Disziplin und Differenz. Soziale Arbeit in Österreich jenseits disziplinärer Identitätszwänge
Abstract
In dem Beitrag wird die Entwicklung der Sozialen Arbeit in Österreich skizziert, wobei eine Differenz zur Entwicklungsgeschichte in Deutschland sichtbar wird. In Österreich ist die Konvergenz von Sozialarbeit und Sozialpädagogik bis heute unabgeschlossen, was zur Folge hat, dass sich unter dem Überbegriff der Sozialen Arbeit eine Konkurrenz um berufliche und fachliche Positionen und Hierarchien verbirgt. Der Blick in die Geschichte der sozialen Berufe und Ausbildungswege bringt unterschiedliche Zugänge zur Sozialen Arbeit zum Vorschein, die sich in verschiedenartigen Professionalitätsmodellen niederschlagen. Trotz der nach wie vor bestehenden Differenzen von Sozialpädagogik und Sozialarbeit wird letztlich für ein integratives Konzept von Sozialer Arbeit plädiert, das unterschiedliche Ausprägungen und professionelle Selbstverständnisse zulässt.Schlagwörter
Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Soziale Arbeit, Geschichte der Sozialen Arbeit, Disziplinentwicklung, Ausbildung, Professionalisierung
Autor/innen-Biografie
Stephan Sting (Standort St. Pölten)
Univ.-Prof. Dipl.-Päd. Dr. Stephan Sting Stephan.Sting@aau.at geboren in Balingen/Württemberg, studierte Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie an der Freien Universität Berlin. 1990 promovierte er und habilitierte sich 1996 in Erziehungswissenschaft. Seine Lehrtätigkeit im Bereich der Erziehungswissenschaft und Sozialpädagogik führten Stephan Sting an die Universitäten in Berlin, Leipzig, Dresden, Klagenfurt Zürich und Graz. 2005 wurde Stephan Sting als Universitätsprofessor für Sozial- und Integrationspädagogik an das Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt berufen. Seine Forschungsschwerpunkte sind unter anderem die Sozialpädagogische Bildungsforschung, die Sozialpädagogik im Kindes- und Jugendalter, Soziale Arbeit und Gesundheit sowie die Suchtprävention.