Konstruktionen von Geschlecht, Sexualität und Behinderung
Abstract
Der vorliegende Artikel fasst die wesentlichen Ergebnisse einer Diskursanalyse zum Thema der sexuellen Selbstbestimmung von Menschen mit Lernschwierigkeiten zusammen, die im Rahmen einer Bachelor-Thesis erarbeitet wurden. Mithilfe des Forschungsprogramms der Wissenssoziologischen Diskursanalyse (nach Keller) und Techniken der Situationsanalyse (nach Clarke) werden die Differenzkategorien Sexualität, Behinderung und Geschlecht im fachlichen Diskurs untersucht. Gemäß der Theorie der Intersektionalität wird eine Verflechtung dieser Kategorien angenommen. Ausgehend von einer kulturkritischen Perspektive lässt sich herausarbeiten, welche Zuschreibungsprozesse erfolgen und inwiefern damit eine heteronormative Gesellschaftsordnung verfestigt wird.Schlagwörter
Sexualität, Behinderung, Geschlecht, Diskursanalyse, Intersektionalität, kulturelle Kritik
Autor/innen-Biografie
Anna-Katharina Vogel (Standort Wien)
Anna-Katharina Vogel, B.A. anna.vogel@smail.th-koeln.de Sozialarbeiterin. Bachelor „Soziale Arbeit“ an der FH Köln, Thesis: „Konstruktionen von Geschlecht, Sexualität und Behinderung im Diskurs zum Thema der sexuellen Selbstbestimmung von Menschen mit Lernschwierigkeiten“ (2015); Seit 2015: Masterstudiengang „Beratung und Vertretung im Sozialen Recht“ an der TH Köln. Mehrjährige Erfahrung im Assistenz- und Betreuungsdienst für Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen; Wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt „Barrierefreie Lehre“ an der TH Köln/Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften