Antifeminismus und feministische Soziale Arbeit. Der neue alte Kampf gegen feministische Errungenschaften

Hannah Ringhofer (Standort Innsbruck)

Abstract


Vorliegender Artikel versteht sich als Kurzfassung der im Jahr 2015 verfassten Masterarbeit „Antifeministische Männerrechtsbewegungen und ihre Auswirkungen auf feministische Soziale Arbeit“.
Antifeminismus in Österreich ist ein bisher wenig erforschtes Phänomen und fand in der Sozialarbeitswissenschaft noch kaum Beachtung. Diese wissenschaftliche Lücke gilt es zu füllen, da Soziale Arbeit – und hier vor allem feministische Soziale Arbeit – eine potenzielle Zielscheibe für antifeministische Angriffe darstellt. Es liegt im Interesse der feministischen Sozialen Arbeit, das Phänomen des Antifeminismus zu kennen und zu beobachten, um auf spezifische Angriffe adäquat reagieren zu können.
Ungeachtet der dürftigen wissenschaftlichen Datenlage sind feministische Einrichtungen Sozialer Arbeit in den letzten zehn Jahren verstärkt antifeministischen Konfrontationen ausgesetzt. Die Angriffe reichen von E-Mails und Anrufen mit antifeministischen Inhalten, über ein gezieltes Stören öffentlicher Veranstaltungen, bis hin zu Drohungen gegenüber einzelnen Mitarbeiterinnen feministischer Einrichtungen. Die antifeministischen Angriffe werden von den Sozialarbeiterinnen teils als störend und übergriffig, teils auch als beängstigend und bedrohlich wahrgenommen, und sie beeinflussen die feministische Arbeit. Dieser Umstand darf auf politischer und wissenschaftlicher Ebene nicht unbeachtet bleiben und erfordert verstärkte Forschung, Aufklärung und Sensibilisierung.

Schlagworte


Antifeminismus, Antifeministische Männerrechtsbewegung, Feministische Soziale Arbeit, Sozialarbeitswissenschaft

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