Sozialarbeit und soziale Ordnung in Schulen

Manuela Weidl (Standortredaktion St. Pölten)

Abstract


Aktuellen Pressemeldungen zufolge, machen sich in Österreich zunehmend Problem- bzw. Krisensymptome an den Schulen bemerkbar, die darauf hinweisen, dass sich die Lehrkräfte mit Sachverhalten auseinandersetzen müssen, welche für sie immer häufiger zu Überlastungs- und Überforderungszuständen führen. Es stellt sich die Frage, ob die Problemlösungskapazitäten der Schulen erschöpft sind. Die Schule legt die Brücke zwischen familiärer Herkunft und sozialer Zukunft der Kinder und Jugendlichen. Deshalb erscheinen die Krisensymptome nicht nur die Bildungsinstitution Schule zu betreffen, sondern weisen auf ein gesamtgesellschaftliches Problem hin. Wenn die Schule als wichtige Sozialisationsinstanz Krisensymptome aufweist, muss genauer eruiert werden woraus diese Problemlagen resultieren. Nimmt man die Thematik ausführlicher ins Visier, bezieht sich die Problematik nicht gesondert auf das schulische System, sondern haftet vielmehr auf gesamtgesellschaftlichen Entwicklungsprozessen. In diesem Kontext beschäftigt die Brisanz des Themas desgleichen die Sozialwissenschaft.

According to recent headlines in the press, schools in Austria increasingly have to deal with symptoms of crises. The teachers are overburdened and overwhelmed and it seems that the schools’ capacity and ability to deal with problematic issues are overstretched. Schools are the bridge between the familiar origin and the social future of the children. Therefore these symptoms of a general crisis cannot be limited to the educational institutions, but include society as a whole. When schools mirror these crisis issues it is advisable to investigate, because the development of society could be at risk. In this context this pressing and charged topic concerns likewise social science.

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