„Im Endeffekt gewinnt der Ehrenamtliche“ – Spannungsfelder im Rahmen der Zusammenarbeit von haupt- und ehrenamtlichen RettungssanitäterInnen am Beispiel der Bezirksstelle Rotes Kreuz Wiener Neustadt

Marlies Wallner (Standort Eisenstadt)

Abstract


Dem vorliegenden Beitrag liegt die Frage nach Spannungsfeldern zwischen haupt- und ehrenamtlichen RettungssanitäterInnen an der Bezirksstelle Rotes Kreuz Wiener Neustadt zugrunde. Ziel der Forschung war es vorhandene Spannungsfelder zu identifizieren und aus den unterschiedlichen Perspektiven zu beschreiben. Dazu wurde ergänzend zur Aufbereitung des theoretischen Kontextes eine qualitative Forschungsmethode angewandt. Um empirische Daten zu erhalten wurden Interviews mit haupt- und ehrenamtlichen RettungssanitäterInnen und den beiden Führungskräften der Bezirksstelle Rotes Kreuz Wiener Neustadt, sowie mit zwei Experten auf dem Gebiet des Sanitätsdienstes durchgeführt.
Basierend auf den Forschungsergebnissen lassen sich strukturelle Unterschiede zwischen dem haupt- und ehrenamtlichen Sanitätspersonal erkennen, die zwischenmenschliche Spannungen begünstigen. Unterschiede im Kompetenzniveau durch Praxisvorteile des Hauptamts, in der Arbeitseinstellung und in der Rückerstattungserwartung werden wahrgenommen. Innerhalb der Rahmenbedingungen, die den Vorzug des Ehrenamts begünstigen, entstehen Diskrepanzen in Bezug auf Autonomie, Grenzziehungen, Qualitätsansprüche und gegenseitige Wertschätzung.

Schlagworte


Ehrenamt; Hauptamt; Rettungsdienst; RettungssanitäterInnen; Rotes Kreuz; Sanitätsdienst; Spannungsfelder

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