Kindererziehung zu entwickeln. Sie werden von staatlichen Beratungsstellen für Jugendliche und junge Erwachsene durchgeführt.


3.2 Der Wandel der Familien in Österreich

Verschiedene Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit, wie beispielsweise die gestiegene Lebenserwartung, haben zu einer neuen Vielfalt an Möglichkeiten geführt, familiale Beziehungen zu gestalten. Grundsätzlich lässt sich dabei erkennen, dass zunehmend mehr Generationen (oftmals bis zu vier) gleichzeitig leben. Dies stellt historisch betrachtet eine neue, nie dagewesene Situation für Familien dar. Damit einher geht auch, dass Beziehungsgeflechte innerhalb einer Familie weniger planbar und komplexer geworden sind. Es herrscht ein Bedeutungsverlust traditioneller Familienkonzeptionen, wie die der bürgerlichen Kernfamilie, welche noch in den 1950er Jahren vorherrschend war. Dies führt zunehmend zur Notwendigkeit Beziehungsprozesse weniger als gegeben anzunehmen, sondern sie als permanente Aushandlungsprozesse zu begreifen (vgl. Richter 1999: 783f). Diese mittlerweile sehr variable „Erzählung“ von Familie lässt sich als eine postmoderne Entwicklung begreifen, in der Rollen und Prozesse dekonstruiert werden, aber keine neue eindeutige Form entsteht. Es kann daher nicht mehr von einer Evolution von Familie gesprochen werden, sondern von der Notwendigkeit, verschiedenste Lebensformen – seien es nostalgische oder experimentelle – zu verbinden. Möglicherweise geht die Herausforderung über diesen Versuch der Verbindung hinaus und es gilt, auf die Dialektik zu verzichten und der Notwendigkeit der Fragmentierung in einer Post-Postmoderne Rechnung zu tragen, indem individuell mögliche Sinn- und Realitätskonstruktionen gewählt werden. „Es geht nicht mehr um die Anpassung an eine Welt, sondern um die Wahl der passenden Welt. In der Vielfalt der Möglichkeiten gilt es diejenigen zu finden, die zu einem passen und zu denen man paßt“. (Welsch 1993: 205)

Die steigende Individualisierung und die damit verbundene zunehmende Abkehr von bisherigen Mustern von Familie fordern vermehrt zu Selbstgestaltung auf. Es lassen sich zwar noch kollektiv-normative Vorgaben hinsichtlich Familie identifizieren, wie zum Beispiel die Kernfamilie als Idealbild, aber es zeigen sich zunehmend Brüche und Diskontinuitäten. Die Anzahl der nichtehelichen Partnerschaften mit Kindern steigt an (vgl. Statistik Austria 2019), Lebensformen wie LAT (living apart together), also dauerhafte PartnerInnen, welche aber nicht im gemeinsamen Haushalt leben, sind vermehrt zu finden und es zeigen sich immer öfter Formen des Singlelebens in den Übergängen vor Familiengründungen oder nach Trennungen. Für die Beteiligten bedeuten diese Entwicklungen vor allem eine große Herausforderung an die eigenen kommunikativen und organisatorischen Strategien. Es wird verlangt, verschiedene Interessen zu berücksichtigen und zusammenzuführen wie Kinder, Freizeitgewohnheiten, Ausbildungswege und die Betreuung der älteren Generationen. Dies erfordert von den Betroffenen ein hohes Maß an organisatorischer Kompetenz. Wir stehen also einer sehr komplexen Situation gegenüber, welche unterschiedlichste Gestaltungsformen privater bzw. familialer Beziehungen hervorbringt.

Wird Familie unter dem Fokus der gegenseitigen Unterstützung betrachtet, so lassen sich ebenfalls deutliche Umbrüche erkennen. Es wird häufig angenommen, dass mit dem Verlust enger familiärer oder verwandtschaftlicher Beziehungen auch der Verlust von gegenseitiger Unterstützung einhergeht. Dem steht die These gegenüber, dass sich durch die verschiedenen neuen Kommunikationsmöglichkeiten und die erhöhte Mobilität nicht nur eine Befreiung von traditionellen Mustern entwickelt hat, sondern es auch zur Konstruktion neuer Muster kommt. Es könnte also als wesentliche Veränderung für die familialen Lebensformen ein Übergang von einer lokal orientierten Kernfamilie hin zu einer multilokalen Mehrgenerationenfamilie in einer Industriegesellschaft 4.0 beschrieben werden. Dabei zeigt sich zunehmend, dass Solidarleistungen und Unterstützung zwischen Familienmitgliedern auch außerhalb von gemeinsamen Haushalten erbracht werden, sogar über teils große Entfernungen hinweg. Dies gilt außerdem nicht nur für Generationsbeziehungen, sondern heute auch für viele verschiedene Lebensformen junger Erwachsener (vgl. Bertram, Bertram 2009: 76ff).

Zu beobachten ist, dass die Familie scheinbar manche grundlegende Funktionen einbüßt, welche sie lange Zeit konstituiert hat: Sexualität und Reproduktion sind in Zeiten von Biotechnologien und ausgeklügelten technischen Verfahren, welche Geschlecht und physische Konstitution planbar erscheinen lassen, offenbar obsolete „natürliche“ Kategorien zur Konstitution von Familie. Vielfältigkeit und Vieldeutigkeit scheinen jene Begriffe zu sein, mit denen sich Familie aktuell beschreiben lässt. Gleichzeitig vergrößern sich familiale Kontaktnetzwerke unter anderem auch dadurch, dass Scheidung und Wiederverheiratung zunehmen und sich verschiedene neue Beziehungsformen auftun:

„Diese Vielfältigkeit von Beziehungen, die durch neue familiale Lebensformen entstehen, erfordern auch eine Flexibilität im Umgang miteinander. Man kann daher annehmen, dass gerade diese vielfältigen Kontaktnetzwerke einen größeren Bedarf an Partnerschafts-, Familien- und Elternberatung und -bildung entstehen lassen“. (Richter 1999: 784)


4. Vergleich der familiären Unterstützung zwischen Russland und Österreich

Sowohl in Russland als auch in Österreich werden Unterstützungsleistungen für Familien in Lebensübergängen angeboten. Dabei unterscheiden sich die Angebote auf den ersten Blick nicht wesentlich. Es stehen sowohl öffentlich subventionierte Leistungen zur Verfügung, wie auch ein immer größer werdender privat finanzierter Markt. Lediglich in den Berufsgruppen, welche diese Unterstützung anbieten, lässt sich in Österreich eine größere Vielfalt identifizieren. So definiert für Österreich das Bundesministerium für Frauen, Familien und Jugend im Jahr 2016 verschiedenste Berufsgruppen, welche als BeraterInnen nach dem Familienberatungsförderungsgesetz tätig sein dürfen. Dazu zählen SozialarbeiterInnen, Lebens- und SozialberaterInnen, PsychotherapeutInnen, PsychologInnen, PädagogInnen und weitere (vgl. Karmasin 2016). Für viele dieser Berufsgruppen ist es darüber hinaus möglich, Beratung für belastete Familienmitglieder auch privat finanziert (z.B. im Zuge einer Gewerbeberechtigung) anzubieten.

Die russische Situation stellt sich etwas anders dar. Beratung in diesem Bereich wird in erster Linie von PsychologInnen geleistet. SozialarbeiterInnen sind ebenso tätig, allerdings in erster Linie in institutionellen Kontexten wie in der Schule. Vereinzelt stehen auch PsychotherapeutInnen zur Verfügung. Andere Berufsgruppen oder Ausbildungen werden in Russland für die Beratung/Unterstützung von familialen Übergängen nicht herangezogen. Zunehmend zeigt sich auch in Russland eine Tendenz zu Angeboten außerhalb der staatlich finanzierten institutionellen Unterstützung, welche in erster Linie von PsychologInnen geleistet wird.


4.1 Methodische Herangehensweisen der russischen Psychologie

Der vorliegende Artikel bezieht sich schwerpunktmäßig auf die russische Psychologie, wie sie an der Nikolay Stoletov Universität Vladimir gelehrt und umgesetzt wird. Die Herangehensweisen lassen sich in der Zusammenschau als eher manualisiert und an normativen Vorstellungen orientiert beschreiben. Im ersten Schritt wird der Diagnostik der Situation oder Person großer Stellenwert eingeräumt. Diese Diagnostik fokussiert nicht nur klassische ICD-Erkrankungen, sondern fokussiert insbesondere im Bereich familialer Problematik auch auf erwartete Schwierigkeiten in den verschiedenen Lebensübergängen. Beispielsweise werden ideale Zeiträume für die Entwicklung von Elternrollen identifiziert. So sollte das erste Kind eines jungen Paares im zweiten oder dritten Jahr der Ehe geboren werden, um zu gewährleisten, dass die Rollenübernahme als Vater und Mutter gut gelingen kann. Es herrscht die Meinung vor, dass es zu Schwierigkeiten in der Rollenakzeptanz führen kann, wenn ein Kind schon im ersten Jahr einer Ehe geboren wird.

Die häufigsten Gründe, weshalb in Russland junge EhepartnerInnen psychologische Beratung in Anspruch nehmen, sind Schwierigkeiten bei der Festlegung von Familiengrenzen und der Entwicklung gemeinsamer Regeln und Normen sowie der Aufteilung der Rollen und Pflichten in der Familie und sexuelle Schwierigkeiten (vgl. Aleshina 1994). Über weite Strecken scheint die Psychologie als Expertin für eine „richtige“ Partnerschaft und Ehe zu fungieren. So wird in der Beratung bei sexuellen Problemen als erster Schritt „normale Sexualität“ definiert und damit versucht einen Rahmen abzustecken, welcher auch zur Entwicklung gemeinsamer Ziele dienen soll. Es werden dabei vier Normvorstellungen unterschieden: Biologische Norm, statistische Norm, moralische Norm sowie psychologische Norm. Es erscheint dabei auf den ersten Blick in der Phase der Auftragsklärung möglich, auf die Bedürfnisse der Paare/Familien einzugehen, bei genauerer Betrachtung zeigt sich allerdings, dass die gemeinsam ausgehandelten Ziele der Beratung sich im Bereich vordefinierter Normen bewegen müssen.

Die inhaltliche Struktur von Beratung russischer PsychologInnen gestaltet sich im Wesentlichen folgendermaßen:

  1. Zu Beginn gilt es eine tragfähige Beziehung und vertrauensvolle Atmosphäre herzustellen, um einen konstruktiven Dialog gestalten zu können.
  2. Klärung der Problemlage und Entwicklung eines Auftrages von Seiten des Paares bzw. der Familie. Dieser Schritt geht häufig einher mit diagnostischen und normativen Informationen von Seiten der BeraterInnen und gestaltet somit den möglichen Rahmen von Ziel und Auftrag. Der konkrete Auftrag ist also nicht lediglich von den Möglichkeiten der BeraterInnen abhängig, sondern insbesondere von gesellschaftlich-normativen und den damit zusammenhängenden vorliegenden wissenschaftlichen Grundlagen des Problembereiches.
  3. Bearbeitung des Auftrages mittels verschiedenster Techniken, sowohl problem- als auch ressourcenorientiert. Es fällt auf, dass häufig Vorgehensweisen gewählt werden, welche edukativen Charakter aufweisen wie Elterngruppen, Übungen zur Elternkompetenz, Elternbildung, die sogenannte Bibliotherapie, also der Auftrag, Bücher zu lesen und zu diskutieren. Dies scheint die aufgrund der starken Normorientierung präferierte Vorgehensweise sein.

In der methodischen Umsetzung der Beratung wirkt die russische Praxis sehr kreativ in der Verwendung verschiedenster Techniken. So kommen die Arbeit mit Genogrammen, Visualisierungstechniken, imaginative Techniken und narrative Herangehensweisen insbesondere in der Anamnese- und Diagnostikphase zum Einsatz. In eher konfliktbehafteten Phasen werden mediative Techniken und Entspannungsverfahren angewandt. Ebenso finden verschiedenste Fragetechniken und die Verordnung von (auch paradoxen) Hausaufgaben Anwendung (vgl. Filatova 2008: 19ff; Vinarchik 2016: 318ff).

Die strukturelle und methodische Herangehensweise in der Beratung und Unterstützung von Familien in schwierigen Lebenslagen scheint in der russischen Praxis einer ausgeprägten Ambivalenz ausgesetzt. Einerseits wird eine ausgeprägte Orientierung an normativen Vorstellungen von Familie und regulierten Formen des Zusammenlebens vorausgesetzt. Andererseits lässt sich eine zunehmende Individualisierung von Lebens- und Familienentwürfen identifizieren, welche auch zunehmend in der russischen Gesellschaft erscheinen. Nach einer mittlerweile sechsjährigen intensiven Kooperation mit den russischen KollegInnen erfolgen private Einladungen in Vladimir nach wie vor in öffentlichen Lokalen und es werden keine Einblicke in die privaten Lebens- und Wohnverhältnisse ermöglicht. Die (familiäre) Individualität in Russland wird in erster Linie innerhalb sehr abgeschlossener Haushalte umgesetzt, in welche Nachbarschaft und Freundeskreis nur geringe Einblicke geboten werden. Gesellschaftliches Leben und Zusammentreffen findet häufig in öffentlichen Lokalen und auf Plätzen statt. Einblick und Einladung in die eigenen vier Wände erhält lediglich die unmittelbare Familie.


4.2 Methodische Zugänge der österreichischen Familienberatung

Entsprechend dem Familienberatungsförderungsgesetz werden in Österreich verschiedenste Angebote im Bereich der Beratung bei familiären Problemen unterstützt. Dies reicht von Familienberatungsstellen über Angebote zu Trennung und Scheidung bei Gericht, Gewaltberatungseinrichtungen bis hin zur Beratungsstelle Extremismus. Die Ausrichtung dieser Beratungseinrichtungen ist sehr multiprofessionell. Die dort Tätigen können über verschiedenste psychologische, pädagogische oder andere psychosoziale Ausbildungen – wie Soziale Arbeit – verfügen, es sind juristische BeraterInnen bis hin zu medizinischen BeraterInnen anzutreffen und Personen mit Spezialausbildungen wie Gewalt- oder Sexualberatung (vgl. BMFFJ 2018). Diese Vielfalt ist ebenso am freien Beratungsmarkt anzutreffen und wird zunehmend auch nachgefragt.

Ebenso vielfältig wie die Angebote stellen sich auch die Schwerpunkte in den Herangehensweisen dar. Je nach Ausbildung und Praxis der BeraterInnen werden psychodynamische, humanistische, behavioristische oder systemische Ansätze präferiert. Häufig ist auch ein sehr eklektischer bzw. integrativer Zugang der BeraterInnen zu erkennen und es werden Methoden und Techniken aus unterschiedlichsten Theorien angewandt.

Allen gemeinsam ist wohl ein grundsätzlich akzeptierender Zugang zu den hilfesuchenden Personen und Familien. Akzeptierend soll an dieser Stelle mit der beraterischen Haltung von Neutralität beschrieben werden. Damit ist gemeint, dass sich BeraterInnen während ihrer Tätigkeit neutral gegenüber Personen, Problemkonstruktionen und Lösungsideen verhalten. Dies schließt nicht aus, eigene Überlegungen und Wahrnehmungen anzubieten, favorisiert diese allerdings nicht (vgl. Schlippe/Schweitzer 2012: 205f.).

Beratung, wie sie im Bereich von familialen Übergängen praktiziert wird, verläuft in Österreich im Wesentlichen in Phasen. Zu Beginn steht die Kontaktaufnahme und Informationssammlung, in Verbindung mit der Herstellung eines vertrauensvollen Rahmens. Dabei werden Themen und erste Hypothesen entwickelt und oftmals in verschiedenster Form visualisiert. Dies geht über in eine sogenannte Contracting-Phase. Erwartungen werden thematisiert und versucht einen Auftrag für die Beratung zu entwickeln. Dabei wird zwischen Anlass, Anliegen, Auftrag und Ziel(en) differenziert. Dabei können auch unklare oder unfreiwillige Anliegen erscheinen und die Notwendigkeit entstehen, mit diesen besonderen Beratungskontexten umzugehen. Wird ein Kontrakt geschlossen, beginnt die Phase der Bearbeitung des Auftrages mittels verschiedenster Methoden. Dies können unterschiedlichste Fragetechniken sein, Hilfestellung beim Umgang mit Emotionen und Ich-Grenzen, kognitive Umstrukturierung, handlungsorientierte Interventionen wie Skulpturen, Zeitlinien sowie Kommentare, Hausaufgaben und abschließende Interventionen (vgl. Schlippe/Schweitzer 2012: 249ff.; Schwing/Fryszer 2006: 61ff.).

Auch werden in der Praxis der Beratung verschiedenste Setting-Varianten angewandt. Neben der Einzelberatung werden Paar- und Familienberatung durchgeführt. Es gibt Gruppenangebote und ebenfalls lassen sich edukative Settings wie zum Beispiel Elterncoaching oder verpflichtende Beratung bei einvernehmlicher Scheidung finden.

Das Angebot ist sehr umfangreich und enorm differenziert und in den letzten Jahren wurde mit Hilfe von Qualitätskriterien bzw. innerhalb gesetzlicher Verpflichtungen (Psychotherapiegesetz, PsychologInnengesetz) versucht, auf einer eher allgemeinen Ebene Qualität zu sichern. Dabei werden zwar die unterschiedlichsten theoretischen Herangehensweisen weiterhin aufrechterhalten, allerdings wird die Reflexion der Tätigkeit und fachliche Fortbildung ausgeweitet.


5. Resümee

Der vorliegende Artikel ist der Frage nach den möglicherweise kulturspezifischen Unterschieden in der Herangehensweise an familiale Lebensübergangskrisen nachgegangen. Deutlich wurde dabei, dass sich insbesondere Beratungsmethoden und -konzepte in Österreich und Russland über weite Strecken sehr ähnlich sind. Auch die Möglichkeit je nach Problemlage und Thema unterschiedlichste Settings in der Beratung zu wählen bzw. anzubieten, unterscheidet sich kaum. So kann bei einem nur oberflächlichen Kontakt und Austausch zwischen den ProfessionistInnen beider Länder der Eindruck entstehen, dass sich der Umgang mit Familien- und Paarkrisen kaum unterscheidet. Wird die Betrachtung allerdings auf das zugrundeliegende Verständnis von Familie und die Bedeutung von Expertentum auch in der Beratung erweitert, so lässt sich erkennen, dass die Herangehensweisen stark differieren.

Es zeigt sich, dass in Russland nach wie vor eindeutige Konzepte bevorzugt werden, wohingegen dies in Österreich hinter eine Vielfalt an akzeptierten Narrativen zurücktritt. Bereits in den 1940er Jahren konstatierten Adorno und Horkheimer dem Projekt der Aufklärung, das mit seinem Glauben an die menschliche Vernunft die Basis der Moderne bildet, einen inhärenten Herrschaftsanspruch (vgl. Horkheimer/Adorno 1998: 45ff.) Zygmunt Bauman ging 2005 sogar so weit zu behaupten, dass Ambiguität das einzige Mittel sei, das diesem fatalen Herrschaftsanspruch und seinen Entwicklungen Einhalt gebieten könne (vgl. Bauman 2005: 89f.). Was, wenn ein solcher Anspruch gepaart wird mit den wissenschaftlichen Zugängen der Postmoderne und Post-Postmoderne? Wenn Systemtheorie auf eine Gesellschaft trifft, die Geradlinigkeit bevorzugt, wenn Netzwerke von Menschen bedient werden, die davon ausgehen, dass eine einzige Vernunft und Logik zum eindeutigen Ziel führt?

Ironischerweise ist der Wunsch nach Eindeutigkeit gerade jetzt auch in der westlichen Welt wieder greifbar. Die Post-Postmoderne, wenn man will, begünstigt das Ausblenden unerwünschter Narrative im Bewusstsein der Vielfalt der Möglichkeiten. Das Individuum erlebt sich als fragmentiert und versucht, durch Deutungsreduktion wieder kongruenter zu werden. Ist dieser Verzicht auf Deutungsmöglichkeit die Weg-ebnung für einen massiven politischen Rückschritt? Ist die aktuelle Rückbesinnung auf nationalistische, evolutionärbiologische, autoritäre Ideologien eine Gefahr im Sinne der Wiederholung oder eine nötige Wiedereinarbeitung ungelöster Themen im Entwicklungsprozess der Menschheit?

Dies sind Fragen, die die westliche Welt sich aktuell zu stellen hat. Russland scheint sich mit Hilfe der Instrumente der modern-westlichen Psychologie Antworten auf Fragen zu geben, die die postmodernen wissenschaftlichen Erkenntnisse, die es in seinen Netzwerken und Zugängen bereits absorbiert hat, seiner Gesellschaft erst stellen werden. Insofern befindet sich Russland möglicherweise, wie der Westen, in genau jenem durch Fragmentierung gekennzeichneten Umbruchzustand, der das Hauptmerkmal der Post-Postmoderne sein könnte.


Literatur

Aleshina, Yulia (1994): Individual and family psychological counseling. Moscow: Class.

Baumann, Zygmunt (2005): Moderne und Ambivalenz. Das Ende der Eindeutigkeit. Hamburg: Hamburger Edition.

Bertram, Hans/Bertram, Birgit (2009): Familie, Sozialisation und die Zukunft der Kinder. Leverkusen: Budrich.

BMFFJ – Bundesministerin für Frauen, Familien und Jugend (2018): Familienberatung. https://www.familienberatung.gv.at/ (16.12.2018).

Buchebner-Ferstl, Sabine/Kapella, Olaf/Rille-Pfeiffer, Christiane (2016): Psychosoziale Unterstützungsleistungen der österreichischen Familienpolitik. ÖIF Forschungsbericht Nr. 23. Wien: Österreichisches Institut für Familienforschung an der Universität Wien.

Filatova, Olga (2008): Non-normative crises in family life. Collection of materials of the scientific-practical conference “Destructive social environment as the main factor of unsuccessful socialization of the individual“. Vladimir: Transit-X, Part 1, S. 19–23.

Horkheimer, Max/Adorno, Theodor W. (1998): Dialektik der Aufklärung. Frankfurt am Main: Fischer.

Karmasin, Sophie (2016): Qualitätskriterien für Berater/innen in der nach Familienberatungsförderungsgesetz (FBFG) geförderten Familienberatung, https://www.frauen-familien-jugend.bka.gv.at/dam/jcr:1fdb708b-19d4-4332-b054-865231c139a9/Qualitätskriterien_für_Berater_innen_nach_FBFG.pdf (25.12.2018).

Kunz, Stefanie/Scheuermann, Ulrike/Schürmann, Ingeborg (2009): Krisenintervention. 3. Aufl. Weinheim: Juventa.

Lyotard, Jean-François (1979): La condition postmoderne, Paris: Les éditions de minuit.

Richter, Rudolf (1999): 4. Österreichischer Familienbericht. Bundesministerium für Frauen, Familien und Jugend. https://www.frauen-familien-jugend.bka.gv.at/familie/familienforschung/familienbericht/4-familienbericht-1999.html (17.12.2018).

Schlippe, Arist von/Schweitzer, Jochen (2012): Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung I. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

Schwing, Rainer/Fryszer, Andreas (2006): Systemisches Handwerk. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

Sonneck, Gernot (2000): Krisenintervention und Suizidverhütung. Wien: Facultas.

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Vinarchik, Elena (2016): Psychological role of the family in the life activity of the modern youth. “Psychology of human attitudes towards life activity: problems and prospects“. Abstracts of the international scientific and practical conference, S. 155–158.

Welsch, Wolfgang (1993): Unsere postmoderne Moderne. Berlin: Akademie Verlag.


Über die AutorInnen

Ph.D. Olga V. Filatova
ofilvladimir@yandex.ru

Außerordentliche Professorin und Leiterin der Abteilung für Persönlichkeitspsychologie und Sonderpädagogik der staatlichen Universität Alexandr und Nikolay Stoletov, Vladimir, Russland

Charlotte Sweet MA, MA
charlotte.sweet@fh-linz.at

Kulturwissenschafterin, Linguistin, hauptberuflich Lehrende an der Fachhochschule Oberösterreich, Studiengang Soziale Arbeit in Linz

Ph.D. Elena A. Vinarchik
elena-vinarchik@rambler.ru

Außerordentliche Professorin der Abteilung für Persönlichkeitspsychologie und Sonderpädagogik an der staatlichen Universität Alexandr und Nikolay Stoletov, Vladimir, Russland

Franz Schiermayr, MSc
franz.schiermayr@fh-linz.at

Sozialarbeiter, Systemischer Familientherapeut, Supervisor und Erlebnispädagoge, hauptberuflich Lehrender an der Fachhochschule Oberösterreich, Studiengang Soziale Arbeit in Linz






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