Perspektiven intersektional orientierter Sozialer Arbeit. Dimensionen des Umgangs mit Differenzkonstruktion und Diskriminierung in der Praxis Sozialer Arbeit

Judith Punz (Standort Wien)

Abstract


Für die Bekämpfung von Diskriminierung bedarf es einer komplexen Analyse von Diskriminierungsmechanismen sowie einer Kontextualisierung der ambivalenten Rolle von Sozialer Arbeit in Prozessen der Herstellung von Differenz und ihrer Verwobenheit in Diskriminierungsmechanismen. Der Ansatz der Intersektionalität stellt ein solches Analyseinstrument dar, um das Zusammenwirken unterschiedlichster sozialer Kategorien, die Differenz erzeugen und den Ausgangspunkt von Diskriminierung darstellen, wie z.B. Ethnie, Geschlecht, KIasse, zu beschreiben. Im Mittelpunkt meines Artikels steht die Frage nach dem Potential des Ansatzes der Intersektionalität für die Soziale Arbeit. Wenn ein Ziel Sozialer Arbeit die Bekämpfung von Diskriminierung in der Gesellschaft darstellt – wie es im „Code of Ethics“ der National Association of Social Workers (NASW) festgehalten wird – verleiht dies der Frage nach den Perspektiven intersektional orientierter Sozialer Arbeit im Kontext der Wirksamkeit von Mehrfachdiskriminierung in einer komplexen globalisierten Gesellschaft wesentliche Relevanz. Einer theoretischen Annäherung an Intersektionalität im ersten Teil folgt eine praxisorientierte Auseinandersetzung im zweiten Teil. Dieser enthält Möglichkeiten der Anwendung intersektionaler Perspektiven im Kontext Sozialer Arbeit als Reflexionsinstrument sowie im Beratungs- und Gruppensetting.

Schlagworte


Intersektionalität, Diskriminierung, Differenzkonstruktion, Theorie-Praxis-Transfer

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