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Editorial Online-Journal soziales_kapital

Abstract

Seit den Anfängen der Sozialen Arbeit werden Methoden, Handlungsweisen und Praktiken in den unterschiedlichsten Bereichen ihrer Handlungsfelder betrachtet und diskutiert. Dabei gilt es nach Michael Galuske (2013: 20), die ‚Methodenfrage‘ nicht ausschließlich der Praxis zu widmen, sondern sie ganzheitlich und unter Berücksichtigung aller Facetten der Profession zu reflektieren. Fragen nach Handlungsweisen und Konzepten der Sozialarbeitspraxis sind angesichts gegenwärtiger Entwicklungen möglicherweise neu zu stellen: Sozialarbeitende agieren tagesaktuell und angesichts rasanter gesellschaftlicher Wandlungsprozesse, seit den Anfängen der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 sind sie zunehmend mit neuen Herausforderungen konfrontiert (vgl. u.a. Aghamiri/Streck/van Rießen 2022; Meyer/Alsago 2021; Müller-Hermann/Amez-Droz 2021; Reisberger 2025). Die Auswirkungen multipler weltweiter Krisen treffen auch die Gesellschaft in Österreich (vgl. Statistik Austria o.J.), wodurch sich die Lage besonders für vulnerable Gruppen zuspitzt und soziale Probleme vielerorts kumulieren (vgl. BMASGPK 2026). Zu zentralen Gegenwartsphänomenen in der Sozialen Arbeit zählen eine verschärfte Personalsituation sowie die Erhöhung der Nachfrage bei zu geringen Angeboten und mangelnden Ressourcen. Dabei steigt die Zahl von armutserfahrenen Personen, von (tendenziell jüngeren) Klient:innen und die Prävalenz psychischer Erkrankungen. Anhand dieser Entwicklungen wird eine Exklusion von Adressat:innengruppen auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen weiter begünstigt (vgl. Reisberger 2025). ...

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Literaturhinweise