Fotopädagogische Projektarbeit mit jugendlichen Flüchtlingen
Abstract
Der vorliegende Beitrag beschreibt die besonderen Aspekte des Mediums Fotografie in Bezug auf die pädagogische Projektarbeit mit jugendlichen Flüchtlingen und appelliert an die Fachkräfte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, sich dieses innovativen Instruments zu bedienen. Die Fotografie ist heute mehr denn je fixer Bestandteil unseres alltäglichen Lebens und auch für jugendliche Flüchtlinge gehören Handyfotos zur Alltagspraxis. In der fotopädagogischen Projektarbeit stehen deshalb die Lebenswelten der Jugendlichen im Mittelpunkt des Arbeitsprozesses. Basierend auf dem Konzept der Lebensweltorientierung werden Zielsetzungen, Methoden und Kompetenzen einer fotopädagogischen Projektarbeit erläutert. Im Zentrum dabei stehen das Erlernen der fotografischen Technik, die Förderung des Selbstausdrucks, die Befähigung zur Medienkritik, die Unterstützung von Dialogprozessen zur Selbst- und Fremdreflexion zur Subjektentwicklung sowie die Förderung der öffentlichen, gesellschaftlichen und politischen Partizipation von jugendlichen Flüchtlingen. Als Beispiel wird abschließend das Fotoprojekt „Mein Leben in Österreich 2014“ vorgestellt, welches von der Autorin im Rahmen ihrer Tätigkeit beim Verein ipsum mit einem Projektteam durchgeführt wurde.Schlagwörter
Fotografie, Fotopädagogik, Medienpädagogik, Projektarbeit, Jugendarbeit, jugendliche Flüchtlinge, Öffentlichkeit, Partizipation
Autor/innen-Biografie
Elisabeth Stöckl (Standort Wien)
Elisabeth Stöckl, Jg. 1987 elisabeth@ipsum.at Kolleg für Fotografie und audiovisuelle Medien an der Höheren Grafischen Bildungs-, Lehr- und Versuchsanstalt Wien von 2007 bis 2009. Seit 2010 Mitarbeiterin im interkulturellen Bildungsverein ipsum (www.ipsum.at). Seit 2012 BA Studium an der FH-Campus Wien, BA Studiengang Soziale Arbeit.