Ambulante Altensozialarbeit. Ein Arbeitsfeld mit großem Potenzial und Bedarf
Abstract
Aufgrund der demografischen Entwicklung und der strukturellen Veränderungen des Alters gewinnen professionelle Unterstützungsangebote für ältere Menschen an Bedeutung. Oftmals wird der Unterstützungsbedarf jedoch auf medizinische und pflegerische Aspekte reduziert und die psychosozialen Problemlagen älterer Menschen bleiben unberücksichtigt. Im Rahmen einer Diplomarbeit wurde untersucht, welche exemplarischen Ansätze für die Gestaltung einer ambulanten Altensozialarbeit in der Steiermark von der Tätigkeit der Krobatschek Privatstiftung und der behördlichen Sozialarbeit abgeleitet werden können. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass neben finanziellen Notlagen auch psychische Erkrankungen und die zunehmende Einsamkeit zu den wesentlichen Problemlagen älterer Menschen zählen. Die Vereinsamung wird vielfach durch ungelöste familiäre Konflikte mitverursacht. Die relevantesten Leistungen der Altensozialarbeit zur Bearbeitung dieser Notlagen sind finanzielle Unterstützungen, Beratungs- und Vermittlungstätigkeiten sowie das psychosoziale Gespräch. Die Beziehungsarbeit, der Hausbesuch und das Case Management gelten als elementare Methoden. Die Erhebung verdeutlicht, dass eine ambulante Altensozialarbeit regional, aufsuchend und multiprofessionell gestaltet sowie institutionell und rechtlich verankert sein sollte. Neben der Abklärung im Sinne eines Case Managements bedarf es zusätzlicher Angebote zur längerfristigen Begleitung älterer Menschen.Schlagwörter
Altensozialarbeit, alte Menschen, behördliche Sozialarbeit, Krobatschek Privatstiftung
Autor/innen-Biografie
Manuela Hager (Standort Graz)
Manuela Hager, BA MA hagermanuela@yahoo.de Jahrgang 1986, Sozialarbeiterin, seit 2010 im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Graz beschäftigt, Arbeitsschwerpunkte: Sozialberatung in der Gehörlosenambulanz und stationäre Sozialarbeit (Entlassungsmanagement), Studium der Sozialen Arbeit an der FH Joanneum Graz: Bachelorstudium (2006 bis 2009), Masterstudium (2012 bis 2014).