Antiziganismus – (K)ein Thema der Sozialen Arbeit?

Leonore Stiglechner (Standortredaktion Wien)

Abstract


Ressentiments gegen Roma und Sinti geschehen in Europa tagtäglich. Man kann diese unter dem Begriff Antiziganismus zusammenfassen, der ein Geflecht aus Stereotypen und Vorurteilen gegen als „Zigeuner“ bezeichnete Menschen beschreibt. Ethnisierung und Kulturalisierung spielen hier ebenso eine Rolle wie Rassismus. Die Auswirkung von Antiziganismus ist soziale Ausschließung in Form von Diskriminierung, Verdrängung, Kriminalisierung bis hin zu Vernichtung.
Soziale Arbeit und Antiziganismus hängen auf unterschiedlichen Ebenen zusammen. Die Professionsgeschichte ist eng mit der Thematik verwoben und dadurch, dass sich viele Sozialarbeiter_innen der Thematik nicht bewusst sind, laufen sie Gefahr Antiziganismen zu bestätigen und reproduzieren. Daher bedarf es einer verstärkten Auseinandersetzung mit dem Thema in Lehre, Praxis und Fortbildung Sozialer Arbeit um eine Sensibilität zu bewirken, dadurch Handlungs- und Partizipationsmöglichkeiten zu erweitern und so gegen Antiziganismus und damit verbundene soziale Ausschließung von Roma und Sinti eintreten zu können.

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