Das Bewältigungsnetz – Weiterentwicklung der Sozialen Diagnostik anhand der Mobilität älterwerdender Menschen

Gabriele Drack-Mayer (Standort St. Pölten)

Abstract


Ausgehend von den Erkenntnissen der Masterthese „Älterwerden in St. Pölten“ geht es im Folgenden darum, wie Lebensbewältigung im Alter gelingen kann, auch und vor allem dann, wenn die Rahmenbedingungen dafür nicht optimal passen. Hierzu werden konkrete schwierige Lebenslagen untersucht. Ziel ist es, aus der Analyse der individuellen Bewältigung dieser Lebenslagen die Soziale Diagnostik weiter zu entwickeln.

Das Inklusionschart gewährt einen Überblick über die Teilhabe in verschiedensten Lebenslagen und Funktionssystemen. Die jeweiligen Inkludierungsgrade in den einzelnen Bereichen müssen von den AnwenderInnen offen eingeschätzt werden, was nach meiner Erfahrung oft mit einer gewissen Unsicherheit einhergeht. Woher weiß man denn nun genau, ob man etwa „weitgehend inkludiert“ oder doch schon „mangelhaft inkludiert“ ankreuzen soll?
Deshalb interessierte mich, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, den Inkludierungsgrad zu berechnen, anstatt ihn einzuschätzen. Mit dem Konzept der Bewältigungslage ist es möglich, die individuelle Bewältigung innerhalb einzelner Lebenslagen zu analysieren. Während das Inklusionschart also einen Überblick gibt, geht die Analyse der Bewältigungslage an ausgewählten Punkten in die Tiefe. Anhand konkreter Bewältigungslagen älterwerdender Menschen, die im Rahmen der Masterthese erforscht wurden, wird daher im Folgenden ein neues Instrument für die Soziale Diagnostik entwickelt: Das Bewältigungsnetz. Ich werde darlegen, wie mit ihm die Berechnung des Inkludierungsgrades gelingt.

Schlagworte


Soziale Diagnostik; Inklusionschart; Bewältigungsnetz; Lebensbewältigung; Bewältigungslage; Lebenslage; Alter; Altern

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