Seit den Anfängen der Sozialen Arbeit werden Methoden, Handlungsweisen und Praktiken in den unterschiedlichsten Bereichen ihrer Handlungsfelder (v. Rießen & Bleck, 2022) betrachtet und diskutiert. Die „Methodenfrage“ gilt es – Michael Galuske (2013, 20) folgend – nicht ausschließlich der „Praxis“ zu widmen, sondern ganzheitlich anhand aller Facetten der Profession zu reflektieren. Fragen nach den Handlungsweisen und Konzepten in der Praxis Sozialer Arbeit gilt es anhand gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen möglicherweise neu zu stellen. Wissenschaftliche Erkenntnisse, z. B. der Längsschnittstudie „So geht’s uns heute“ (Statistik Austria, 2021-2025), weisen seit 2020 wiederkehrend darauf hin, dass die sog. „vulnerablen“ Gruppen der Gesellschaft besonders stark von aktuellen Gesellschaftsentwicklungen getroffen werden. Diesen Phänomenen ist somit auch die Sozialarbeitspraxis direkt und indirekt auf unterschiedlichsten Ebenen ausgesetzt.
Solche Gegenwartsphänomene lassen sich beispielhaft wie folgt in einem (nicht abschließend zu treffenden) Überblick umfassen:
Anhand dieser Ausgangslage widmet sich die 32. Ausgabe der Zeitschrift soziales_kapital dem Thema „Profession Soziale Arbeit & Methodisches Handeln“, um mögliche Antworten auf die „Methodenfrage(n)“ anhand gegenwärtiger Perspektiven aus Praxis, Theorie, Forschung und Wissenschaft Sozialer Arbeit zu aktualisieren.
Literatur