Wohnpräferenzen in Wien: Eine Typologie. Nutzen und Grenzen lebensstilbasierender Ansätze in quantitativen Studien für die Soziale Arbeit.

Michael Poigner (Standort Wien)

Abstract


Der Artikel fasst die zentralen Ergebnisse der Masterarbeit Wohnpräferenzen in Wiener Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgebieten (Poigner 2018) zusammen und diskutiert sie fortführend in Hinblick auf ihren Gehalt für die Beforschung sozialräumlicher Ungleichheiten in Wohnquartieren in Wien. Auf Grundlage der Befragung der Studie „Besiedelungsmonitoring Seestadt Aspern 2015“ und einer vom Autor durchgeführten Befragung in Neubauten in den Wiener Innenbezirken 4–9 wurde eine explorative quantitative Untersuchung von Wohnpräferenzen, der Wohnstandortwahl und der Wohnzufriedenheit durchgeführt.
Es wird eine Typisierung der befragten Wohnbevölkerung präsentiert, die im Rahmen der Arbeit – in Anlehnung an Werner Georgs Lebensstilkonzept – erstellt wurde. Sie weist unterschiedliche Wohn-, Standort- und Partizipationspräferenzen der Befragten aus, wobei die Typen mit unterschiedlichen sozialen Lagen in Verbindung stehen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Erklärungskraft von Lebensstilen bei der Wohnstandortwahl gering ist und die Kategorie Lebensstil viel eher als Ungleichheitsmerkmal verstanden werden kann, d.h. als eine sinnvolle Ergänzung bei der kleinräumigen Untersuchung sozialer Ungleichheit. Es wird aufgezeigt, wie Quartiere in Wien mit Lebensstilansätzen beforscht werden können, was ihre spezifische Leistung ist und wo Anknüpfungspunkte für qualitative Ansätze bestehen.

Schlagworte: Wien, Befragung, Seestadt Aspern, Innenbezirke, Stadtentwicklung, Sozialraum, Lebensstil, Lebensstilanalyse, Wohnpräferenzen, Wohnstandort, sozialräumliche Soziale Arbeit, Wohnraumversorgung, Typologie, Clusteranalyse, Wohnstandortentscheidung, Mittelschicht, Milieus, Armutsmilieus, Raumfalle, Zwangsmilieus, soziale Ungleichheit

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The article describes the key results of the master’s thesis Wohnpräferenzen in Wiener Stadterneuerungs- und Stadtentwickungsgebieten (Housing Preferences in Urban Renewal and Development Areas in Vienna) (Poigner 2018) and discusses its content in terms on their usability for the research of socio-spatial inequalities in residential quarters in Vienna. On basis of the „Besiedelungsmonitoring Seestadt Aspern 2015“-survey and a survey carried out by the author in new buildings in the inner districts 4–9 of Vienna, an explorative quantitative analysis of residential preferences was conducted.
Based on the concept of lifestyles by Werner Georg a typology of preferences of the questioned population is presented. Every type has different housing, location and participation preferences and is associated with different socio-economic circumstances. It is shown that the category of lifestyle can be interpreted as an indicator for social inequalities and depicts a useful addition in small scaled researches of social inequality (e.g. in urban quarters).

Keywords: Vienna, survey, Seestadt Aspern, inner districts, urban development, housing preferences, middle class, cluster analysis, living quarters, lifestyle analysis, social injustice, social work

Schlagworte


Wien, Befragung, Seestadt Aspern, Innenbezirke, Stadtentwicklung, Sozialraum, Lebensstil, Lebensstilanalyse, Wohnpräferenzen, Wohnstandort, sozialräumliche Soziale Arbeit, Wohnraumversorgung, Typologie, Clusteranalyse, Wohnstandortentscheidung

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