Ein Mensch ist ein Mensch, egal ob mit oder ohne Kopftuch. Zur Intersektion von weiblichem Geschlecht und islamischer Religion.

Nicole Fuchshuber (Standort Graz)

Abstract


Der vorliegende Artikel stellt die zentralen Ergebnisse meiner Bachelorarbeit Ein intersektioneller Blick auf Diskriminierungen aus der Perspektive der Sozialen Arbeit. Am Beispiel der Intersektion von weiblichem Geschlecht und islamischer Religion (2018) vor. In der Arbeit wurde danach gefragt, wie sich die Intersektion von weiblichem Geschlecht und islamischer Religion in der Praxis äußert, was es für muslimische Frauen bedeuten kann, in Österreich mit einem Kopftuch zu leben, wodurch intersektionelle Diskriminierungen aufrechterhalten werden und welche Angebots- und Gesetzeslücken bezüglich der Antidiskriminierung bestehen. Die Erkenntnisse stützen sich auf eine Intersektionale Mehrebenenanalyse, welcher ein Betroffeneninterview sowie ein Expert*inneninterview zugrunde liegen. In dieser Fallstudie wird sichtbar, dass Musliminnen mit Kopftuch immer wieder Diskriminierungen erfahren und an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Diese Problematik gilt es aufzuzeigen und zu thematisieren.

Schlagworte: Intersektionalität, Diskriminierung, Geschlecht, islamische Religion, gesellschaftspolitische Soziale Arbeit, sozialpolitische Fallstudie

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This article presents the main results of my bachelor thesis "Ein intersektioneller Blick auf Diskriminierungen aus der Perspektive der Sozialen Arbeit. Am Beispiel der Intersektion von weiblichem Geschlecht und islamischer Religion" (An intersectional analysis on discrimination from the perspective of social work: A case study on the compound discrimination against Muslim women) (2018). The paper deals with the topic of how the intersection of being a woman and belonging to the Islamic religion manifests in everyday life. In addition, the thesis displays how discrimination is maintained. Furthermore, the study identifies supply gaps and legal loopholes regarding compound discrimination. The applied research methods are two guided interviews carried out with an expert and a person affected and an Intersectional Multilevel Analysis. The findings indicate how hard it is for Muslim women facing discrimination repeatedly. Nevertheless, the conclusion can be drawn that every single person can make a difference by reflecting and maybe rethinking the personal ascriptions.

Keywords: intersectionality, discrimination, gender, Islamic religion, socio-political social work, socio-political case study

Schlagworte


Intersektionalität, Diskriminierung, Geschlecht, islamische Religion, gesellschaftspolitische Soziale Arbeit, sozialpolitische Fallstudie

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