soziales_kapital

soziales_kapital
wissenschaftliches journal österreichischer fachhochschul-studiengänge soziale arbeit
Nr. 5 (2010) / Rubrik "Junge Wissenschaft" / Standortredaktion St.Pölten
Printversion: http://www.soziales-kapital.at/index.php/sozialeskapital/article/viewFile/172/281.pdf


Manuela Weidl:

Sozialarbeit und soziale Ordnung in Schulen

1. Einleitung, methodische Vorbemerkung
In der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit werden zwei Schulen des gleichen Schultyps einander gegenüber gestellt, die sich in ihren administrativen Problemlösungsansätzen unterscheiden. Während in der Hauptschule Herzogenburg versucht wird, soziale Probleme mit Hilfe der Schulsozialarbeit in den Griff zu bekommen, wird in der Hauptschule Loosdorf bislang auf traditionellen Problemlösungspraktiken beharrt. Die Ausgangslage der durchgeführten Untersuchung beruht auf der zentralen Fragestellung, wie sich beide Schulen organisieren, um einerseits ein positives Klima und andererseits soziale Ordnung herstellen bzw. gewährleisten zu können. Auf dieser Grundlage betrachtet die Arbeit, welche organisatorischen und handlungspraktischen Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede sich bei der Erstellung eines positiven Klimas und einer sozialen Ordnung für die Bildungsinstitutionen ergeben und welche Problemlagen und Herausforderungen diese Prozesse fördern oder beeinträchtigen. Um einen möglichst ausgewogenen Blick in Bezug auf die Fragestellung zu erhalten, werden in der Forschungsarbeit die Ergebnisse einer qualitativen Befragung von Schulleitung, Lehrer/innen und Eltern präsentiert. Die Auswertung des Interviews der Schulsozialarbeiterin aus der HS- Herzogenburg fließt in die Ergebnisinterpretation mit ein. Die offen geführten Leitfadeninterviews wurden auf einem elektronischen Datenträger aufgezeichnet, transkribiert und inhaltsanalytisch ausgewertet.

Das Ziel der wissenschaftlichen Arbeit ist zu zeigen, welche Herausforderungen sich für beide Schulen ergeben, um einem positiven Klima und einer sozialen Ordnung gerecht zu werden. Zweitens soll durch den Kontrast deutlich gemacht werden, wie eine Schule agiert, die keine Schulsozialarbeit als Angebot für Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern zur Verfügung hat. Dadurch können Defizite aufgedeckt werden, die in Zukunft durch sozialarbeiterische Interventionen besser bewältigt werden könnten. Schulsozialarbeit ist in Österreich ein vernachlässigtes Tätigkeitsfeld der Sozialen Arbeit und befindet sich erst im Anfangsstadium der Entwicklung. Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus dieser Arbeit sollen Anbieter/innen von Schulsozialarbeit besonders in der Zusammenarbeit mit den Kooperationspartner/innen unterstützen.

2. Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
Bei der inhaltlichen Analyse wird deutlich, dass das Schulklima grundsätzlich in beiden Hauptschulen positiv bewertet wird, obwohl explizit in den Interviews Problem- und Konfliktsituationen angeführt werden. Für die Entstehung eines positiven Klimas werden als maßgebliche Faktoren eine funktionierende Zusammenarbeit aller Verantwortungsträger und die gegenständliche Schulumwelt als Einflussfaktor aufgezeigt. Die angeführten Problem- und Konfliktsituationen sind in beiden Hauptschulen auffällig ähnlich. Von den Hauptschulen werden Spannungen, physische und psychische Konflikte, Streitigkeiten und Mobbing unter den Schüler/innen als dominierende Problem- bzw. Konfliktsituationen dargestellt. Von den Schulen wird wahrgenommen, dass die Hemmschwelle zur Gewaltausübung gesunken ist. Besonders wird von der Hauptschule Herzogenburg bekräftigt, dass die Gewalttätigkeit bei den Jugendlichen zugenommen hat. Ein herauskristallisierendes Phänomen, welches von den Hauptschulen und Erziehungsberechtigten angeführt wird, ist die steigende Respektlosigkeit bei den Kindern und Jugendlichen gegenüber Erwachsenen und Mitschüler/innen. Diese Veränderung wird auf den zunehmenden Autoritätsverlust zurückgeführt und auf die Vernachlässigung der Wertevermittlung in den Familien.

Mobbingsituationen zwischen Schüler/innen hat es den Befragten zufolge schon immer gegeben, was sich daran verändert hat ist die gewalttätige Komponente und die Zunahme des Mobbings von Seiten der Schüler in Richtung Lehrer. Die Schulsozialarbeiterin der Hauptschule Herzogenburg bestätigt, dass Mobbing ein Hauptthema in der Beratung ist. Rassismus wird von der Hauptschule Herzogenburg berichtet und scheint ein bedeutendes Problemfeld im Schulalltag zu sein. Obwohl Migranten und Migrantinnen die Hauptschule Loosdorf besuchen, scheint die Vermischung der Kulturen an dieser Schule kein Problem darzustellen. In dem nachgezeichneten Problemfeld versuchen beide Institutionen mit pädagogischen Maßnahmen direkt auf Fehlverhalten zu reagieren wobei betont wird, dass die gesetzten Maßnahmen oft nur kurzfristig greifen. Die Lehrer/innen werden mit Provokationen der Schüler/innen und einem ständigen Austesten der Grenzen konfrontiert. Beim Vergleich stellt sich heraus, dass die Lehrkräfte beider Hauptschulen ihrem primären Auftrag der Wissensvermittlung nicht effizient nachkommen können. Verantwortlich dafür ist nach Aussagen der Lehrkräfte und der Schulleiter die steigende Zahl an verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen. Weiters kommen Schüler/innen vermehrt mit unbewältigten Problemen in die Schule. Es wird bemerkt, dass verhaltensauffällige Schüler/innen es nicht schaffen, sich in eine Gemeinschaft zu integrieren und dass hinter dem devianten Verhalten oftmals außerschulische, familiäre Probleme stehen.

Die Hauptschulen als Pflichtschulen müssen sich dieser Herausforderung stellen, sie sind gesetzlich verpflichtet (Vollzeitschulpflicht) ebenso Schüler/innen die Probleme machen von anderen Schulen aufzunehmen. In diesem Kontext wird speziell auf die intensive Elternarbeit eingegangen, welche von den Lehrer/innen oftmals ihre Freizeit einfordert. Durch den Anstieg an Problemschüler/innen hat sich die Elternarbeit der Lehrer/innen und Direktoren intensiviert. Hingewiesen wird auf eine zusätzliche Erschwernis, wenn die Erziehungsberechtigten die Kooperation verweigern und dadurch eine Situationsverbesserung des/der Schülers/in blockiert wird. Vor allem die Direktoren werden in ihrer Position als Schulleiter vorwiegend mit Problemschüler/innen konfrontiert, was einen hohen Zeit- und Energieaufwand beansprucht und deren organisatorische Arbeit der Schulleitung einschränkt.

Eine bemerkenswerte Erkenntnis zeigt sich aus den sozialisationsrelevanten Veränderungen und deren Auswirkungen auf die Kinder und Jugendlichen sowie auf die Institution Schule. Allgemein wird ein Zusammenhang zwischen der Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen und den Sozialisationsbedingungen, in denen Kinder und Jugendliche aufwachsen, gesehen. Verändert haben sich nach Aussagen der Interviewpartner/innen die familiären Konstellationen. Die Lehrer/innen stellen für die Schüler/innen häufig andere Rollenbilder dar. Viele Kinder und Jugendliche leben in alternativen Familienformen, wie "Ein-Eltern-Familien" und Fortsetzungsfamilien nach einer Trennung bzw. Scheidung oder Familien in denen beide Elternteile vollzeit-erwerbstätig sind. Besonders die Erwerbstätigkeit der Erziehungsberechtigten wird von beiden Schulen thematisiert und kritisiert. Die Lehrkräfte wissen, dass viele Schüler/innen "Schlüsselkinder" sind, dass sie sich teilweise selbst versorgen müssen und es ihnen an Ansprech- und Bezugspersonen fehlt. Die Lehrer/innen betonen, dass durch die Berufstätigkeit beider Elternteile, die Kinder und Jugendlichen emotional vernachlässigt werden und manche sogar verwahrlosen. Die Schulsozialarbeiterin vermerkt die schwierige Arbeitsmarktlage, welche sich indirekt auf die Kinder und Jugendlichen auswirkt. Aus ihren Erfahrungen mit Beratungen geht hervor, dass die Schüler/innen zunehmend verunsichert sind und dass sich die existenziellen, emotionalen Belastungen der Eltern auf die Kinder und Jugendlichen übertragen. Es charakterisieren sich bei den Schüler/innen deutlich psychische Belastungen.

Die interviewten Erziehungsberechtigten sehen die Berufstätigkeit ambivalent. Einerseits wird eine Gefahr darin begründet, wenn die Erziehung und Betreuung der Kinder vernachlässigt wird, andererseits spielt der Erhalt des Lebensstandards eine tragende Rolle. Den Lehrkräften fällt auf, dass durch die Berufstätigkeit, die Erziehungsberechtigten ihrem Erziehungsauftrag nicht entsprechend nachkommen. Unklare, prekäre Familienverhältnisse, wirken sich negativ auf die emotionale Lage der Schüler/innen aus, was wiederum die schulische Situation beeinträchtigt. Aus der Untersuchung geht hervor, dass die Vorbildfunktion der Erziehungsberechtigten zu kurz kommt und dass die Eltern nach getaner Arbeit zu müde sind, um sich mit ihren Kindern auseinanderzusetzen. Gemeinsame Unternehmungen bzw. Spiele, Gespräche, das Interesse und die Erziehung der Kinder und Jugendlichen werden vernachlässigt. Die traditionell-bürgerliche Kernfamilie hat sich gewandelt, und damit ebenso ihr Status als primäre Sozialisationsinstanz. Eine große sozialisatorische Wirkung wird den Medien zugeschrieben. Einheitlich wird von den Hauptschulen sowie von den Erziehungsberechtigten erkannt, dass die mediale Welt bei den Kindern und Jugendlichen einen hohen Stellenwert einnimmt. Obwohl Medien wie Internet, Fernsehen, Videospiele zum Alltag der Schüler/innen dazugehören, wird die intensive, unkontrollierte Nutzung kritisiert. Die Medien sind keine direkten Kommunikationspartner/innen für die Kinder und Jugendlichen und dadurch, dass es vielen an Bezugspersonen fehlt, nehmen sie viel an Input auf, ohne das Gesehene mit jemanden reflektieren zu können. In der Schule äußert sich dadurch ein intensives Mitteilungsbedürfnis, auf das die Lehrer/innen aus zeitlichen Gründen nicht eingehen können. Die Medien prägen das Weltbild der Kinder und Jugendlichen, sie formen Normen, Werte, Einstellungen und Rollenbilder, besonders wo eigene Erfahrungen und Erlebnisse der Kinder und Jugendlichen fehlen und wo Einstellungen noch nicht gebildet oder erst bruchstückhaft vorhanden sind. Diese Erkenntnisse korrelieren mit den Beiträgen von Bründel, Hurrelmann, Schwarte, Kränzel-Nagel und Mierendorff.

Sozialisationsbedingte Veränderungen dringen in den Schulalltag ein. Sie verlangen von den Lehrer/innen und Schüler/innen Bewältigungsleistungen. Die Lehrer/innen und die Direktoren verfügen nicht über die Zeitressource und über die spezifische Ausbildung, um sich diesen Begebenheiten und Herausforderungen anzunehmen. Intensive Erziehungs- und Beziehungsarbeit, gesellschaftliche Veränderungen, Rollenzuschreibungen, Verwahrlosung, Krisensituationen, gewalttätige Übergriffe und das Abwarten und Umgehen mit diesen Situationen, fordert und überfordert die Lehrkräfte und Schulleiter. Ihr Arbeitsalltag und ihre Arbeitsbedingungen haben sich verändert. Die Lehrer/innen erwähnen, dass sie schulische Probleme mit nach Hause nehmen und ihnen keine Supervision für ihre Psychohygiene zur Verfügung steht. Die Schule als grundlegende Sozialisationsinstanz ist mit diesen Gegebenheiten überlastet und benötigt Unterstützung und Hilfe von außen. Die Erziehungsberechtigten äußern ihr Verständnis darüber, dass die Lehrer/innen überfordert sind. Dennoch sind sie der Überzeugung, dass der Erziehungsauftrag von der Schule ergänzt werden muss. Die Vermittlung von einem disziplinierten und ordnungsgemäßen Verhalten, wird als Teilauftrag der Schule zugeschrieben. Die Schule als sozialisierende Instanz wird als wichtiger Integrationsfaktor von den Erziehungsberechtigten für den Werdegang der Kinder und Jugendlichen fundiert.

Ausgehend von der Forschungsfrage, wie soziale Ordnung von der Schule gewährleistet wird, ergibt sich aus der inhaltsanalytischen Auswertung, dass den beiden Hauptschulen zwei grundlegende Handlungsalternativen zur Verfügung stehen. Einerseits die Reaktion, welche auf ein konkretes Fehlverhalten anknüpft und andererseits die Prävention, welche zukünftiges Fehlverhalten vermeiden soll. Diese beiden Handlungsalternativen werden durch schulinterne oder durch schulexterne Maßnahmen umgesetzt. Beiden Hauptschulen verwenden primär bei einem Fehlverhalten der Schüler/innen pädagogische Maßnahmen. Sollten die pädagogischen Maßnahmen keine Wirkung erzielen, werden sogenannte Ordnungsmaßnahmen ergriffen, die einem störungsfreien Unterricht und zur Abwehr von Gefahren und somit zur Sicherung dienen.

Eine erzieherische Wirkung und die Wirkung der Gefahrenabwehr ist bei den Maßnahmen nur dann gewährleistet, wenn ein enger zeitlicher Bezug zum Fehlverhalten besteht und schnell agiert wird. Hier wird Kritik von den Lehrkräften und Direktoren der Hauptschulen geübt, weil schwerwiegendere Problemsituationen zuerst an die Schulbehörde weitergeleitet werden, um entsprechende Ordnungsmaßnahmen einzuleiten. Dies ist vor allem ein Problem, wenn gewalttätige Übergriffe an der Schule passiert sind und erst Monate später z.B. ein Schulverweis erfolgt. In der Hinsicht haben die Lehrer/innen, Direktoren und Erziehungsberechtigten eine klare Vorstellung, dass bei Gewaltsituationen sofort eingegriffen wird und adäquate Maßnahmen umgehend erfolgen. Die Erziehungsberechtigten übergeben ihre Verantwortung und Aufsichtspflicht der Schule und erwarten dementsprechend kompetentes Handeln. In Bezug zu den pädagogischen Maßnahmen, ist den Erziehungsberechtigten das Interesse am Kind wichtig. Von der Schule soll auf den/die Schüler/in und seine/ihre Probleme und Anliegen eingegangen werden, im Sinne einer sozialen Kompetenzförderung.

Schulexterne Maßnahmen sind durch die Hilfe von außen gekennzeichnet und werden meistens dann herangezogen, wenn die schuleigenen bzw. schulinternen Maßnahmen nicht mehr ausreichen. In beiden Schulen erfolgt die Zusammenarbeit mit schulexternen Personen bzw. Behörden, größtenteils in Abhängigkeit von konkreten Problemstellungen. Häufig kooperieren die Schulen mit den Erziehungsberechtigten, der Schulbehörde, Schulpsychologie, Jugendwohlfahrt und damit verbunden mit der Schulsozialarbeit, welche an der Hauptschule Herzogenburg implementiert ist. Aus der Perspektive der Lehrkräfte und der Schulleiter, stellen die Schulbehörde und die Polizei bei Problemschüler/innen keine qualifizierten Ansprechstellen dar. Die angewandten schulinternen präventiven Maßnahmen, können im Schulalltag von den Lehrer/innen nicht kontinuierlich, sondern nur sporadisch angeboten werden. Soziales Lernen oder Suchtprävention ist kein etabliertes, beständiges Angebot für die Schüler/innen. Obwohl die soziale Kompetenzförderung und Aufklärung von allen Interviewpartner/innen für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen für wichtig und erforderlich gehalten wird, ist es den Lehrer/innen aus organisatorischen und fachlichen Gründen nicht möglich sich täglich dieser Aufgabe zu widmen. Mehr Nachhaltigkeit wird von den Lehrkräften, Direktoren und Erziehungsberechtigten in einer kontinuierlichen Präventionsstrategie gesehen. In diesem Zusammenhang wird besonders von der Hauptschule Herzogenburg die schulexterne Kooperation mit Schulsozialarbeit hervorgehoben, welche als präventive Maßnahme und Unterstützung im Schulalltag wahrgenommen wird.

Die Lehrer/innen und der Direktor werten es als Vorteil, dass sie die Schüler/innen mit ihren Problemlagen zur Schulsozialarbeiterin verweisen können. Schulsozialarbeit wird an der Hauptschule Herzogenburg als Ressource für die Lehrer/innen, Schüler/innen und deren Erziehungsberechtigten begründet. Durch einen einfachen, niederschwelligen Zugang vor Ort, kann Unterstützung und Hilfe unkompliziert in Anspruch genommen werden. Die Lehrkräfte und der Direktor sehen in der Kooperation mit einer zweiten Profession eine Entlastung und Bereicherung. Für sie ist es belangvoll, dass die Schulsozialarbeiterin mit ihrem speziellen Methodenrepertoire der Sozialen Arbeit individuell auf den/die Schüler/in eingehen kann und soziale Themen anhand von z.B. Klassenaktionen aufgegriffen und thematisiert werden. Die Lehrer/innen bekräftigen, dass sie in ihrem Erziehungsauftrag von der Schulsozialarbeiterin unterstützt und die Schüler/innen in ihren sozialen Kompetenzen gefördert werden. Es wird angemerkt, dass viele Fälle durch die Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeiterin bereits gelöst wurden. Die Lehrkräfte und der Direktor sehen eine weitere Etablierung von Schulsozialarbeit für relevant, profitabel und zukunftsweisend.

Die Schulsozialarbeiterin, die an der Hauptschule Herzogenburg tätig ist erläutert, dass die Verschwiegenheitspflicht anfänglich hinderlich für die Kooperation mit den Lehrer/innen war und sie gewisse Vorbehalte gegenüber ihrer Arbeit abbauen musste. Durch eine intensive Beziehungsarbeit ist es der Sozialarbeiterin gelungen, Vertrauen herzustellen und Schulsozialarbeit an der Hauptschule Herzogenburg zu etablieren. Sie vermerkt, dass die Lehrer/innen aufgrund zeitlicher und fachlicher Unzulänglichkeiten nur begrenzt auf den/die Schüler/in eingehen können und sie in ihrer Position als Schulsozialarbeiterin unterstützend und entlastend wirkt und sie mit vielen Einzelberatungen ausgelastet ist. Beide Schulen weisen ähnliche Problemlagen auf, verfügen aber nicht über dieselben Ressourcen. Der Direktor der Hauptschule Loosdorf kann auf keine professionelle Unterstützung zurückgreifen. Er bekundet, dass es aufgrund der multiplen Problemlagen des Öfteren zu Überforderungs- und Überlastungszuständen kommt und er deswegen intensive Motivationsarbeit bei den Lehrer/innen leisten muss. Die Lehrkräfte und der Direktor plädieren für eine professionelle, beständige Unterstützung am Ort Schule, die sich den Problemlagen und sozialisationsbedingten Herausforderungen annimmt. Die Hauptschule Loosdorf und die befragten Erziehungsberechtigten sprechen sich für die Schulsozialarbeit und damit für eine Kooperation mit einer zweiten Profession neben dem Lehrbetrieb aus.

3. Schlussfolgerungen und Ausblick
In der Untersuchung wird deutlich, dass die Schule aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen nicht mehr in der Lage ist, ihrem Erziehungs- und Bildungsauftrag nachzukommen. Die sozialisationsbedingten Veränderungen und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Kinder und Jugendlichen werden von der Schule erkannt. In Zusammenhang damit wird deutlich, dass abgesehen von der formellen Bildung, die informelle Bildung durch den Alltag, die Familie, Nachbarschaft, Arbeit und Freizeit Bedeutung erlangt. Die Schule als grundlegende Sozialisationsinstanz ist mit den rasch voranschreitenden gesellschaftlichen Entwicklungen überfordert. Im Rahmen ihres Auftrages ist es den Lehrkräften zeitlich, personell und fachlich nicht möglich, sich diesen Angelegenheiten hinreichend zu widmen. Die eigenen Ressourcen und Strategien reichen nicht aus, um den Problemlagen im Schulalltag kompetent zu begegnen. Um aus diesem Anspruchsdilemma zu gelangen, bietet sich Schulsozialarbeit an den Schulen an.

Das Aufwachsen eines Kindes ist aufgrund der gesamtgesellschaftlichen Entwicklungsdynamik, permanenten Veränderungen unterworfen. Eine gelingende Sozialisation funktioniert nicht automatisch, sondern ist davon abhängig wie der/die einzelne Schüler/in Entwicklungskrisen wahrnimmt und diese bewältigt. Gerade bei der jungen Generation, sind spezifische Kompetenzen und Coping-Strategien noch nicht vorhanden. Jugendliche mit einer geringen Auswahl an Problemlösungsstrategien geraten mitunter in schwierige Situationen, in denen sie Gewalt als einzigen Ausweg sehen. Kompetenzförderung bei den Kindern und Jugendlichen wird von den Interviewpartner/innen gefordert und als wichtige Grundlage erachtet. Kompetenzen und Coping-Strategien helfen den Schüler/innen äußere Lebensumstände, die eigene Lebensgestaltung und alltägliche Interaktionen zu bewältigen. Sozialisationsbedingte Veränderungen und die damit verbundenen Herausforderungen und Risiken verlangen Unterstützung und Hilfe. Der Bedarf an Schulsozialarbeit zeichnet sich hier ab. Schulsozialarbeit wird von der Hauptschule Herzogenburg als Ressource und Unterstützung propagiert und von der Hauptschule Loosdorf als nötige Unterstützung eingefordert. In der Untersuchung wird deutlich, dass es schulintern an funktionierenden Strategien und an nötigen Ressourcen mangelt.

Die angedeuteten Phänomene aus den Interviews müssen als gravierende Sozialisationsdefizite begriffen werden. Die Sozialisationsdefizite resultieren einerseits aus einer Erziehungsvergessenheit und andererseits aus den sich verschlechternden gesamtgesellschaftlichen Sozialisationsbedingungen, in denen die nachwachsende Generation aufwächst. Grundlegende Phasen der Sozialisation werden in der Kindheit und Jugend durchlaufen. Blickt man auf die Ist-Situation und auf die zukünftigen Befürchtungen der Lehrer/innen, wird Schulsozialarbeit künftig eine wichtige Ressource für die Institution Schule darstellen. Schule muss begriffen werden als sozialer Lebensort der Schüler/innen und nicht nur als Ort wo Lernvermittlung stattfindet. Das Schulleben ist für die Schüler/innen in der Regel dann befriedigend, wenn eigene Interessen, Wünsche und Erwartungen einigermaßen in der Institution Platz haben. Kein Mensch kann seine Wurzeln abstreifen, aber die Art und Weise wie sich ein Individuum mit seinen Anlagen auseinandersetzt, hängt desgleichen von äußeren Faktoren ab und somit vom Anregungsgehalt der Umwelt.

Bei unzähligen Problem- bzw. Konfliktsituationen in der Schule sind schulinterne Maßnahmen zweckdienlich, aber in vielen Fällen reichen diese Maßnahmen nicht aus und eine Kooperation mit schulexternen Personen bzw. Behörden wird erforderlich. Hier zeigt sich, dass eine "Oberflächenbehandlung" nicht zufriedenstellend ist und ein Fehlverhalten von seiner Wurzel her betrachtet werden muss. Die Lehrkräfte sehen hinter den Verhaltensauffälligkeiten der Schüler/innen, außerschulische, familiäre Probleme. Das heißt, hier werden andere Maßnahmen und Interventionen verlangt, wo auf Disziplinarmaßnahmen verzichtet, dafür soziale Hilfe angeboten und eingesetzt wird und somit der psychosoziale Hintergrund der Schüler/innen aufgegriffen. Die soziale Ordnung hängt mit dem psychosozialen Hintergrund der Schüler/innen zusammen und ist somit ein Wirkfaktor für die soziale Ordnung in der Schule. Langfristig angelegte und beständige präventive Maßnahmen können neben einer Symptombehandlung insbesondere eine Ursachenbehandlung anstreben und somit zu einer dauerhaften Verhaltensänderung führen. Bei wiederkehrenden Fehlverhalten eines/r Schülers/in, bei längerfristigen Konflikten oder Problemsituationen, schaut Schulsozialarbeit mehr in den/die Schüler/in hinein, ist biographisch an dem/der Schüler/in interessiert und blickt über den Tellerrand der Institution Schule hinaus, es ergibt sich damit ein lebensweltorientierter Ansatz. Durch integrierte Präventionsprogramme wie Schulsozialarbeit am Ort Schule, können den Kindern und Jugendlichen neue Perspektiven eröffnet werden. Junge Menschen profitieren davon, dass sie bei Problemlagen bei Bedarf Unterstützung und Hilfe beanspruchen können. Schulsozialarbeit kann dazu beitragen, dass die individuelle Verarbeitung der eigenen Biografie eines/r Schülers/in und der konstruktive Umgang mit Misserfolgen entscheidend für deren weiteren Lebensweg ist.

Eine Entkoppelung der Institution Schule und der Jugendwohlfahrt wird den heutigen Problemlagen der Kinder und Jugendlichen sowie den sozialisatorischen Veränderungen nicht mehr gerecht. Viele Kinder und Jugendliche können auf keine familiären Ressourcen und Unterstützungsleistungen zurückgreifen. Die Schule ist daher auf eine "biographieorientierte Kooperation" mit der Kinder- und Jugendhilfe angewiesen. Eine Kinder- und Jugendhilfe die von den Problemen aus agiert, die Schüler/innen haben und nicht von den Problemen aus, die sie machen, hat sich längst von einer fallreaktiven zu einer biographisch begleitenden und ermöglichenden Sozialisationsinstanz entwickelt. Der Einbau der biographischen Komponente in das Schulsystem, in Form einer auf die Person des/der Schülers/in fokussierten Schulsozialarbeit, ist dabei eine wertvolle und lösungsorientierte Ressource. Nicht erst dann, wenn Krisensituationen und dringender Handlungsbedarf bestehen, soll Sozialarbeit hinzugezogen werden, sondern möglichst im Vorfeld, wo Problem- bzw. Konfliktsituationen sich anbahnen. Mit der Schulsozialarbeit bietet sich eine zukunftsweisende Realisierung an, indem schulinterne Maßnahmen und schulexterne Maßnahmen nicht getrennt voneinander auftreten, sondern anhand eines kooperativ übergreifenden Konzeptes von Jugendwohlfahrt und Schule etabliert wird. Die Ergebnisse der Untersuchung bekräftigen, dass Schulsozialarbeit längerfristig und auf Kontinuität aufgebaut sein sollte. Bei einem "kooperativ-konstitutiven Modell" sind Jugendwohlfahrt und Schule um eine intensive Kooperation bemüht, indem die Zusammenarbeit der beiden Professionen ein zentrales Merkmal darstellt. Eine Herausforderung für die Schulsozialarbeit besteht darin, einen transparenten Ausgleich zwischen den Interessen und Erwartungen der Schüler/innen, Erziehungsberechtigten, Lehrer/innen, des Trägers sowie der eigenen Person als Schulsozialarbeiter/in zu erreichen. Schulsozialarbeit kooperiert mit der Schule, ist aber eine eigenständige unabhängige Profession mit einem persönlichen Auftrag. Wenn Schulsozialarbeiter/innen den Kindern und Jugendlichen zur Seite stehen, sie unterstützen, beraten und fördern, werden automatisch positive Rückkopplungseffekte erzielt, damit wird es möglich ebenfalls schwierige Sozialisationsaufgaben zu bewältigen. Die Ziele verdeutlichen, dass Schulsozialarbeit nicht primär auf den schulischen Erfolg der Schüler/innen ausgerichtet ist, sondern individuelle, soziale und berufliche Aspekte vordergründig berücksichtigt werden. Schulsozialarbeit kann natürlich sekundär zu einer schülerfreundlichen Umwelt und zu einem positiven Klima in der Schule beitragen. Die Lehrkräfte gehören zu den wichtigen Ansprechpersonen der Kinder und Jugendlichen im Schulsystem. Sie sind mit Schüler/innen Tag täglich konfrontiert und bemerken, wenn es dem/der Schüler/in nicht gut geht. Wenn eine Kooperation gelingt, ist der Zugang zu den Angeboten der Schulsozialarbeit sichergestellt. Das heißt, der Schlüssel zum Erfolg, besteht in der Zusammenarbeit mit den Lehrkräften. Die Schule kann für beide Professionen ein optimaler Platz sein, indem die Pädagogik kognitives Wissen und die Sozialarbeit die soziale Kompetenz der Schüler/innen fördert. Die Fachkräfte der Sozialen Arbeit bereichern mit ihrer Sicht und ihren Methoden und Herangehensweisen das Schulsystem. Das Ziel einer Zusammenarbeit ist, die Sozialisation der Kinder und Jugendlichen gemeinsamen zu unterstützen und gemeinsam bessere Entwicklungschancen und Möglichkeiten zu eröffnen.

Durch die Schulsozialarbeit kann möglicherweise ein Scheitern der Schüler/innen, in Zusammenarbeit mit der Schule und den Erziehungsberechtigten in der Zukunft reduziert oder sogar verhindert werden. Die Schulsozialarbeit übernimmt eine Unterstützungsfunktion, sie ist aber kein Allheilmittel für jeglichen missglückten Sozialisationsprozess. Ihre Grenzen ergeben sich, wenn negative gesamtgesellschaftliche Sozialisationsbedingungen auf das Individuum wirken und dadurch ein integrativer Vorgang behindert bzw. verhindert wird. In dem Moment ist nicht nur die Familie, die Schule oder die Jugendwohlfahrt gefragt, sondern die ganze Gesellschaft mit dem Sozialisationsprozess der nächsten Generation konfrontiert. Es ist wichtig den Kindern und Jugendlichen Werthaltungen, Verhaltensweisen, Denkstile, Normen, Kenntnisse, Kompetenzen mit auf den Weg zu geben, damit ein gesellschaftsreproduzierender Vorgang gewährleistet wird. Die Sozialarbeit übernimmt in diesem Prozess, eine enorm wichtige gesellschaftliche Aufgabe.

In Zukunft wird die Schule mehr aus sich heraus treten müssen, und ihre Überlastungen deutlicher zur Sprache bringen müssen, damit die Gesellschaft informiert und sensibilisiert wird. Schulsozialarbeit kann öffentliche Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit leisten, indem sie die Notwendigkeit von Erziehung der Kinder und Jugendlichen und die Bedeutung von sozialisationsrelevanten Bedingungen in der Gesellschaft propagiert. Die "geheimen Miterzieher" wie die Medien, dürfen dabei nicht unerwähnt bleiben, sowie die sozialisatorische Wirkung der gesamtgesellschaftlichen Verhältnisse. Überdies sollten weitere begleitende Evaluationsforschungen im Feld Schule - Sozialarbeit angestrebt werden, damit die Ergebnisse repräsentativ über die Fachöffentlichkeit hinaus ihren Weg in eine öffentliche Debatte finden. Solche Initiativen sollten unterstützt und ausgestaltet werden, damit der Gefahr einer sozialen Ausschließung im Vorfeld entgegengewirkt wird.


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Über die Autorinnen

Mag.a (FH) Manuela Weidl, Jg. 1979
So041044@fh-stpoelten.ac.at
Lebensphilosophie: "If you never try, you will never know"
Abschluss des Studiums der Sozialwissenschaft im November 2008 an der Fachhochschule St. Pölten.
Mitarbeiterin beim Projekt "Soziale Sicherheit im ländlichen Raum". Tätig im Bereich der Jugendwohlfahrt. Gegenwärtig beschäftigt beim "NÖ Landesverein für Sachwalterschaft und Bewohnervertretung".






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