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Suchtberatung im Spannungsfeld von Beziehungsangebot und sozialpolitischem Wandel

Abstract

Ausgehend von einem Rückblick auf knapp 50 Jahre Entwicklung der Suchthilfe in Österreich und vor dem Hintergrund eines aktuellen sozialpolitischen Rollback, wird für einen klientInnenfreundlichen und partnerschaftlichen Zugang zur Zielgruppe in der Suchtberatung plädiert. Konstitutiv dafür ist das biopsychosoziale Modell und ein multiperspektivischer Zugang zum Phänomen Abhängigkeit. Betroffene Menschen werden als ExpertInnen ihrer Lebensführungssysteme verstanden, ProfessionistInnen der Suchtberatung als „Hilfs-RegisseurInnen“, die neben umfassenden Kenntnissen der nötigen methodischen Instrumente vor allem ihre Beziehungskompetenz in die Hilfeleistung einbringen. Die vielschichtigen Möglichkeiten der sozialen Arbeit in der Suchthilfe werden vorgestellt. Schlagworte: Suchtberatung, Suchttheorie, Beziehungsgestaltung, Soziale Arbeit in der Suchthilfe - Looking back on almost 50 years of development of Austria's dependence aid system and reflecting the present rollback in social politics, the authors advocate a client friendly and partnership oriented approach to the target group of dependence counseling. Based on the constitutive biopsychosocial model and a multiperspective understanding of the phenomenon, persons concerned are seen as experts on how to conduct their ways of life while counseling professionals are viewed as "co-directors“, owning the necessary methodical skills as well as special relational capacities. Multilayered possibilities of social work in the field of dependence aid are presented by the authors. Keywords: dependence counseling, dependence theory, relationship design, social work in dependence aid

Schlagwörter

Suchtberatung, Suchttheorie, Beziehungsgestaltung, Soziale Arbeit in der Suchthilfe, dependence counseling, dependence theory, relationship design, social work in dependence aid

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Autor/innen-Biografie

Kurt Fellöcker

Sozialarbeiter in der Suchtberatung NÖ (1984–1990), Leiter der Fachstelle für Suchtvorbeugung NÖ (1996–2002), Psychotherapeut und Lehrtherapeut. Professor an der Fachhochschule St. Pölten und Mitglied im Leitungsteam des Masterlehrgangs Suchtberatung und Prävention

Silvia Franke (Standort St. Pölten)

Streetwork (1980–1992), Leiterin des Instituts für Suchtprävention der Stadt Wien (1994–2001), seither Psychotherapeutin in freier Praxis mit Schwerpunkt Sucht und Trauma, Mitglied im Leitungsteam des Masterlehrgangs Suchtberatung und Prävention der FH St. Pölten.


Literaturhinweise