Fallbezogene Dokumentation als Ko-Produkt?: Zur Bedeutung ko-produktiver Methoden für eine partizipative Dokumentationspraxis in der Sozialen Arbeit
Abstract
Die fallbezogene Dokumentation ist ein zentraler Bestandteil professionellen Handelns und erfüllt mehrere Funktionen auf verschiedenen Ebenen. Da Soziale Arbeit nur in Ko-Produktion mit den Adressat:innen möglich ist, stellt sich die Frage, inwiefern diese auch im Dokumentationsprozess als Ko-Produzent:innen miteinbezogen werden können. Dies könnte Machtasymmetrien reduzieren, die Transparenz erhöhen und professionsethische Prinzipien wie Partizipation, Nutzer:innenorientierung und Empowerment auch in den Dokumentationsprozess miteinbeziehen. Der vorliegende Beitrag diskutiert aktuelle Entwicklungen aus Wissenschaft und Praxis zum ko-produktiven Dokumentieren und präsentiert die Ergebnisse einer qualitativ teilnehmenden Beobachtung zu praktischen Ansätzen in einer Einrichtung des mobil betreuten Wohnens der Wiener Wohnungslosenhilfe. Dies soll Impulse geben zur weiteren wissenschaftlichen Beschäftigung, methodischen Weiterentwicklung und organisationalen Verankerung ko-produktiver Dokumentation.
Autor/innen-Biografie
Sarah Jachs
Sozialarbeiterin, mehrjährige Berufstätigkeit im Gewaltschutz, absolvierte das Bachelorstudium Transkulturelle Kommunikation, das Bachelorstudium Soziale Arbeit und das Masterstudium Sozialwirtschaft und Soziale Arbeit. Im Rahmen ihrer Masterarbeit beschäftigte sie sich intensiv mit dem Thema ko-produktives Dokumentieren in der Falldokumentation.