Mehr als nur ein notwendiges Übel: Über Potenziale, Risiken und Ambivalenzen von Dokumentation in der Sozialen Arbeit

Antonia Zauner (Standort Wien)

Abstract


Dokumentation in der Sozialen Arbeit ist mehr als eine administrative Tätigkeit. Sie erfüllt eine Vielzahl an Funktionen, welche sich je nach Setting, Zweck, Auftrag und Zieldefinition unterschiedlich gestalten. Diese Funktionen geraten, so die These, immer wieder miteinander in Konflikt und erzeugen damit Spannungsfelder, welche wesentliche Ambivalenzen Sozialer Arbeit selbst widerspiegeln. Zwei Aspekte treten in der Auseinandersetzung mit Dokumentation in der Sozialen Arbeit besonders hervor: die Legitimation von Akteur_innen in unterschiedlichen Kontexten der Sozialen Arbeit, sowie die Konstruktion von spezifischen „Wirklichkeiten“ durch Dokumentation. Anhand dieser Aspekte werden Potentiale und Risiken von Dokumentation in der Sozialen Arbeit diskutiert. Der folgende Artikel hat damit einerseits zum Ziel, auf die Komplexität des Themas Dokumentation hinzuweisen und soll andererseits Interesse wecken für weitere wissenschaftliche Auseinandersetzung und Diskussion. Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass gewisse Widersprüche nicht auflösbar sind. Für die Entwicklung von Dokumentationskonzepten, welche die Interessen von Klient_innen im Auge behalten, bedarf es einer fachlichen Debatte, die diese Widersprüche in die Diskussion mit aufnimmt.

Schlagworte


Dokumentation; Legitimation; Wirklichkeitskonstruktion; Etikettierung; Professionalität; Transparenz; Kontrolle; Reflexion; Haftbarkeit

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