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„Daten für Taten: Indikatoren für Inklusion.“ - Die flüchtlingsspezifische Inklusionschart (IC_flü)

Abstract

Bislang existieren in der Sozialen Arbeit keine Instrumente, mit denen die Inklusion von Geflüchteten in die verschiedenen Funktionssysteme europäischer Aufnahmegesellschaften gemessen werden kann. Das Projekt „Daten für Taten“ nahm dies zum Anlass, Indikatoren zu entwickeln, mit denen erhoben werden kann, inwieweit Geflüchtete Zugang zu den Leistungen der gesellschaftlichen Funktionssysteme Arbeitsmarkt, Sozialversicherung, Bildung, medizinische Versorgung etc. haben und diese tatsächlich nutzen können. Die Entwicklungsarbeit des Projektes wird vor dem Hintergrund der Lebensbedingungen, die Geflüchtete im Exil vorfinden, reflektiert. Diagnose- und Klassifikationssysteme werden auf ihre Passung für die Arbeit mit Geflüchteten überprüft. Das sozialdiagnostische Instrument des Inklusions-Charts (IC 3; Pantu?ek 2012) steht dabei im Mittelpunkt: die theorie- und erfahrungsgeleitete Analyse, Modifikation und Ergänzung des IC zu einem flüchtlingsspezifischen Inklusionschart (IC_flü) wird beschrieben, einschließlich Struktur und Funktion spezifischer „substituierender Systeme“, die sich z. B. mit den Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge gebildet haben, um strukturelle Exklusion zu kompensieren. Der Nutzen des Instruments für Diagnostik und Interventionsplanung in der Flüchtlingssozialarbeit wird entlang erster Erfahrungen aus der Praxis diskutiert und im aktuellen gesellschaftlichen Kontext verortet.

Schlagwörter

Inklusion, Geflüchtete, Flüchtlinge, Asylsuchende, soziale Diagnostik, Evaluation, Monitoring

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Autor/innen-Biografie

Jenny Baron

Jenny Baron ist Diplom-Psychologin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF e.V.) seit 2011. Sie hat im Bereich der psychosozialen Beratung und Behandlung von Flüchtlingsfrauen gearbeitet, forscht zur Versorgung von Geflüchteten in Deutschland und leitet das Filmprojekt „(Un-)Sichtbare Grenzen – In Szene gesetzt!“ mit jungen Flüchtlingen.

Silvia Schriefers

Silvia Schriefers ist Sozialpädagogin und Psychologische Psychotherapeutin (i.A.) mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie (Schematherapie). Seit 2006 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF e.V.). Ihre berufspraktischen Tätigkeiten liegen im Bereich Psychotherapie, Psychiatrie, psychosoziale Beratung und Betreuung, Forschung, Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit und Projektarbeit. Als Psychologin und Therapeutin arbeitet sie u.a. im Bereich der Einzel- und Gruppentherapie mit traumatisierten Flüchtlingen.

Annette Windgasse

Annette Windgasse ist Diplom-Sozialwissenschaftlerin und Systemische Traumatherapeutin. Seit 1987 ist sie als Therapeutin im Psychosozialen Zentrum Düsseldorf, einer Beratungs- und Therapieeinrichtung für traumatisierte und psychisch belastete Flüchtlinge tätig. Seit 2002 ist sie dort Leiterin und zuständig für Konzept- und Projektentwicklung, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit.

Peter Pantu?ek-Eisenbacher (Standort St. Pölten)

Prof. Dr. Peter Pantu?ek-Eisenbacher ist Sozialarbeiter, Soziologe und Supervisor. Er leitet den Fachbereich Soziales an der Fachhochschule St. Pölten. Arbeitsschwerpunkte: Soziale Diagnostik, Methodik und Theorie der Sozialarbeit, Case Management in der Kinder- und Jugendhilfe.


Literaturhinweise