„Daten für Taten: Indikatoren für Inklusion.“ - Die flüchtlingsspezifische Inklusionschart (IC_flü)

Jenny Baron, Silvia Schriefers, Annette Windgasse, Peter Pantuček-Eisenbacher (Standort St. Pölten)

Abstract


Bislang existieren in der Sozialen Arbeit keine Instrumente, mit denen die Inklusion von Geflüchteten in die verschiedenen Funktionssysteme europäischer Aufnahmegesellschaften gemessen werden kann. Das Projekt „Daten für Taten“ nahm dies zum Anlass, Indikatoren zu entwickeln, mit denen erhoben werden kann, inwieweit Geflüchtete Zugang zu den Leistungen der gesellschaftlichen Funktionssysteme Arbeitsmarkt, Sozialversicherung, Bildung, medizinische Versorgung etc. haben und diese tatsächlich nutzen können. Die Entwicklungsarbeit des Projektes wird vor dem Hintergrund der Lebensbedingungen, die Geflüchtete im Exil vorfinden, reflektiert. Diagnose- und Klassifikationssysteme werden auf ihre Passung für die Arbeit mit Geflüchteten überprüft. Das sozialdiagnostische Instrument des Inklusions-Charts (IC 3; Pantuček 2012) steht dabei im Mittelpunkt: die theorie- und erfahrungsgeleitete Analyse, Modifikation und Ergänzung des IC zu einem flüchtlingsspezifischen Inklusionschart (IC_flü) wird beschrieben, einschließlich Struktur und Funktion spezifischer „substituierender Systeme“, die sich z. B. mit den Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge gebildet haben, um strukturelle Exklusion zu kompensieren. Der Nutzen des Instruments für Diagnostik und Interventionsplanung in der Flüchtlingssozialarbeit wird entlang erster Erfahrungen aus der Praxis diskutiert und im aktuellen gesellschaftlichen Kontext verortet.

Schlagworte


Inklusion, Geflüchtete, Flüchtlinge, Asylsuchende, soziale Diagnostik, Evaluation, Monitoring

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