Der Tatbestand der Schlepperei und dessen Funktion(en) am Beispiel der Inhaftierung von Asylwerbern im Zusammenhang mit dem Refugee Protest in Wien. Welche Implikationen ergeben sich für Sozialarbeitende?
Abstract
Vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Tatbestand der Schlepperei in Bezug auf die Geschehnisse rund um den Refugee Protest in Wien (November 2012 bis März 2014). Angesichts der Zusammenhänge zwischen der Protestbewegung und den politischen Interaktionen wie Abschiebungen und Inhaftierungen von Refugees ergeben sich für Sozialarbeitende folgende Implikationen: Einnahme einer menschenrechtlichen Positionierung, Forderung nach Entkriminalisierung von Flüchtlingen und Schlepper_innen, Einsatz für Entschärfung der Asylgesetze und Skandalisierung der Dublin III-Verordnung und Migration als Chance lehren und denken. This research paper deals with the smuggling of human beings as the judicial element of an offense in reference to the incidents around the refugee protest in Vienna (November 2012 until March 2014). Facing the connections between the protest movement and the resulting political interactions such as deportations and the imprisonment of refugees following implications can be deduced: A human rights positioning, claiming for decriminalisation of asylum laws and scandalisation of the Dublin III-act and the perception of migration as a chance and its transfer into the education of social work.Schlagwörter
Schlepperei, Fluchthilfe, irreguläre Migration, Refugee Protest Wien, Kriminalisierung, Soziale Arbeit
Autor/innen-Biografie
Katharina Jetzinger (Standort Innsbruck)
Katharina Jetzinger, Jg. 1986 kathijetzinger@yahoo.de Studium der Sozialen Arbeit am Management Center Innsbruck 2007-2010 (B. A.). Seit März 2012 Studierende des Masterstudiengangs „Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession“ in Berlin am Institut Zentrum Postgradualer Studien Sozialer Arbeit. Im Rahmen des Masterstudiums Abschluss eines Forschungsprojekts zum Thema: „Eine qualitative Forschung zu Erfahrungen mit verdachtsunabhängigen Polizeikontrollen Berliner Jugendlicher vor dem Hintergrund von ‚racial profiling’“.