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Dies ist eine überholte Version, die am 31.03.2021 veröffentlicht wurde. Lesen Sie die aktuellste Version.

Caring Communities für Menschen mit Unterstützungsbedarf: Evaluation des Wohn-verbundes Hall der Lebenshilfe Tirol

Abstract

Im Beitrag wird ein Evaluationsprojekt zum Thema ‚Inklusives Wohnen‘ behandelt, das am Department für Soziale Arbeit am Management Center Innsbruck im Studienjahr 2017/18 durchgeführt wurde. Die Lebenshilfe Tirol orientiert sich an der Verpflichtung zur Inklusion im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention und hat in der Folge im Jahr 2016 ein Wohnhaus für Menschen mit Lernschwierigkeiten und Mehrfachbehinderungen aufgelöst. Seitdem leben insgesamt acht Menschen je zu zweit in Wohnungen in einem Wohnquartier. Die Betreuung erfolgt rund um die Uhr durch Assistenzkräfte, die eine eigene Wohnung als Stützpunkt haben. Die neue Wohnform soll Menschen mit Unterstützungsbedarf mehr Selbstständigkeit und Selbstbestimmung ermöglichen und die Einbindung in das soziale Umfeld fördern. In der Evaluation wurden drei Perspektiven (Bewohner_innen, Mitarbeiter_innen und Nachbarschaft) mit qualitativen und quantitativen Methoden in einem Mixed-Methods-Ansatz erforscht. In einem innovativen, inklusiven Forschungsdesign wurde die Forschungsgruppe von einem Peer-Berater der Lebenshilfe Tirol beraten und unterstützt. Die Ergebnisse wurden den Bewohner_innen, ihren Angehörigen, dem Team, weiteren Stakeholdern und der Nachbarschaft mittels eines Animationsfilms in Leichter Sprache und in World-Café-Diskussionsgruppen vorgestellt. Nach einer kurzen Darstellung der Problemlage und des Entstehungszusammenhangs des Projektes werden Forschungsmethodik und ausgewählte Ergebnisse präsentiert und im Lichte der Entwicklungen seit Abschluss des Projektes kritisch reflektiert.

Schlagworte: Inklusion, inklusive Forschung, Gemeinwesenarbeit, Care, Behinderungen, De-Institutionalisierung, Caring Communities, Community Care, innovative Wohnformen

 

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This article discusses an evaluation project on ‘Inclusive Living’, carried out at the Department of Social Work at the Management Center Innsbruck in the academic year 2017/18. Lebenshilfe Tirol is committed to inclusion in the sense of the UN Convention on the Rights of Persons with Disabilities and, consequently, in 2016 dissolved a residential home for people with learning difficulties and multiple disabilities. Since then, eight people have been living in pairs in flats in a residential neighbourhood. Care is provided around the clock by assistants who have a separate apartment as a base. The new form of housing should give people with support needs more independence and self-determination and promote integration into the social environment.

The research design focused on three perspectives (residents, staff, and neighbourhood) using qualitative and quantitative methods in a mixed-methods approach to investigate the effects of this form of self-determined living in an innovative design that follows the quality standards of inclusive research. A peer researcher from Lebenshilfe Tirol advised and supported the research group. The results were presented to the residents, their relatives, the team, different stakeholders, and the neighbourhood using an animated film in easy language and World Café discussion groups.

The article starts with a short introduction to the problem situation and the context of the project. The next part comprises a presentation of the research methodology and selected results. The results are critically reflected in the light of the developments since the end of the project.

Keywords: Inclusion, inclusive research, community work, community care, caring communities, disabilities, de-institutionalization, innovative housing

Schlagwörter

Inklusion, inklusive Forschung, Gemeinwesenarbeit, Care, Behinderungen, De-Institutionalisierung, Caring Communities, Community Care, innovative Wohnformen

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Autor/innen-Biografie

Eva Fleischer

FH-Prof.in Dr.in Mag.a DSAin Eva Fleischer

eva.fleischer@mci.edu

Professorin am Studiengang Soziale Arbeit, Management Center Innsbruck, Referentin in der Erwachsenenbildung.

Studium der Sozialarbeit, Pädagogik und Politikwissenschaft.

Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Care/Sorge im Bereich der Sozialen Arbeit, Sozialpolitik, Partizipation, Feministische Theorien / Diversity.

Sabine Kröll

Sabine Kröll, MA

sabine.kroell@gmx.at

Sozialarbeiterin in der Pflegestation Herberge, Wohnungslosenhilfe der Innsbrucker Sozialen Dienste GmbH.

Masterstudium Soziale Arbeit, Sozialpolitik & management am Management Center Innsbruck; Bachelorstudium der Sozialen Arbeit an der FH-Campus Wien.

Schwerpunkte in der Forschung: Freiwilligenmanagement, Kompetenzentwicklung im formellen Freiwilligenbereich, Soziale Arbeit und Alter(n).

Magdalena Meindlhumer (Standort Vorarlberg)

Magdalena Meindlhumer, MA

m.meindlhumer@mci4me.at

Assistenz in einer Werkstätte der Lebenshilfe Tirol; Mitarbeiterin im Projekt “Wohnhaus Baumkirchen” der Lebenshilfe Tirol; externe Lehrende am Management Center Innsbruck für “Virtuelle Soziale Arbeit”.

Masterstudium Soziale Arbeit, Sozialpolitik & management am Mangement Center Innsbruck; Bachelorstudium der Kulturwissenschaften an der Johannes Kepler Universität Linz.

Forschungsschwerpunkte: Digitalisierung in der Sozialen Arbeit.


Literaturhinweise