Vermittlung von Gender-Kompetenz in Bachelorstudiengängen der Sozialen Arbeit im österreichweiten Vergleich.

Jennifer Mair (Standort Innsbruck)

Abstract


Der Beitrag geht der Frage nach, in welchem Ausmaß der Erwerb von Gender-Kompetenz zum Stand Juni 2018 für Studierende in Bachelorstudiengängen für Soziale Arbeit an (Fach-)Hochschulen in Österreich zugänglich ist. Einführend wird der Begriff Gender-Kompetenz anhand von zwei unterschiedlichen Erklärungsmodellen nähergebracht. Um sich der Beantwortung der Fragestellung anzunähern, folgt die Interpretation einer vorangegangenen, quantitativen Dokumentenanalyse der Syllabi und Curricula der Studiengänge für Soziale Arbeit. Die Ergebnisse der Analyse der Curricula und Syllabi werden jeweils durch ein Ranking zwischen den einzelnen Studiengängen dargestellt. Relevant ist dabei vor allem, wie viele ECTS-Credits und wie viele Semesterwochenstunden für die Vermittlung von Gender-Kompetenz innerhalb der Ausbildung für angehende Sozialarbeiter_innen kalkuliert werden. Ein weiteres Kriterium stellt die Anzahl der angebotenen Lehrveranstaltungen, die Art der Lehrveranstaltungen sowie der Zeitpunkt, zu dem die Lehrveranstaltungen im Studienverlauf vorgesehen sind, dar. Zudem wird zwischen Lehrveranstaltungen mit Gender als Querschnittsthema und Lehrveranstaltungen mit einem spezifischen Gender-Schwerpunkt differenziert. Die Ergebnisse zeigen auf, dass die Vermittlung von Gender-Kompetenz innerhalb der einzelnen Bachelorstudiengänge für Soziale Arbeit in Österreich maßgeblich variiert.

Schlagworte: Gender-Kompetenz, Soziale Arbeit, Bachelorstudiengang, Ausbildungssituation in Österreich, Syllabi, Curricula

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This paper seeks to examine to what extent gender competence is being taught at Bachelor’s programs in Social Work in Austria. In the introduction, the concept of gender competence is explained on the basis of two different explanatory models. To answer the thesis question, a previous document analysis of the syllabi and curricula is used. The respective content is being analysed according to criteria based on predefined keywords that indicate the sharing of gender competence. The results are presented in a ranking of the separate Austrian Bachelor’s programs. A specific criterion has been put on the amount of ECTS points and hours per week during each semester and the imparting of gender competence during the education of future social workers. Another criterion is the quantity of lectures where it has been differentiated between lectures with gender as a cross-cutting issue and lectures with an emphasis on gender. The results show that the transmission of gender competence within the Bachelor’s programs of Social Work in Austria varies significantly.

Keywords: gender competence, social work, Bachelor's programme, education system in Austria, syllabi, curricula

Schlagworte


Gender-Kompetenz, Soziale Arbeit, Bachelorstudiengang, Ausbildungssituation in Österreich, Syllabi, Curricula

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