Gesetzlich verankerte Erwerbslosigkeit und männliches Rollenverhalten von Asylwerbenden: Zusammenhänge und Implikationen für die Praxis

Stefan Kitzberger (Standort Linz)

Abstract


In der vorliegenden Studie wurde der Versuch unternommen, die Auswirkungen der im österreichischen Gesetz verankerten Erwerbslosigkeit auf männliche Asylwerbende, deren männliches Rollenverhalten und deren männliche Identität zu erkennen, zu beschreiben und zu interpretieren. Asylwerbende haben während dem oftmals langen Asylverfahren keinen freien Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt, sind generell von der Grundversorgung abhängig und haben nur eingeschränkte Möglichkeiten, sich zu beschäftigen oder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass sich die Männer untereinander in eher traditionelle und eher moderne Männlichkeitstypen differenzieren lassen. Erwerbslosigkeit während des Asylverfahrens wirkt sich auf die verschiedensten Lebensbereiche der Männer aus.

This paper examines how unemployment, which is rooted in the Austrian law, effects and impacts male asylum seekers, the behavioural role of men, and the male identity. It tries to provide a description as well as an interpretation of these issues. During the frequently very time-consuming asylum procedure, asylum seekers are prohibited from accessing the Austrian job market freely; furthermore, they depend on the provision with basic supplies, and only have limited possibilities to find an occupation or to become an active part of society. The results of the survey show that men have to be differentiated into the more traditional and the more modern type. Unemployment during the asylum procedure affects various spheres of their life.

Schlagworte


Asyl; Asylverfahren; Flucht; Erwerbslosigkeit; Männlichkeit

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