Globalisierung und Solidarität. Wie lässt sich mit einer Universität kooperieren, die sich in Flüchtlingslagern befindet?

Hubert Höllmüller (Standort Feldkirchen)

Abstract


Ausgehend von den Erfahrungen eines Erasmusaustausches 2017/2018 mit der Universität Tifariti (Westsahara), die seit ihrer Gründung in den Langzeitflüchtlingslagern der Saharawi im Südwesten Algeriens aktiv ist, wird die Frage thematisiert, wie die europäische scientific community der Sozialen Arbeit mit einer Hochschule und darüber hinaus der saharawischen Zivilgesellschaft kooperieren kann, und zwar vor dem Hintergrund des letzten – eingefrorenen und verschwiegenen – Dekolonialisierungsprozesses Afrikas.
Solidarität bedeutet dabei, durch personelle und materielle Unterstützung beim Aufbau von Hochschulstrukturen ein eigenes Verständnis von Sozialer Arbeit zu ermöglichen. Dies wiederum verlangt ein persönliches Engagement, das bis zu einer neuen Form der Selbstbesteuerung gehen sollte.

Schlagworte: Langzeitflüchtlingslager, Dekolonialisierung, Solidarität, Selbstbesteuerung

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Starting from the experiences of an Erasmus exchange 2017/2018 with the University of Tifariti, which since its foundation is located in the longterm refugee camps of the Saharawi people southwest of Algeria, the question is discussed, how the European scientific Community of the social work discipline can cooperate with such an University and the civil society of the refugee camps – backed by the last – frozen and concealed – African process of decolonialisation.
Here solidarity means to enable an own understanding of social work by being supported to establish structures of an university, located in refugee camps. This for needs personal engagement including new forms of selftaxing.

Keywords: longterm refugee camps, de-colonialisation, solidarity, self-taxation

Schlagworte


Langzeitflüchtlingslager, Dekolonialisierung, Solidarität, Selbstbesteuerung

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