Die erste Versorgungsebene als Schlüsselstelle für eine adäquate PatientInnenlenkung. Primary Care als integrierter Lösungsansatz – ein Aufgabengebiet der sozialen Arbeit.

Christoph Redelsteiner (Standortredaktion St. Pölten)

Abstract


Der Beitrag beschreibt Probleme der ersten Versorgungsebene von PatientInnen. Auch auf Grund der niedrigschwelligen Verfügbarkeit des Rettungsdienstes werden Hilfeanfragen die beispielsweise durch niedergelassene ÄrztInnen, Pflegedienste und SozialarbeiterInnen besser bedient werden könnten, herangetragen und meist durch Entsendung eines Rettungsfahrzeuges beantwortet. Die Folgen sind Überlastung des Rettungssystems, Überforderung der stationären Einrichtungen und inadäquate Hilfestrategien für die PatientInnen. Ein frühzeitiges ganzheitliches Clearing könnte die Lenkung zu passenderen Hilfeeinrichtungen sicherstellen. Internationale Beispiele einer besseren Ressourcenallokation unter Beteiligung von SozialarbeiterInnen auf strategischer, planerischer und operativer Ebene werden vorgestellt.

The article describes problems of the first tier of patient care. Prehospital Emergency Medical Service (EMS) systems have a low-threshold accessibility and receive requests for help that are better fulfilled by general practitioner, nurses or social workers, rather than by the ambulance dispatched to the scene. This results in overload of EMS, overcrowding of hospitals and inadequate care strategies for patients. An early clearing could steer patients to the appropriate institutions. International examples of a better allocation of resources with involvement of Social Workers on a strategic, planning and operational level will be presented.

Schlüsselwörter: Primary Care, Rettungsdienst, Ressourcenallokation, Clearing, Drehtüreffekt, Sozialarbeit

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