Alles Bleibt Anders! Operative und Strategische Perspektiven Interkultureller Sozialer Arbeit im Zeitalter der Globalisierung

Florian Rieder (Standort Vorarlberg)

Abstract


Die vorliegende Arbeit untersucht die Forschungsfrage: Was sind hauptsächliche Prognosen zu zukünftigen Handlungsfeldern der Interkulturellen Sozialen Arbeit im Globalisierungskontext? Mithilfe einer strukturierenden Inhaltsanalyse werden Perspektiven ermittelt, die für die sozialarbeiterische Zukunft im Globalisierungskontext relevant werden können. Eine quantitative Frequenzanalyse filtert die zu untersuchende Literatur nach Häufigkeitsaussagen der Literaturbeiträge. Die beiden Kategorien mit den meisten Treffern sind dabei Zivilgesellschaft und Menschenrechte. Anhand einer systematischen, zusammenfassenden Inhaltsanalyse wird das relevante Textmaterial dieser beiden Kategorien theoriegeleitet und qualitativ untersucht.

Es ist einerseits ersichtlich, dass die beiden analysierten Themenfelder in ihrer Ausrichtung eng miteinander verwoben sind und sich gegenseitig beeinflussen. Andererseits kann eine Reihe kategorienübergreifender Perspektiven für die Zukunft der Interkulturellen Sozialen Arbeit bestimmt werden:

Um Instrumente zur Etablierung der Menschenrechte und Stärkung der Zivilgesellschaft zu erlangen, müssen rechtliche Kompetenzen ebenso Eingang in die Ausbildung der Interkulturellen Sozialen Arbeit finden wie ein tiefergehendes Verständnis über die Einsetzbarkeit der Menschenrechte, konkrete Maßnahmen zivilgesellschaftlicher Aktivierung, sowie sozialwirtschaftliche und -managementorientierte Kompetenzen.

Für die rechtliche Verankerung von Menschenrechten und die damit implizite Stärkung der Zivilgesellschaft bedarf es einer breiten Verankerung von Sozialrecht auf möglichst vielen Ebenen der Gesetzgebung. Durch internationale Vernetzung zivilgesellschaftlicher Organisationen können sowohl menschenrechtliche Diskurse angeregt, als auch mehr Mitspracherecht auf internationaler Ebene eingefordert werden. Um die Wirtschaft in soziale Transformationsprozesse einzubeziehen, bedarf es einer Implementierung verschiedener freiwilliger und verpflichtender Instrumente für den ökonomischen Sektor, die sowohl Menschenrechte stärken als auch ein neues BürgerInnenbewusstsein stimulieren.

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