Digitales Medienverhalten von Jugendlichen eine Genderfrage?

Petra Wagner, Bea Hochreiter (Standort Linz)

Abstract


Der Alltag der heutigen Jugendlichen ist stark von digitalen Medien dominiert. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob es bezüglich des digitalen Medienverhaltens Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Jugendlichen gibt. Dieser Frage widmet sich dieser Beitrag anhand einer empirischen Studie. Ziel der vorliegenden Studie war die Analyse von Geschlechtsunterschieden im digitalen Medienverhalten von Jugendlichen. Dabei lag der Fokus auf der Analyse des Fernsehkonsums, der Internetnutzung, der Nutzung von sozialen Netzwerken sowie der Computerspielnutzung. Dazu wurden 126 Jugendliche befragt, davon 82 Burschen (65%) und 44 Mädchen (35%). Die befragten Jugendlichen waren durchschnittlich 15.65 Jahre alt.
Insgesamt wird anhand der Ergebnisse deutlich, dass digitale Medien im Freizeitverhalten der Jugendlichen eine sehr wichtige Rolle spielen, dies betrifft sowohl die Mädchen als auch die Burschen. Darüber hinaus konnten jedoch auch geschlechtstypische Unterschiede in der Mediennutzung nachgewiesen werden. Gendereffekte mit Blick auf das Medienverhalten zeigten sich beim Lesen zugunsten der Mädchen sowie Fernsehen und Computerspielen zugunsten der Burschen. Im Speziellen hat das Computerspiel für Burschen einen wesentlich höheren Stellenwert als für Mädchen. Dies betrifft sowohl den Prozentsatz jener Jugendlichen, die überhaupt Computerspiele nutzen, als auch die zeitliche Intensität, mit der sich männliche Jugendliche damit beschäftigen.

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