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Gegen jeden Common Sense – durch Widerspruch zur Sozialen Innovation

Abstract

Der Artikel problematisiert die Orientierung der Sozialen Arbeit an einem scheinbar unreflektierten „Common Sense“, durch welchen vorgegebene Ideen zur sozialen Ausgestaltung der Gesellschaft zur Norm erhoben werden. Durch die bevorzugte individuumsorientierte Herangehensweise und Methodik der Sozialen Arbeit werden in Unterstützungsprozessen Möglichkeiten vielfach eingeschränkt und Hilfesuchende eher pädagogisch diszipliniert als partizipativ begleitet. Dieser Artikel begreift Widerstand als innovative Anregung innerhalb sozialer Prozesse und legt dar, welches Potential zur Weiterentwicklung von Sozialer Arbeit in diesem Konflikt identifiziert werden kann. Innovation bedeutet demnach, dass Verhandlungs- und Anerkennungsprozesse sowohl auf individueller als auch auf struktureller Ebene in den methodischen Vorgehensweisen und Verfahren verankert werden. Damit wird einem herrschaftlichen „Engineering of Compliance“ im Sinne Edward Bernays (1947), welches demokratiepolitisch wenig wünschenswert ist, vorgebeugt. Die Autor*innen schlagen drei Gruppen von Instrumenten vor, die ein „Navigieren zum vielfältigen Konsens“ ermöglichen: Beobachtungsinstrumente, Navigationsinstrumente und Prozessgestaltungsinstrumente.

Schlagwörter

Widerspruch, Compliance, Innovation, Verhandlung, Soziale, Arbeit, Macht, Navigationsinstrumente

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Autor/innen-Biografie

Charlotte Sweet

FH-Assistenzprof. Charlotte Sweet, MA, MA

charlotte.sweet@fh-linz.at

Kulturwissenschafterin, Linguistin, Assistenzprofessur an der Fachhochschule Oberösterreich, Studiengang Soziale Arbeit in Linz.

Franz Schiermayr (Standort Linz)

Franz Schiermayr, MSc

franz.schiermayr@fh-linz.at

Sozialarbeiter, Systemischer Familientherapeut, Kinder- und Jugendtherapeut, Supervisor und Erlebnispädagoge, Professur für Praxis an der Fachhochschule Oberösterreich, Studiengang Soziale Arbeit in Linz.


Literaturhinweise