Deradikalisierung und Extremismusprävention im Jugendalter. Eine kritische Analyse
Abstract
Seit die Propaganda des „Islamischen Staates“ begonnen hat, Menschen aus Europa für den Krieg in Syrien anzuwerben, wurde die islamistische Radikalisierung von Jugendlichen zu einem der Hauptthemen in der öffentlichen Debatte. Anfangs dominierte dabei vor allem ein sicherheitspolitischer Diskurs, Mitte 2014 verschob sich dieser in Richtung Prävention und Deradikalisierung, allerdings weiterhin fokussiert auf (muslimische) Jugendliche. In diesem Artikel wird der Diskurs über Prävention und Deradikalisierung von Jugendlichen kritisch hinterfragt sowie der Frage nachgegangen, ob, wie und wo Deradikalisierung in Bezug auf Jugendliche eingeordnet werden soll. Dazu werden soziologische und psychologische Erkenntnisse über die Jugendphase und die politische Sozialisation von Jugendlichen in Bezug auf Ziele, Haltungen und Strukturen von Präventions- und Deradikalisierungsmaßnahmen kritisch analysiert.Schlagwörter
Jugendliche, Jugendphase, Jugendkulturen, Sozialisation, Prävention, Deradikalisierung, Extremismus, Radikalisierung, Kritik, Stigmatisierung, politische Bildung
Autor/innen-Biografie
Fabian Reicher (Standort Wien)
Fabian Reicher, BA f.reicher@backbone20.at Sozialarbeiter bei Back Bone – Mobile Jugendarbeit 20, mit den Schwerpunkten Burschenarbeit, Einzelfallarbeit in den Bereichen Delinquenz und Arbeit/Berufsausbildung; Teil des Fortbildungsteams der Beratungsstelle Extremismus.