soziales_kapital

soziales_kapital
wissenschaftliches journal österreichischer fachhochschul-studiengänge soziale arbeit
Nr. 12 (2014) / Rubrik "Sozialarbeitswissenschaft" / Standort Wien
Printversion: http://www.soziales-kapital.at/index.php/sozialeskapital/article/viewFile/364/609.pdf


Helga Gaber:

Peer Support und Housing First?

Möglichkeiten und Ambivalenzen bei besonderer Berücksichtigung von Betroffenenkompetenz1


Peer Support hat im Bereich der Behindertenarbeit große Erfolge erzielt und gilt im Bereich der Wohnungslosenhilfe als vielversprechender Ansatz. Im Guide „Social Innovation to Combat Homelessness“ (2012) empfiehlt die FEANTSA2 (European Federation of National Organisations working with the Homeless) Einrichtungen, die im Bereich der Wohnungslosenhilfe tätig sind, den Einsatz von Peer Support und verweist auf die positiven Effekte, die im Unterstützungsprozess entstehen können. (vgl. FEANTSA 2012: 12f)

„Peers have a unique understanding of both the realities of homelessness and the barriers faced when accessing care.“ (FEANTSA 2012: 12)

Wohnungslose Menschen sollen durch Peer Support von den Erfahrungen (ehemals) wohnungsloser Menschen im Umgang mit Unterstützungssystemen und möglichen Barrieren und den Vorteilen eines ausgeglichenen Machtverhältnisses profitieren. (vgl. ebd.)

„For these reasons, there is growing awareness that they [die Peer-Supporter_innen, Anm. d. Verf.] can play a key role in improving (…) outcomes for homeless people.“ (ebd.)

Hauptmerkmal von Peer Support ist die eigene Betroffenheit der Peer-Supporter_innen. (Vgl. Hermes 2006: 77) Diese Betroffenenkompetenz bildet, nach einer fachlichen Verortung der Methode des Peer Support, den Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Ambivalenzen von Peer Support, um schließlich mögliche Potentiale des Ansatzes für Housing-First-Projekte auszumachen.


1. Peer Support
Peer Support bzw. Peer Counseling ist eine Methode, deren Ursprung in den USA mit dem Beginn der Independent-Living-Bewegung zu verorten ist. (vgl. Wienstroer 1999: 166)

„Peer“ kann in diesem Zusammenhang mit „Gleichgestellte_r“, „Kamerad_in“ oder „Ebenbürtige_r“ übersetzt werden und „Support“ mit Unterstützung oder Förderung. (vgl. Miles-Paul 1992: 20) „Demnach läßt (sic!) sich der Ausdruck Peer Support in diesem Zusammenhang am ehesten mit Unterstützung durch Ebenbürtige oder Gleiche übersetzen.“ (Miles-Paul 1992: 20) Peer Support beschreibt also die Unterstützung von Peer zu Peer, oder vielmehr die gegenseitige Unterstützung von Menschen mit geteilten Erfahrungswerten in ähnlichen Lebenssituationen. Im Kontext von Peer Support kommt es etwa zu Unterstützungsleistungen von Menschen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung oder zu Unterstützungsangeboten von (ehemaligen) wohnungslosen Menschen für wohnungslose Menschen.


1.1 Ziele von Peer Support und Peer Counseling
In der gesichteten Literatur werden die zwei Begrifflichkeiten Peer Support und Peer Counseling teilweise synonym verwendet, wenngleich sie eigentlich klar voneinander differenziert werden können.

Bill und Vicki Bruckner bezeichnen Peer Counseling etwa als „Anwendung von Problemlösungs-Techniken und aktivem Zuhören, um Menschen, die ‚gleichartig‘ (peers) sind, Hilfestellung zu geben.“ (Bruckner 1994: o. S. zit. in: Brunner 2009: 34).

Tobias Reinarz und Friedhelm Ochel, Vertreter des Selbstbestimmt-Leben-Zentrums in Köln, werden in ihren Ausführungen noch etwas genauer und beschreiben Peer Counseling als emanzipatorische Beratungsmethode von Peer zu Peer, die an den Bedarfslagen und Ressourcen der Ratsuchenden ausgerichtet ist, mit dem Ziel die jeweilige Lebenssituation dieser zu verbessern ohne Überforderung oder Fremdbestimmung zu bewirken. (vgl. Berufsverband Peer-Counseling e.V.: o. J.)

Peer Counseling setzt also einen inhaltlichen Schwerpunkt im Bereich der Beratung, wohingegen Peer Support neben Beratungstätigkeiten auch weitere Unterstützungsangebote umfasst. (vgl. Miles-Paul 1992: 20f) Vielmehr geht es um die Beratung, Unterstützung und Begleitung durch Menschen mit ähnlichen Erfahrungswerten in ähnlichen Lebenssituationen, mit dem Ziel spezifische Problemstellungen zu bearbeiten. (vgl. Wienstroer 1999: 165) Dabei wird Peer Support als Methode verstanden, die die Fähigkeiten und Ressourcen von Menschen in den Vordergrund stellt. Sie soll Menschen, die Peer Support in Anspruch nehmen, im Sinne von Empowerment ermächtigen und befähigen und nicht als „Reparaturwerkzeug für so genannte Defizite“ (Hermes 2006: 77) verstanden werden. Das Menschenbild des Peer Support orientiert sich an dem der klient_innenzentrierten Gesprächstherapie nach Carl Rogers,

„dessen humanistisch geprägte Persönlichkeitstheorie auf einem Menschenbild basiert, nach dem jedes Individuum in der Lage ist, sich durch eigene Kraft positiv zu verändern. Jede Person ist somit auch Experte in eigener Sache.“ (Hermes 2006: 77)

Für diesen Artikel erscheint es sinnvoll, mit dem Begriff des Peer Support zu arbeiten, da dieser für ein umfassenderes Unterstützungsrepertoire steht, das über reine Beratungstätigkeiten hinausgeht. Wie bereits ausgeführt, wird in der gesichteten Literatur Peer Support zum Teil mit Peer Counseling gleich gesetzt und umgekehrt, weshalb für eine adäquate Auseinandersetzung auch Ausführungen zu Peer Counseling herangezogen werden, in der Annahme, dass sie jeweils auch für Peer Support stehen können.

Peer Support wird in unterschiedlichsten Arbeitsfeldern angewendet, wie zum Beispiel in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung, HIV/Aids-Erkrankten, Frauen mit Gewalterfahrungen, Schüler_innen, Menschen mit psychischen Erkrankungen, Menschen mit Suchterkrankungen, Menschen mit traumatischen Erfahrungen, Menschen mit chronischen Erkrankungen, wohnungslosen Menschen u.v.m.

Die Bezeichnungen für Menschen, die Peer Support in Anspruch nehmen, variieren je nach Kontext. So ist etwa in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung oftmals die Rede von Kund_innen oder Betroffenen. Im Rahmen von Peer Counseling werden häufig die Begrifflichkeiten Berater_innen und Ratsuchende verwendet. Im Bereich der Wohnungslosenhilfe oder emanzipatorischen Frauenarbeit wird von Klient_innen gesprochen, die Peer Support in Anspruch nehmen. Um dieser Vielfalt an Begrifflichkeiten gerecht zu werden, werden im Folgenden je nach Zusammenhang die jeweils angemessen erscheinenden Bezeichnungen verwendet und auch noch um den Begriff Adressat_innen erweitert, der nach Silvia Staub-Bernasconi meint, dass

„individuelle und kollektive Akteure, die in irgendeiner Weise mit dem Problem als Betroffene, Definitor(inn)en, Verursacher(innen), Akteure oder Akteurinnen des Wandels zu tun haben, prinzipiell angesprochen sind.“ (Staub-Bernasconi 2007: 197)

Die Grundsätze der US-amerikanischen Independent-Living-Bewegung haben die Entwicklung des Peer Support entscheidend beeinflusst, weshalb für ein besseres Verständnis die Entstehungsgeschichte und die spezifischen Charakteristika der Independent-Living-Bewegung in der Folge kurz beleuchtet werden. (vgl. Miles-Paul 1992: 18)


1.2 Die Independent-Living-Bewegung als historisch bedeutsame Grundlage für Peer Support
Der Ursprung der Independent-Living-Bewegung wird auf das Jahr 1962 zurückgeführt. In diesem Jahr gelang es Ed Roberts, an allen Gliedmaßen gelähmt und auf ein Beatmungsgerät angewiesen, an der University of California (UC) in Berkeley zum Studium zugelassen zu werden und Räumlichkeiten im Studierendenkrankenhaus am Unigelände zu beziehen. (vgl. ebd.: 29) Weitere Studierende mit Behinderung folgten seinem Vorbild und erreichten ebenfalls die Zulassung zum Studium in Berkeley. Die betroffenen Student_innen tauschten sich über ihre Probleme, Sorgen und Gefühle aus, die sie mit ihrer Behinderung in Verbindung setzten und ebenso über Diskriminierungs- und Ausgrenzungserfahrungen. Diese Form der Unterstützung lief ausschließlich über Gespräche, die auf speziellen Sprech- und Zuhörtechniken basierten. Methodisch gesehen wurden dabei Elemente der klient_innenzentrierten Therapie nach Carl Rogers angewendet. (vgl. ebd.: 19) Der Austausch und die gegenseitige Unterstützung stärkten die Betroffenen und gaben ihnen die Zuversicht, für mehr Gleichberechtigung und Selbstbestimmung zu kämpfen. (vgl. ebd.: 29) Im Rahmen dieser Betroffenen-Initiativen organisierten sie gemeinsam Helfer_innenpools, Listen von behindertengerechten Wohnungen und Beratungsangebote im ersten Independent-Living-Center, das 1972 gegründet wurde. Die Unterstützungsangebote der Zentren orientierten sich weiter am Prinzip des Peer Support, wurden also von Menschen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung angeboten. (vgl. ebd.: 13)

Die Grundsätze der Independent-Living-Philosophie wurden von den Studierenden rund um Ed Roberts an der UC Berkeley 1970 erstmals formuliert:

„1. Diejenigen, die die Bedürfnisse behinderter Menschen am besten kennen und wissen, wie diesen Bedürfnissen am besten begegnet werden kann, sind die Behinderten selbst.

2. Den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen kann am effektivsten durch eine umfassende Organisation entsprochen werden, die eine weite Palette von Dienstleistungen anbietet.

3. Behinderte sollen soweit wie möglich in das Leben der Gemeinde integriert sein.“ (Roberts 1985: 23 zit. in: Miles-Paul 1992: 57)

Die Beratungs- und Unterstützungsangebote der Zentren für Independent Living umfassten Rechtsberatung, Beratung für behinderte Menschen und deren Angehörige, individuelle Lebensberatung, Beratung von Familien mit einem behinderten Kind, Interessenvertretung, Gruppenarbeit zur Unterstützung von Solidargemeinschaften und Netzwerken, Schulungs- und Trainingskurse in Bezug auf Selbsthilfetätigkeiten und Mobilitätstrainings, Anleitung von Helfer_innen, Wohnungs- und Helfer_innenvermittlung, Fahrdienste, Hilfsmittelreparaturen und Arbeitsvermittlung. (vgl. Theunissen 2001: 14f)

In Europa verbreitete sich die Independent-Living-Philosophie und -Bewegung ab Mitte der 1970er-Jahre mit ähnlichem Erfolg. Im deutschsprachigen Raum etablierte sie sich als Selbstbestimmt-Leben-Bewegung, die ebenfalls entlang der Prinzipien des Peer Support organisiert war. Ottmar Miles-Paul (1992), Peter van Kan (1999) und Gisela Hermes (2006) beschreiben in ihren Ausführungen Unterstützungsprinzipien und Merkmale von Peer Support, die im Rahmen meiner Bachelorarbeit im Sinne einer fachlichen Verortung zu fünf Grundprinzipien von Peer Support – nämlich Betroffenheit, Parteilichkeit, Empowerment, Ganzheitlichkeit und mehrdimensionale Zielsetzungen – zusammengeführt werden konnten. (vgl. Gaber 2014: 18ff)


1.3 Betroffenenkompetenz: Möglichkeiten, Ambivalenzen
Im Gegensatz zu anderen Beratungsformen ist das zentralste Merkmal von Peer Support die Betroffenheit, also die Betroffenenkompetenz der Peer-Supporter_innen. (vgl. Hermes 2006: 77) „Im Unterschied zu klassischen Beratungsformen bezieht sich der Peer-Berater als Subjekt in den Beratungsverlauf mit ein.“ (ebd.: 78) Betroffenenkompetenz meint also, dass sich Peer-Supporter_innen aktiv in den Unterstützungsprozess einbringen und die eigene Betroffenheit in die Beratungs- und Betreuungstätigkeiten einfließen lassen. Durch diese spezielle Positionierung der Supporter_innen im Unterstützungsprozess ergeben sich Möglichkeiten und Ambivalenzen, die Peer-Support-Angebote von anderen klassischen Beratungs- und Betreuungsformen unterscheiden.


1.3.1 Möglichkeiten
Die eigene Betroffenheit der Peer-Supporter_innen ermöglicht ihnen ein spezifisches Verständnis der Problemlagen der Adressat_innen. Einer möglichen Abgrenzung vom Gegenüber mit seinen individuellen Problemlagen wird durch die geteilten Lebenserfahrungen entgegengewirkt. Der gemeinsame Erfahrungshintergrund ermöglicht eine Identifikation mit den Personen, die Peer Support in Anspruch nehmen, und erlaubt es den Supporter_innen eigene Erfahrungen reflektiert in den Prozess einzubringen. Zugleich können eine angstfreie Atmosphäre und eine vertrauensvolle Beziehung entstehen, was sich auch auf das Machtverhältnis zwischen Peer-Supporter_in und -Adressat_in positiv auswirken kann. (vgl. ebd.: 77) Die geteilten Lebenserfahrungen haben ebenso einen positiven Effekt auf die Qualität des Austauschs, die durch bloße Beschreibungen und Erklärungen der vorhandenen Problemstellungen nicht erreicht werden könnte. (vgl. van Kan 1999: 23)

„Obwohl BeraterIn und Ratsuchende während der Sitzung unterschiedliche Rollen haben, teilen sie bestimmte Lebenserfahrungen, die sie zu gleichberechtigten PartnerInnen machen, PartnerInnen, die Seite an Seite in einem Prozess zusammen arbeiten.“ (ebd.: 23f)

Aus der Betroffenheit der Peer-Supporter_innen lässt sich auch eine positive Vorbildfunktion ableiten. Sie agieren als positive Rollenvorbilder, die bereits eine gewisse Form der Selbstbestimmung erreicht haben und signalisieren, dass die Erreichung der selbstdefinierten Ziele möglich ist.

„Dadurch wird den KundInnen [des Peer Support, Anm. d. Verf.] diese Möglichkeit vor Augen geführt, die ihnen vorher oft nicht einmal in den Sinn gekommen ist oder vor langer Zeit von ihnen als zu unrealistisch verworfen wurde.“ (Miles-Paul 1992: 67)

Der geteilte Erfahrungshintergrund und die mögliche gegenseitige Identifikation der Peer-Support-Akteur_innen schaffen die Voraussetzungen für eine parteiliche Arbeitshaltung aufseiten der Peer-Supporter_innen. (vgl. Hermes 2006: 78) Parteilichkeit meint im Kontext von Peer Support das vollkommene Annehmen des Gegenübers mit allen Facetten der jeweiligen Persönlichkeit und Lebensumstände ohne Bewertung, Idealisierung, Bevormundung und Stereotypisierung.

„Der Berater nimmt eine akzeptierende und unterstützende Haltung ein und der (…) Ratsuchende erfährt – oftmals zum ersten Mal in seinem Leben – Verständnis, Wertschätzung und die Annahme seiner Person.“ (ebd.)

Die Adressat_innen von Peer Support sollen sich im Prozess wohl und mit ihren jeweiligen Bedarfslagen akzeptiert fühlen, ohne auf diese reduziert zu werden.

Dafür wird der Fokus im Peer-Support-Prozess nicht auf die Defizite und Problemlagen der Adressat_innen gelegt, sondern auf deren Ressourcen und Problemlösungskompetenzen. Im Sinne von Empowerment distanziert sich Peer Support von einem defizitorientierten Menschenbild. (ebd.)

„Dagegen werden (…) Ratsuchende im Peer Counseling-Prozess durch eine ressourcenorientierte Arbeitsweise darin unterstützt, ihre Bedürfnisse zu identifizieren, die Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen, selbstbewusst für ihre Interessen einzutreten und sich von bevormundenden Strukturen zu befreien.“ (Carter 2000: o. S. zit. in: Hermes 2006: 78)

Empowerment meint in diesem Zusammenhang die Förderung von Selbstbestimmung und Selbstbewusstsein, die Sensibilisierung für die eigenen Bedarfslagen und die Unterstützung bei der konsequenten Verfolgung dieser. Peer Support soll die Adressat_innen stärken und ermächtigen, für die eigenen Interessen einzutreten, auf einschränkende Strukturen einzuwirken und diese nach den eigenen Vorstellungen zu ändern und zu verbessern. In diesem Zusammenhang spielt das Erlangen der größtmöglichen Kontrolle über das eigene Leben eine entscheidende Rolle. (vgl. Miles-Paul 1992: 63) Konzepte der Fremdbestimmung und Bevormundung sollen durch Konzepte von Selbstbestimmung und eigenverantwortlichem Handeln ersetzt werden.


1.3.2 Ambivalenzen
Generell ist in der Auseinandersetzung mit der Betroffeneneigenschaft immer auch zu hinterfragen, wie sehr die Erfahrungswerte von Peer-Supporter_innen und -Adressat_innen übereinstimmen können und sollen. (vgl. van Kan 1999: 55) Mario Ferranti differenziert Betroffenenkompetenz in Betroffenheit, die akut, aber vorübergehend auftritt, in Betroffenheit, die dauerhaft vorhanden ist und in Betroffenheit, deren Quelle in der Vergangenheit der Peer-Supporter_innen liegt und nicht mehr Teil ihrer aktuellen Lebensrealität ist. (vgl. Ferranti 1999: 192) Weiter unterscheidet er spezifische Ausformungen von Betroffenheit:

„Mal geht es um Scham und verinnerlichte Schuld, mal um die Ängste vor den Reaktionen des Umfelds, um die spürbar werdende Einsamkeit des Menschen oder auch um die Problematik unerfüllter Lebenswünsche.“ (ebd.: 193)

An den unterschiedlichen Differenzierungen und Ausformungen von Betroffenheit zeigt sich, dass es höchst unwahrscheinlich ist, dass Peer-Supporter_in und Peer-Adressat_in idente Erfahrungswerte aufweisen. Wahrscheinlicher ist, dass sie ähnliche Erfahrungen teilen, die in bestimmten Lebensbereichen mehr oder weniger übereinstimmen. Wie sehr Peer-Supporter_innen trotzdem eigene Erfahrungswerte in den Unterstützungsprozess einbringen und die Adressat_innen davon profitieren lassen können, hängt in hohem Maße von der Reflexionsfähigkeit und Empathiefähigkeit der Supporter_innen ab.

Unabhängig von der Frage nach dem Ausmaß der Übereinstimmung der Erfahrungswerte zeigt sich, dass die daraus resultierende gegenseitige Identifikation nicht immer einen fördernden Einfluss auf den Peer-Support-Prozess zur Folge hat. So kann die positive Vorbildfunktion der Peer-Supporter_innen bei den Adressat_innen auch Ängste auslösen und zu Überforderung führen. (vgl. Hermes 2006: 80) So etwa, wenn die Erfolge der Peer-Supporter_innen für die Adressat_innen unerreichbar erscheinen und unbewusst ein Leistungsdruck aufgebaut wird, dem Vorbild der Supporter_innen entsprechen oder gerecht werden zu müssen. Spezifische Kenntnisse der Lebenssituation der jeweils anderen Person können vertrauenerweckend wirken und das gegenseitige Verständnis stärken, aber auch hemmend sein und den Verlauf des Unterstützungsprozesses blockieren. (vgl. Ferranti 1999: 194)

Diese hemmende Qualität als Ergebnis gegenseitiger Identifikation durch geteilte Betroffenheit kann sich auch in Situationen zeigen, in denen Peer-Supporter_innen von vermeintlichen Kenntnissen der Lebenssituation der Adressat_innen ausgehen, die ihnen durch diese im Unterstützungsprozess noch nicht bestätigt worden sind. So können geteilte Erfahrungswerte aufseiten der Peer-Supporter_innen unter Umständen dazu führen, dass bestimmte Lebensbereiche oder Bedarfslagen im Unterstützungsprozess nicht erfragt oder thematisiert werden, da von vermeintlichem Wissen ausgegangen wird, das auf eigenen Erfahrungen basiert. So ist etwa denkbar, dass in einem Peer-Support-Prozess von Menschen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung der/die Supporter_in von Diskriminierungserfahrungen am Arbeitsmarkt ausgeht ohne nachzufragen, ob diese geteilt werden und wie konkret sich diese in den Lebensumständen der Adressat_innen zeigen.

„Die vermeintliche Kenntnis des anderen kann die erforderliche Neugier an der Individualität der Persönlichkeit hemmen. Selbstverständlichkeiten werden nicht mehr hinterfragt, während der Nicht-Betroffene durch seine Neugier und Naivität seiner Annäherung und Begegnung oder seiner Fragen unter Umständen eher für Irritationen sorgt und damit Veränderungspotentiale weckt.“ (Ferranti 1999: 194)

Die Grenze des Betroffenenprinzips ist jedenfalls in solchen Situationen zu verorten, in denen die eigene Betroffenheit nicht zugunsten der Betroffenheit der Personen, die Peer Support in Anspruch nehmen, zurückgestellt werden kann. (vgl. Steiner 1999: 186)

„Das heißt also, ich kann meine Betroffenheit als Instrument des Wahrnehmens und des Verstehens nutzen. Sie darf jedoch nie zu einer Leitlinie für das Gegenüber werden, obgleich meine eigene Betroffenheit wie ein Schatten hinter meiner Person liegt.“ (ebd.: 186f)

Für einen gelungenen Peer-Support-Prozess ist es also essenziell, dass die Supporter_innen die eigene Betroffenheit und die damit verbundenen Problemlösungsstrategien zugunsten der individuell entwickelten der Adressat_innen zurückstellen und deren Problemlösungsressourcen fördern und entdecken helfen. In diesem Zusammenhang ist auch das kritische Reflektieren von vermeintlichen Grenzen hinsichtlich der Verwirklichung bestimmter Zielsetzungen der Adressat_innen entscheidend, denn diese Grenzen haben ihren Ursprung im Vorstellungsvermögen der Peer-Supporter_innen und nicht in den Lebensrealitäten der Adressat_innen. (vgl. ebd.: 185) Reale Grenzen, die zur vollkommenen Ablehnung von Peer-Support-Angeboten durch Adressat_innen führen können, zeigen sich, wenn diese Stigmatisierung durch ein Naheverhältnis zu bestimmten Einrichtungen oder marginalisierten Personengruppen befürchten. (vgl. Miles-Paul 1992: 109) Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn Adressat_innen trotz geteilter Erfahrungswerte mit den Peer-Supporter_innen Unterstützungsangebote ablehnen, um einer Identifizierung mit der Gruppe der Behinderten entgegenzuwirken oder den Kontakt zu Einrichtungen ablehnen, die ganz klar für Behindertenrechte eintreten um Ausgrenzungserfahrungen oder Stereotypisierungen vorzubeugen.


2. Peer Support und Housing First
Peer Support steht also, wie eingangs erläutert, für die Beratung, Betreuung und Unterstützung von Peer zu Peer, mit dem Ziel die jeweilige Lebenssituation der Adressat_innen entlang individueller Bedarfslagen durch individuelle Unterstützungsmaßnahmen zu verbessern (vgl. Wienstroer 1999: 165), wobei die Betroffenenkompetenz der Peer-Supporter_innen spezifische Möglichkeiten und Ambivalenzen im Unterstützungsprozess zur Folge hat. Diese spezifischen Charakteristika von Peer Support beinhalten großes Potential für sozialarbeiterische Unterstützungsangebote und eröffnen insbesondere Housing-First-Projekten neue Zugänge und Aspekte für die Umsetzung einzelner Housing-First-Grundsätze und fachlicher Standards.


2.1 Housing First – Grundsätze und fachliche Standards
Housing-First-Angebote skizzieren einen Paradigmenwechsel im Arbeitsfeld der Wohnungslosenhilfe. Im Unterschied zu herkömmlichen Stufenmodellen der Wohnungslosenhilfe wird hier der Fokus nicht darauf gelegt, Personen wohnfähig zu machen bevor sie wieder in eine eigene Wohnung ziehen. Der Grundgedanke von Housing First ist vielmehr, eine eigene Wohnmöglichkeit als Voraussetzung dafür zu sehen, um andere Problemlagen zu bearbeiten. Wie der Name bereits verrät, fokussieren Housing-First-Angebote auf „housing first“ im Gegensatz zu „treatment first“. (Johnsen/Teixeira 2010: 6)

„It does not attempt to ‚fix‘ clients to make them ‚housing ready‘, but rather is premised on the assumption that the best place to prepare for independent living is in independent accommodation.“ (ebd.)

Housing-First-Grundsätze und fachliche Standards folgen unterschiedlichen Prinzipien. Hauptprinzip von Housing First ist die strikte Trennung von Wohnen und einer individuellen, ressourcenorientierten, bedarfsgerechten Betreuung. (vgl. Pleace 2012: 11, Halbartschlager et al. 2011: 7f) Housing First orientiert sich an „harm reduction“-Ansätzen (Johnsen/Teixeira 2010: 7, Pleace 2012: 10), versucht also die Gefahren etwa bei psychiatrischen Erkrankungen und Suchtverhalten zu minimieren, gibt Klient_innen aber auch die Möglichkeit, psychiatrische, medizinische oder anderweitige Versorgung abzulehnen, ohne den Wohnungsanspruch zu kompromittieren. (vgl. Johnsen/Teixeira 2012: 7, Pleace 2012: 10). Weiter sollen Housing-First-Angebote im Sinne einer Deinstitutionalisierung die soziale Inklusion der Klient_innen im Wohnumfeld stärken und Stigmatisierung entgegenwirken, etwa durch Unterstützung bei der Entwicklung sozialer Netzwerke und bei der Integration in der Nachbar_innenschaft und im Gemeinwesen. (vgl. Halbartschlager et al. 2012: 6)

Die geforderte Haltung von Mitarbeiter_innen von Housing-First-Angeboten soll respektvoll, empathisch und wertschätzend den Klient_innen gegenüber sein und keinesfalls paternalistisch-bevormundend, wie dies durch Stufenmodelle oft suggeriert wird. Die Unterstützungsleistungen, die von Housing-First-Klient_innen in Anspruch genommen werden können, werden ja nach den individuellen Bedarfslagen möglichst flexibel organisiert und stehen diesen so lange als nötig zur Verfügung. (vgl. Pleace 2012: 11, Halbartschlager et al. 2012: 6) Individuelle Entscheidungen der Klient_innen werden respektiert, sowohl wenn es um die Intensität der Betreuung geht, als auch um die Gestaltung der Unterstützungsleistungen, die in Anspruch genommen werden. (vgl. Halbartschlager et al. 2012: 6) Selbstbestimmung und Partizipation der Klient_innen spielen für die Organisation der sozialarbeiterischen Maßnahmen und Interventionen also eine entscheidende Rolle. (vgl. Pleace 2012: 11, Halbartschlager et al. 2012: 6)


2.2 Potenziale von Peer Support für Housing First
Wie die Ausführungen zu Peer Support und Housing First zeigen, setzen beide Ansätze einen thematischen Schwerpunkt in den Bereichen Partizipation und Selbstbestimmung. Housing-First-Klient_innen werden aktiv in den Unterstützungsprozess eingebunden und nehmen entscheidenden Einfluss auf den Beratungs- und Betreuungsverlauf. Sie definieren die zu bearbeitenden Bedarfslagen und können die Zusammenarbeit mit der Sozialen Arbeit jederzeit beenden. Peer-Supporter_innen fördern, im Sinne von Empowerment, ebenfalls die Selbstermächtigung der Adressat_innen, die entlang selbst definierter Ziele unterstützt werden. Bevormundung und vorgegebene Problemlösungsstrategien werden abgelehnt. Ein Anspruch, der sich auch in den Grundsätzen und fachlichen Standards von Housing-First-Konzepten findet.

In diesem Sinne werden Unterstützungsangebote im Kontext von Housing First möglichst flexibel organisiert unter besonderer Berücksichtigung der individuellen Bedarfslagen der Klient_innen. Auch hier finden sich Überschneidungen mit den Ansprüchen von Peer Support. Personen, die Peer Support in Anspruch nehmen, sollen nicht auf ihre Problemlagen reduziert, sondern dazu ermutigt werden, selbstständig und selbstbestimmt für eine Verbesserung ihrer Lebensumstände, nach ihren Vorstellungen, einzutreten. Die Unterstützungsbedarfe werden von den Peer-Support-Adressat_innen selbst definiert und im Sinne einer Ressourcenorientierung werden individuelle Problemlösungsstrategien gefördert und forciert.

Die Methode des Peer Support fügt sich konzeptionell also sehr gut in Housing-First-Angebote ein. Sie eröffnet Housing First allerdings auch vielversprechende neue Zugänge, die sich durch die Betroffenenkompetenz der Peer-Supporter_innen ergeben. So fördert der geteilte Erfahrungshintergrund der Peer-Akteur_innen etwa eine vertrauensvolle Beziehung und wirkt sich auf die Intensität des Austauschs vorteilhaft aus. Die eigene Betroffenheit der Peer-Supporter_innen stärkt das Einfühlungsvermögen und erleichtert den Supporter_innen das Erfassen der Bedarfslagen der Peer-Adressat_innen. Die gegenseitige Identifikation etabliert Peer-Supporter_innen als potentiell positive Vorbilder, die möglicherweise bereits Ziele erreicht haben, die von den Adressat_innen ebenfalls angestrebt werden. Sie können also als Motivator_innen agieren und bei Bedarf eigene Erfahrungen im Umgang mit ähnlichen Problemlagen in den Unterstützungsprozess einbringen. Alles in allem kann davon ausgegangen werden, dass die eigene Betroffenheit der Peer-Supporter_innen ein tieferes Verständnis der Bedarfs- und Problemlagen der Adressat_innen zur Folge hat und die Betroffenenkompetenz als Hauptmerkmal von Peer Support entscheidenden Einfluss auf die Qualität und den Verlauf der Unterstützungsprozesse nimmt.

Peer Support hält für Housing First allerdings nicht nur aussichtsvolle Potentiale bereit. Bei der Umsetzung von Peer Support gilt es auch mögliche Ambivalenzen zu berücksichtigen bzw. diesen entgegenzuwirken. So könnte sich etwa die Frage nach der Übereinstimmung von geteilten Erfahrungswerten im Handlungsfeld der Wohnungslosenhilfe noch schwieriger gestalten, da die Betroffeneneigenschaft der (ehemals) wohnungslosen Peer-Supporter_innen eher vorübergehend oder in der Vergangenheit liegend auftreten wird. Es ist relativ unwahrscheinlich, dass die Wohnungslosigkeit als Eigenschaft permanent ist, da Housing First die Vermittlung einer eigenen Wohnung zum Hauptziel hat. In diesem Zusammenhang ist also fraglich, über welche ähnlichen Erfahrungswerte mögliche Peer-Supporter_innen und Adressat_innen mindestens verfügen sollen und ob noch von geteilten Erfahrungen und ähnlichen Lebenssituationen gesprochen werden kann, die für den Erfolg von Peer-Support-Angeboten allerdings entscheidend sind. Des Weiteren könnte auch die Vermeidung von Stigmatisierung im Bereich der Wohnungslosenhilfe besonders zur Ablehnung von Peer-Support-Angeboten führen. Ein fachlicher Standard von Housing First ist die soziale Inklusion von Klient_innen im Wohnumfeld und im Gemeinwesen durch rasche Vermittlung einer eigenen Wohnung. Im Rahmen von Peer-Support-Angeboten scheint eine Deklaration der Supporter_innen und Adressat_innen als ehemalige Wohnungslose unumgänglich. Werden Peer-Support-Akteur_innen allerdings mit dieser marginalisierten Gruppe identifiziert, könnte ihnen durch diese Exposition Ausgrenzung und Diskriminierung drohen und das Ziel der sozialen Inklusion kompromittiert werden. Die Bereitschaft Peer Support in Anspruch zu nehmen oder anzubieten könnte daher möglicherweise gering sein.


3. Fazit
Wie zu Beginn dargelegt, würdigt die FEANTSA in ihren Empfehlungen zu Peer Support die Erfolge, die durch den Einsatz dieser Methode in Unterstützungsprozessen erzielt werden können und etabliert Peer Support als attraktiven Ansatz für die Wohnungslosenhilfe. Die im Rahmen dieses Artikels diskutierten Potentiale von Peer Support für Housing First bestätigen diese Einschätzung. Für eine erfolgreiche Adaptierung ist eine fundierte Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Ambivalenzen, die sich durch die Umsetzung von Peer Support für Housing-First-Projekte ergeben können, essentiell. Hierfür scheint die Berücksichtigung der über Jahrzehnte gesammelten Erfahrungswerte im Bereich der Behindertenarbeit jedenfalls sinnvoll.


Verweise
1 Der vorliegende Artikel basiert auf der Bachelorarbeit „Expert_innen in eigener Sache. Möglichkeiten und Herausforderungen durch Peer Support in der Wohnungslosenhilfe am Beispiel von Housing First.“ Hauptinteresse der Arbeit war die Auseinandersetzung mit der Methode des Peer Support und deren Potential für die Wohnungslosenhilfe, insbesondere für Housing-First-Projekte.
2 http://www.feantsa.org (15.01.2015).


Literatur

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Über die Autorin

Helga Gaber, BA
helga.gaber@gmx.at

Studium der Kultur- und Sozialanthropologie und der Sozialen Arbeit in Wien; seit 2014 Sozialarbeiterin im Verein neunerhaus/Pilotprojekt Housing First.






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