Abstract
Der Artikel stellt das Konzept des räumlichen (Dis-)Empowerments als Analyseinstrument für eine klimagerechte Soziale Arbeit vor. Dafür werden die Kritische Theorie gesellschaftlicher Naturverhältnisse aus der Politischen Ökologie und der Sozialraumdiskurs der Sozialen Arbeit miteinander verbunden: Raum wird als sozial produziert und von Machtverhältnissen durchzogen verstanden. Das Konzept des räumlichen (Dis-)Empowerments ermöglicht es, strukturelle Diskriminierungen und sozialräumliche Ausschlüsse zu analysieren und aufzuzeigen, wie durch die Schaffung von Empowerment-Räumen Handlungsmacht erweitert werden kann. Durch die Klimakrise stellen sich neue Fragen für die Soziale Arbeit, insbesondere ob und wie sie aktiv für Klimagerechtigkeit eintreten und an sozial-ökologischen Transformationsprozessen mitwirken kann. Darüber hinaus zeigen sich aber auch die Notwendigkeit und Chancen von neuer inter- bzw. transdisziplinärer Zusammenarbeit.
Schlagworte: Transdisziplinarität, sozial-ökologische Transformation, kritische Geographie, sozialräumliche Soziale Arbeit, Klimagerechtigkeits-Bewegung, partizipative Aktionsforschung, räumliches Empowerment, Disempowerment