Partizipation als Gestaltungsprinzip in der Hochschullehre. Wenn Betroffene zu Lehrbeauftragten werden

Judith Rieger (Standort St. Pölten)

Abstract


In diesem Beitrag geht es um die Einflussnahme von Adressat_innen auf die Lehrinhalte im Studiengang Soziale Arbeit. Um über diese Form von Partizipation sprechen zu können, wird zuerst der Begriff Partizipation definiert und seine grundlegende Bedeutung für die Soziale Arbeit skizziert. Da Partizipation ein zentrales und handlungsfeldübergreifendes Thema in der Sozialen Arbeit ist, wird an dieser Stelle dafür plädiert, Partizipation nicht nur als theoretischen und methodischen Lehrinhalt zu vermitteln, sondern dies gleichzeitig auch auf partizipative Weise zu tun – eben durch die Mitgestaltung des Lehrbetriebs durch Adressat_innen, die ihre Erfahrungsexpertise einbringen. In einem nächsten Schritt wird beschrieben, was unter erfahrungsbasierter Wissensvermittlung genau zu verstehen ist und welche Ziele damit verbunden sind. Am Beispiel des englischen Hochschulsystems wird gezeigt, wie die strukturelle Verankerung der sog. Service User Inclusion aussieht. Anschließend wird erklärt, welches konkrete Potenzial in der erfahrungsbasierten Wissensvermittlung gesehen wird und zuletzt wird anhand eines Best-practice-Beispiels aus Berlin veranschaulicht, wie aus Adressat_innen Gastreferent_innen in einem Seminar werden.

Schlagworte


Partizipation als Strukturmaxime; Einflussnahme auf Entscheidungen; Teilgabe von Erfahrungsexpertise; Erfahrungsbasierte Wissensvermittlung; Ziele; Chancen; Umsetzung in der Lehre

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