Digitale Bildgewalt als neue Form der häuslichen Gewalt
Abstract
Der Beitrag analysiert digitale bildbasierte Gewalt (DBG) im Paarbeziehungskontext und ihre Zuspitzung durch leicht verfügbare Deepfakes. Er zeigt begriffliche und juristische Lücken auf, beleuchtet die Prävalenz und Dynamiken des Phänomens sowie die gravierenden Folgen für Betroffene. Auf Basis aktueller Forschung werden Handlungsfelder für Soziale Arbeit und Politik skizziert: die Präzisierung von Begriffen, opferschutzorientierte Rechtsreformen, die Bereitstellung von forensischen und Beratungsressourcen, die Einrichtung von Plattformverantwortung, Bildungs‑ und Bystander‑Programmen.
Autor/innen-Biografie
Magdalena Habringer
Ist Lehrende und Forschende am Department Sozialwissenschaften/Soziale Arbeit (Hochschule Campus Wien). Ihre Schwerpunkte sind Gewaltschutz, digitale Gewalt/Cyber-Gewalt und Sozialarbeitsforschung.
Sabrina Luimpöck
Ist Professorin am Department Sozialwissenschaften/Soziale Arbeit (Hochschule Campus Wien) und Supervisorin. Ihre Schwerpunkte sind Biografie, Flucht (Schwerpunkt Kaukasus), Parallelgerichtsbarkeit, Gewalt in Paarbeziehungen sowie KI & Digitalisierung in der Arbeitswelt.
Marianne Skopal
Ist Inklusionspädagogin und Senior Researcher am Forschungszentrum Soziale Arbeit der Hochschule Campus Wien. Sie beschäftigt sich u.a. mit partizipativer Forschung, zum Beispiel mit Menschen mit Behinderungen.