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Chancen und Herausforderungen in der sekundären Prävention von Suchtmittelkonsum bei Jugendlichen

Abstract

Suchtmittelkonsum im Jugendalter spielt in Österreich eine große Rolle. Nach aktuellen Erhebungen ist Alkohol die am häufigsten konsumierte Substanz, zudem sind Nikotinprodukte und Cannabis im Lebensalltag von Jugendlichen präsent. Andere illegale Substanzen wie MDMA oder Kokain werden in geringerem Ausmaß konsumiert, der Mischkonsum von unterschiedlichen Substanzen ist jedoch tendenziell steigend. Auch wenn es sich häufig um Probierkonsum handelt, ist eine Auseinandersetzung mit der Thematik notwendig. Hier setzt der vorliegende Artikel an und geht dabei Chancen und Herausforderungen in der sekundären Prävention unter Einbezug des Lebensbewältigungskonzepts von Lothar Böhnisch aus der Perspektive der akzeptierenden Drogenarbeit nach. Zudem soll die Bedeutung der multiprofessionellen Zusammenarbeit aufgezeigt werden. Suchtmittelkonsum wird auf Basis dessen als möglicher Bewältigungsversuch in belastenden Lebensphasen verstanden. Sekundäre Prävention bedeutet folglich nicht primär Abstinenzorientierung, sondern die Stärkung von Konsum- und Risikokompetenz sowie die Entwicklung funktionaler Alternativen. Sie stellt damit einen Zugang dar, der Autonomie respektiert. Gleichzeitig werden rechtliche Spannungsfelder und strukturelle Barrieren als zentrale Herausforderungen für die Praxis aufgezeigt. 

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Autor/innen-Biografie

Nathalie Nunner

Studium Soziale Arbeit am MCI Innsbruck. Derzeit tätig als Sozialarbeiterin in der Entwicklungsförderung und ambulanten Betreuung bei der Heilpädagogischen Familien gGmbH und im baseCamp, einer Einrichtung der Tiroler Kinder- und Jugend GmbH.


Literaturhinweise