Peer Support und Housing First? Möglichkeiten und Ambivalenzen bei besonderer Berücksichtigung von Betroffenenkompetenz

Helga Gaber (Standort Wien)

Abstract


Peer Support ist eine Methode, die im Kontext der Independent Living-Bewegung entwickelt wurde und seither erfolgreich im Bereich der Behindertenarbeit Anwendung findet. Sie steht für die Beratung, Begleitung und Unterstützung von Menschen durch Menschen, die in ihrem Leben vergleichbaren Problemstrukturen ausgesetzt sind oder waren wie die Adressat_innen, mit dem Ziel einer Verbesserung der Lebensumstände durch individuelle Unterstützungsangebote entlang der jeweiligen Bedarfslagen. (Vgl. Wienstroer 1999: 165) Allmählich wird Peer Support auch für weitere Handlungsfelder der Sozialen Arbeit immer interessanter. So auch für die Wohnungslosenhilfe, wie Empfehlungen der FEANTSA im Guide „Social Innovation to Combat Homelessness“ (2012) zeigen. Diese Empfehlungen der FEANTSA werden als Anlass genommen, die Methode des Peer Support im Rahmen dieses Artikels genauer zu beleuchten und ihr mögliches Potential für Housing First-Projekte unter besonderer Berücksichtigung der Betroffenenkompetenz als Hauptmerkmal von Peer Support zu identifizieren.

Schlagworte


Peer Support, Betroffenenkompetenz, Wohnungslosenhilfe, Housing First, Möglichkeiten, Ambivalenzen, Potential

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